Drahtgitter
Die Submillimeter-Technologie Abteilung hat langjährige Erfahrung in der Herstellung von Drahtgittern für radioastronomische Anwendungen.
Oft werden in der Radioastronomie Detektoren verwendet, die nur für eine Polarisationsrichtung des elektromagnetischen Feldes empfindsam sind. Ist kein zweiter Detektor vorhanden, der die orthogonale Richtung detektiert, geht die Hälfte der von Teleskop eingesammelten Strahlungsleistung verloren.
Drahtgitter erlauben die Aufteilung von (Submillimeter)-Strahlen in seine zwei Polarisationsrichtungen. Sie reflektieren eine Polarisationsrichtung, während sie die orthogonale passieren lassen. Wird die Strahlung vom Teleskop in dieser Art zerlegt und jede Polarisationsrichtung auf einen Detektor geleitet, kann die gesamte Leistung gemessen werden. Sind die Detektoren empfindlich für den gleichen Frequenzbereich, verbessert sich so die Empfindlichkeit des Empfängersystems. Bei Detektoren für unterschiedliche Frequenzbereiche werden „Vielfarben“-Messungen möglich, d.h. simultane Beobachtungen der gleichen Region am Himmel bei verschiedenen Frequenzen.
Weitere Einsatzbereiche sind z.B. die Überlagerung von Lokaloszillatorsignalen mit dem Teleskopstrahl und polarisationsempfindliche Beobachtungen, um kosmische Magnetfelder zu vermessen.
Unsere Abteilung stellt Drahtgitter für Raumtemperatur- und kryogene Anwendungen her. Drahtdicken bis hinunter zu 5 µm wurden bereits verwendet (z.B. für den 4.7 THz upGREAT-HFA). Freie Aperturen der Gitter bis ca. 215 mm sind möglich.