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2014

"Das digitale Universum"

Seit dem Jahr 2001 bieten wir in Bonn eine Vortragsreihe mit astronomischen Vorträgen an.

Die Vorträge finden im allgemeinen mittwochs im Deutschen Museum Bonn [Ahrstraße 45, direkt im Gebäude des Wissenschaftszentrums] statt und beginnen um 19:00 Uhr.

Die Vortragsreihe ist eine gemeinsame Veranstaltung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, des Argelander-Instituts für Astronomie der Universität Bonn und des Deutschen Museums Bonn.

Unser Reihenthema  “Das digitale Universum” ist an das Thema des Wissenschaftsjahres im Rahmen der Initiative „Wissenschaft im Dialog“ angelehnt. Im Jahr 2014 steht es unter dem Motto „Die digitale Gesellschaft“.


Grids und virtuelles Observatorium: mehr als ein Google für Sterne!

Mittwoch, 17. September 2014

Prof. Dr. Matthias Steinmetz,
Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP), Potsdam

Sowie das Internet unser tägliches Leben beeinflusst hat, so ändern die modernen Informationstechnologien auch die Art und Weise wie Astronomen und Astrophysiker arbeiten. Moderne Großteleskope, umfassende Himmelsdurchmusterungen mit Teleskopen und Satelliten sowie Simulationen mit Höchstleistungsrechnern liefern Datenmengen, die nicht mehr mit den traditionellen Arbeitsplatzrechnern zu beherrschen sind. Ausgeklügelte Suchstrategien in diesen Datenbanken erlauben die schnelle Entdecklung und Identifizierung von Himmelsergeignissen, wie z. B. einer Supernova. Robotische Teleskope ermöglichen es, automatisch und kurzfristig darauf zu reagieren und so wichtige Erkenntnisse aus der Frühphase dieser Objekte zu gewinnen. Im "Virtuellen Observatorium" werden dann all diese Daten zusammengeführt und geben dem Astronomen so einen "panchromatischen Blick" ins Universum.


Biographische Angaben:

Prof. Dr. Matthias Steinmetz hat an der Universität des Saarlandes Mathematik und Physik studiert und ist anschließend zur Technischen Universität München gewechselt, wo er 1991 sein Diplom und 1993 seine Promotion abgeschlossen hat. Von 1991 bis 1995 hat er am MPI für Astrophysik in Garching gearbeitet, anschließend ein Jahr in Kalifornien und von 1997 bis 2002 am Steward Observatory der University of Arizona, erst als Assistant Professor, später als Associate Professor. Seit 2002 ist er Professor für Physik und Astronomie an der Universität Potsdam und Direktor am Leibniz-Institut für Astrophysik (AIP) in Potsdam, dort als Leiter des Bereichs für Extragalaktische Astrophysik und Kosmologie. Prof. Steinmetz ist seit 2004 wissenschaftlicher Vorstand des AIP und seit 2011 Vizepräsident der Astronomischen Gesellschaft.


GAIA: die Vermessung der Milchstraße hat begonnen

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Dr. Ulrich Bastian
Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH)
Astronomisches Rechen-Institut, Heidelberg

Am 19. Dezember 2013 wurde der Astrometriesatellit "Gaia" vom ESA-Weltraumbahnhof in Guayana gestartet. Seine Hauptaufgabe ist eine dreidimensionale Kartierung und "Volkszählung" in der Milchstraße. Im Juli begann die fünfjährige faszinierende Mission, die unter anderem die Bewegungen und Entfernungen von einer Milliarde Sternen mit bisher unerreichbarer Genauigkeit messen soll. Sie wird unser Verständnis von Entstehung, Funktion und Entwicklung unserer Heimatgalaxie revolutionieren.


Biographische Angaben:

Dr. Ulrich Bastian studierte Physik und Astronomie an der Universität Heidelberg und wurde dort im Jahre 1980 promoviert. Nach seiner Zeit als Post-Doktorand an der Landessternwarte Heidelberg war er von 1982-2004 Mitarbeiter am Astronomischen Recheninstitut. Seit 2004 ist er Astronom am Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg. Er hat bereits beim Astrometrie-Satelliten HIPPARCOS der europäischen Weltraum-Organisation ESA mitgearbeitet und ist einer der führenden Köpfe des "Gaia Data Processing and Analysis Consortiums" (DPAC) beim Nachfolgeprojekt Gaia.


Supercomputer-Simulationen der kosmischen Strukturbildung

Mittwoch, 26. November 2014

Prof. Dr. Volker Springel
Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS), Heidelberg

Entwicklungsrechnungen des Universums auf Supercomputern sind eine entscheidende Hilfe, um das hierarchische Wachstum von Galaxien im kosmologischen Standardmodell zu verstehen. Dieses Modell hält einige große Überraschungen bereit. Die erste ist, dass die meiste stoffliche Materie im All aus einem bisher unbekannten Elementarteilchen besteht, der sogenannten Dunklen Materie. Die zweite, dass das Universum offenbar von einem mysteriösen Kraftfeld durchdrungen ist, der Dunklen Energie. Der Vortrag stellt einige der wichtigsten Erkenntnisse vor, die Simulationsrechnungen über die interne Struktur und die Entstehungsgeschichte nichtlinearer kosmischer Strukturen geliefert haben. Diese geben auch wichtige Hinweise für die Suche nach Dunkler Materie in unserer Milchstraße und hier auf der Erde. Daneben erlauben sie, die Regulierung der Sternbildung in Galaxien durch Supernova-Explosionen und superschwere Schwarzen Löcher zu verstehen.


Biographische Angaben:

Prof. Dr. Volker Springel studierte Physik an der Universität Tübingen und promovierte im Jahre 2000 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Als Post-Doktorand war er am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics der Harvard-Universität, danach arbeitete er von 2003 bis 2010 als Gruppenleiter am MPI für Astrophysik in Garching. Seit 2010 ist er Professur am Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg und leitet die Gruppe Theoretische Astrophysik am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS).

 

 
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