Mitteilungen

Das Flugzeug-Observatorium SOFIA, das erst kürzlich seinen Betrieb eingestellt hat, suchte im November 2021 mit dem GREAT-Detektor (MPIfR, Univ. Köln) nach Hinweisen auf Phosphin am Venushimmel. Ein vermuteter Nachweis dieses Moleküls in der Venusatmosphäre wurde im Jahr 2020 veröffentlicht. Die SOFIA-Forscher, zu denen auch Helmut Wiesemeyer vom MPIfR gehört, können keine Anzeichen von Phosphin finden. Ihren Ergebnissen zufolge beträgt der Anteil von Phosphin in der Venusatmosphäre, wenn überhaupt, maximal 0,8 Teile Phosphin auf eine Milliarde Teile aller anderen Komponenten in der Venusatmosphäre, also beträchtlich weniger als ursprünglich postuliert (NASA SOFIA Blogpost vom 29. November 2022, in englischer Sprache). mehr

Astrophysiker haben öffentlich zugängliche Daten des IceCube-Neutrino-Observatoriums in der Antarktis analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass ein erheblicher Teil des hochenergetischen Neutrinostroms galaktischen Ursprungs ist, also aus der Milchstraße stammt. Einer der Autoren, Yuri Kovalev vom MPIfR in Bonn, ist begeistert: "Dies eröffnet eine wunderbare Möglichkeit, Materie in der Milchstraße und galaktische relativistische Objekte mit Methoden der Multi-Messenger-Astronomie zu untersuchen." (Astrophysical Journal Letters Vol. 940, L41, DOI 10.3847/2041-8213/aca1ae). mehr

ERC Starting Grant für Dr. Vivek Venkatraman Krishnan

Die Entdeckung besonders außergewöhnlicher Neutronensternsysteme wird zu einem besseren Verständnis von Schwerkraft und ultradichter Materie beitragen mehr

APEX & ALMA: Moleküle und Sternentstehung im Universum

Wiedereröffnung der astronomischen Vortragsreihe „Neues aus dem All“ im Deutschen Museum Bonn am 19. Oktober 2022
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Das NOEMA-Radioteleskop auf dem Plateau de Bure in den französischen Alpen ist jetzt mit zwölf Antennen ausgestattet und wird damit zum leistungsstärksten Radioteleskop seiner Art auf der nördlichen Hemisphäre. Betrieben wird es vom internationalen Institut IRAM, an dem die Max-Planck-Gesellschaft beteiligt ist (MPG-Pressemeldung vom 30. September 2022).
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Nach dem Studium an der Universität Bonn fertigte Arshia Jacob die Forschung zu ihrer Dissertation am Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) an, schloss diese im Jahr 2021 mit summa cum laude ab und forscht seitdem als Postdoktorandin an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. In ihrer Dissertation behandelte Arshia Jacob grundlegende Fragen zur Physik und Chemie des interstellaren Mediums auf der Basis von Daten verschiedener Moleküle und der Kombination von Ergebnissen aus dem Terahertz-Bereich mit langwelligen Radiodaten. Ihre Forschung hat dazu beigetragen, Fragen im Zusammenhang mit der chemischen Entwicklung der Milchstraße und der galaktischen Verteilung der Ionisierungsrate der kosmischen Strahlung zu beantworten. Für ihre herausragenden Forschungsergebnisse wurde sie auch mit der Otto-Hahn-Medaille und dem Otto-Hahn-Award der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet (Pressemitteilung der Astronomischen Gesellschaft vom 24. August 2022).
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Volle Inbetriebnahme des Radioteleskops Effelsberg

Der Beginn des regulären Messprogramms erfolgte vor 50 Jahren, am 1. August 1972 mehr

Collage „Das Schwarze Loch“

Übergabe der von dem Rhöndorfer Künstler Helge-W. Fechner gestalteten Collage an Prof. Anton Zensus/MPIfR mehr

