RCW 103



RCW 103 ist ein ca. 10.000 Lichtjahre entfernter und 2000 Jahre¹ alter Supernovaüberrest. Im Fall von RCW 103 entstand bei dieser Explosion auch ein Neutronenstern. Bei so einer Supernovaexplosion sprengt der sterbende Stern seine äußere Hülle von sich weg und der Kern des Sterns fällt in sich zusammen. Die weggesprengte Hülle bleibt als Feld aus Staub und Gas zurück. In dem zusammengefallenen Kern werden die Protonen und Elektronen des Sterns zusammengepresst und es entstehen Neutronen. So ein Neutronenstern hat nur einen Durchmesser von ca. 20-30 Kilometern¹, aber die ungefähr eine millionenfache Masse der Erde. Im Submillimeterbereich ist RCW 103 nicht zu erkennen. Daraus schließt man, dass sich keine Staub oder Gaswolken in der Nähe von RCW 103 befinden.

Forscher vermuten, dass sich ein kleinerer Stern, der zu schwach leuchtet, um entdeckt zu werden, in der Nähe des rotierenden Neutronensterns, im Zentrum von RCW 103, befindet. Der Neutronenstern dreht sich nämlich einmal alle 6,7 Stunden¹. Das ist aber deutlich langsamer als sich ein Neutronenstern dieses Alters normalerweise dreht. Ein möglicher Grund dafür könnte sein, dass Gas von den kleinen Stern hin zum Neutronenstern fließt. Ein andere Grund könnte die Interaktion der Magnetfelder beider Sterne sein.

Quellen:
1: http://www.astris.de/news/1038.html

Hier ein Bild des Supernovaüberrest RCW 103 im Röntgenbereich. Der hellblaue Punkt ist der Neutronenstern im Zentrum von RCW 103.
Ausschnitt des Norma-Arms im Submillimeterbereich (ATLASGAL). Die Position von RCW 103 liegt zwischen den Staubklumpen im Zentrum des Bildes.
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