Schnelle Radioblitze (fast radio bursts, FRBs) sind kurze, aber starke Radiopulse aus fernen Galaxien. Die meisten FRBs sind nur einmal zu sehen, wodurch sie schwierig zu lokalisieren und zu untersuchen sind. Ein internationales Team unter Beteiligung von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR) konnte nun den Ursprungsort eines seltenen wiederkehrenden FRBs präzise bestimmen. „Die Beobachtungen zeigen, dass eine bereits bekannte Quelle anhaltender Radiostrahlung mit dem schnellen Radioblitz FRB 20190417A in Verbindung steht, was möglicherweise den Zusammenhang einiger FRBs mit Magnetaren bestätigt“, erklärt Ramesh Karuppusamy vom MPIfR. Magnetare sind stark magnetisierte Neutronensterne, die entstehen, wenn ein massereicher Stern am Ende seines Lebens kollabiert.
Die Ergebnisse wurden mit Hilfe des European VLBI Network (EVN) erzielt, einem Verbund von Radioteleskopen in Europa und darüber hinaus, die zusammen als ein einziges, erdgroßes Instrument arbeiten. Das 100-Meter-Teleskop in Effelsberg spielte eine zentrale Rolle.
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