Nachdem das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (SOFIA) am Montag, dem 18. Juli, durch ein Unwetter in Christchurch/Neuseeland beschädigt wurde, müssen die wissenschaftlichen Beobachtungspläne angepasst und der Rest des Einsatzes auf der südlichen Hemisphäre leider abgesagt werden. SOFIA kam am 18. Juni in Neuseeland an und hatte einen erfolgreichen und produktiven Monat mit wissenschaftlichen Flügen. Mit den beiden Instrumenten HAWC+ und GREAT beobachtete und untersuchte SOFIA ein breites Spektrum von Himmelsobjekten und -phänomenen, wie kosmische Magnetfelder, die Struktur der Milchstraße und den Ursprung der kosmischen Strahlung (SOFIA-Blogpost vom 21. Juli 2022, in englischer Sprache).
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Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung von Norbert Langer (AIfA & MPIfR Bonn) hat erstmals ein Schwarzes Loch stellarer Masse außerhalb der Milchstraße, nämlich in der Großen Magellanschen Wolke, nachweisen können. Die Entdeckung wurde während einer sechsjährigen Beobachtungskampagne mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) gemacht. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Nature Astronomy“ veröffentlicht (Pressemitteilung der Universität Bonn vom 18. Juli 2022).
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Im Inneren des Orionnebels befindet sich eine Gruppe massereicher Sterne, die als Trapezsterne bekannt sind. Die von ihnen erzeugten Sternwinde erzeugen eine Blase aus Staub und Gas, die als Orions Schleier bezeichnet wird. Der größte Teil dieses Schleiers ist von geringer Dichte, wobei das meiste Gas sich in der Wand der Blase befindet. Aktuelle Beobachtungen des „Stratosphären-Observatoriums für Infrarot-Astronomie“ (SOFIA) mit dem von MPIfR und Universität zu Köln gebauten „German REceiver for Astronomy at Terahertz Frequencies“ (GREAT) haben darin einige unerwartete Merkmale entdeckt (SOFIA-Blogpost vom 14. Juli 2022, in englischer Sprache).
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S4716 ist der bislang schnellste Stern, der sich in kürzester Zeit um ein schwarzes Loch herum bewegt. Dieser Stern umkreist in nur vier Jahren Sagittarius A*, das schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße und erreicht dabei eine Geschwindigkeit von rund 8000 Kilometern pro Sekunde, wobei er bis auf 100 Astronomische Einheiten oder 15 Milliarden Kilometer an die Zentralquelle herankommt. Silke Britzen/MPIfR und Andreas Eckart, auswärtiges wissenschaftliches Mitglied des MPIfR, sind als Ko-Autoren an der Veröffentlichung beteiligt (Pressemeldung der Universität Köln vom 5.Juli 2022)
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Die H2O-MegaMaser-Strahlung in Quellen wie der auffälligen Galaxie NGC 4258 stammt aus einer dünnen Gasscheibe, die den supermassereichen Kern umgibt. Experimente zur „Very Long Baseline Interferometry“ (VLBI) im Weltraum mit dem RadioAstron-Observatorium in der Erdumlaufbahn und den irdischen Großteleskopen in Green Bank und Effelsberg haben zum Nachweis der regelmäßig verteilten Emissionswolken innerhalb dieser Scheibe geführt. Der Artikel "Space VLBI Observations of the H2O Megamaser in NGC 4258: evidence for periodic disc instabilities" ist am 30. Juni 2022 in der Fachzeitschrift „Nature Astronomy“ veröffentlicht worden. Zu den Autoren gehört auch Christian Henkel vom MPIfR (ASTRON Daily Image, 1. Juli 2022, in englischer Sprache)
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Im Rahmen des Henriette-Herz-Scouting-Programms der Alexander-von-Humboldt-Stiftung werden Forschungspersönlichkeiten, die über ein internationales Netzwerk verfügen, als Scouts ausgewählt, die die Möglichkeit erhalten, bis zu drei Wissenschaftstalente aus dem Ausland für ein Stipendium der Stiftung vorzuschlagen. Zu den in der vierten Auswahlrunde im Mai 2022 ausgewählten Scouts gehört Prof. Dr. Anton Zensus, Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie und Leiter der Forschungsabteilung „Radioastronomie / VLBI“ am Institut. mehr

Nach einer zweijährigen Unterbrechung ist SOFIA für einen achtwöchigen Einsatz nach Christchurch, Neuseeland, zurückgekehrt. Die Nachfrage der astronomischen Gemeinschaft nach Beobachtungen des südlichen Himmels ist wie immer groß, und das SOFIA-Team arbeitet daran, diese zu ermöglichen. In der zweiten Hälfte des diesjährigen Neuseelandaufenthaltes wird das vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie und der Universität Köln gebaute  Instrument GREAT („German REceiver for Astronomy at Terahertz Frequencies“) eine Vielzahl von Studien durchführen, darunter auch die Untersuchung der stellaren Rückkopplung in Sternentstehungsgebieten, wie nämlich Sterne die sie umgebenden Regionen beeinflussen (DSI-Meldung vom 21. Juni 2022). mehr

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