Neues aus dem All


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2001

"Dem Leben im All auf der Spur"

Seit dem Jahr 2001 bieten wir in Bonn eine Vortragsreihe mit astronomischen Vorträgen an.

Die Vorträge finden im allgemeinen mittwochs im Deutschen Museum Bonn [Ahrstraße 45, direkt im Gebäude des Wissenschaftszentrums] statt und beginnen um 19:00 Uhr.

Die Vortragsreihe ist eine gemeinsame Veranstaltung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, des Argelander-Instituts für Astronomie der Universität Bonn und des Deutschen Museums Bonn.

Die Vortragsreihe wird mit Mitteln der Fa. Carl Zeiss gefördert. Sie ist eine offizielle Satellitenveranstaltung zum Programm »Lebenswissen« des Bundesministeriums für Forschung und Technologie.

Leben im Universum?

Mittwoch, 14. November 2001

Prof. Dr. Johannes Schmid-Burgk

Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn

Johannes Schmid-Burgk beschäftigt sich mit den physikalischen und chemischen Aspekten des Lebens im Universum: Konnte der Mars einst belebt sein? Gibt es andere Körper in unserem Sonnensystem, die als Basis für Leben in Frage kommen? Wie steht es mit der "Bewohnbarkeit" des Weltalls insgesamt? Sind die für Leben notwendigen Stoffe überall zu haben oder nur ganz ausnahmsweise, wie etwa auf der Erde? Mit Hilfe modernster Beobachtungstechniken finden Astrophysik, Astrochemie und Kosmologie Antworten auf diese Fragen.

Der Vortrag findet im Deutschen Museum Bonn statt. Er ist eine offizielle Satellitenveranstaltung zum Programm »Lebenswissen« des Bundesministeriums für Forschung und Technologie.

Biographische Angaben:

Prof. Dr. Johannes Schmid-Burgk hat 1965 in München im Fach Physik diplomiert, 1969 in Heidelberg im Fach Astronomie promoviert und sich dort 1975, ebenfalls in Astronomie, habilitiert. Seit 1982 ist er Professor an der Universität Bonn und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Radioastronomie. Sein Hauptarbeitsgebiet ist die Physik von Sternentstehungsregionen.

Leben unter extremen Bedingungen und Möglichkeiten außerhalb der Erde

Mittwoch, 12. Dezember 2001

Dr. Gerda Horneck

Dr. Gerda Horneck stellt den biologischen Aspekt des Themas vor. Sie untersucht Leben unter extremen Bedingungen, wie es auch auf der Erde immer noch unerwartet gefunden wird. Zu ihren Forschungsthemen gehören Ursprung und Entwicklung möglicher Lebensformen im Verlauf der Entwicklung unseres Universums sowie die Untersuchung von Lebensmöglichkeiten in unserem Sonnensystem, zum Beispiel auf unseren Nachbarplaneten.

Biographische Angaben:

Dr. Gerda Horneck ist ehemalige stellvertretende Direktorin des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR e.V.) in Köln-Porz. Sie ist PI (principal investigator) von mehreren strahlenbiologischen und exobiologischen Weltraumexperimenten sowohl auf Spacelab als auch auf der Internationalen Raumstation ISS, außerdem von einem exobiologischen Experiment auf dem Mars. Frau Horneck hat Lehraufträge in Mikrobiologie, Weltraumbiologie und Exobiologie, außerdem ist sie Berater nationaler und internationaler Weltraum-Organisationen.

Planeten um andere Sonnen

Mittwoch, 23. Januar 2002

Prof. Dr. Joachim Wambsganss, Universität Potsdam

In den letzten Jahren konnten eine ganze Reihe Planeten und sogar ganze Planetensysteme um andere Sonnen entdeckt werden. Bislang sind Planeten um etwa 70 andere Sterne bekannt. Allerdings ist die Suche nach solchen Begleitern ziemlich schwierig, da sie ja nicht selbst leuchten. Bisher sind alle Planeten auf indirekte Weise uber die Schwerkraftwirkung nachgewiesen worden ­ für die direkte Beobachtung reichen die astronomischen Teleskope derzeit noch nicht aus. Joachim Wambsganss ist selbst an der Suche nach Planeten um andere Sonnen beteiligt.

Der Vortrag wird über die verschiedenen Methoden zum Auffinden extrasolarer Planeten berichten und ueber die bisherigen Erfolge. Daruberhinaus werden Möglichkeiten diskutiert, extrasolare Planeten in Zukunft direkt abzubilden und im Detail zu untersuchen insbesondere unter dem Aspekt, auch nach "Leben" zu suchen.

Biographische Angaben:

Prof. Dr. Joachim Wambsganss hat 1990 in München promoviert, war von 1990 bis 1992 in Princeton, von 1992 bis 1994 am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching und von 1994 bis 1998 am Astrophysikalischen Institut Potsdam. Seit 1998 ist er Professor für den Bereich "Astroteilchenphysik" an der Universität Potsdam. Zu seinen Arbeitsgebieten gehören der Gravitationslinseneffekt und die Suche nach extrasolaren Planeten.

 
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