Highlights

Highlights - allgemeinverständliche Pressemitteilungen von Forschungsergebnissen der Gruppe

Pulsarbeobachtungen ermöglichen die Bestimmung der Masse des Zwergplaneten Ceres und weiterer Objekte im Sonnensystem
Ein Forscherteam des „International Pulsar Timing Array”-Konsortiums unter der Leitung von Wissenschaftlern am Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie hat über Zeitreihenmessungen von Pulsaren die Massen des Zwergplaneten Ceres und anderer Asteroiden im Sonnensystem bestimmt. Das Resultat für die Masse von Ceres liegt bei 1,3% der Masse des Erdmonds. Die Ergebnisse zeigen, welches Potential Messungen von Pulsaren dafür haben, bisher unbekannte massereiche Objekte in Umlaufbahnen um die Sonne aufzuspüren.

Planeten und Asteroiden wiegen

22. Oktober 2018

Pulsarbeobachtungen ermöglichen die Bestimmung der Masse des Zwergplaneten Ceres und weiterer Objekte im Sonnensystem

Ein Forscherteam des „International Pulsar Timing Array”-Konsortiums unter der Leitung von Wissenschaftlern am Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie hat über Zeitreihenmessungen von Pulsaren die Massen des Zwergplaneten Ceres und anderer Asteroiden im Sonnensystem bestimmt. Das Resultat für die Masse von Ceres liegt bei 1,3% der Masse des Erdmonds. Die Ergebnisse zeigen, welches Potential Messungen von Pulsaren dafür haben, bisher unbekannte massereiche Objekte in Umlaufbahnen um die Sonne aufzuspüren.
[mehr]
Müssen wir unsere Vorstellungen über die Wechselwirkung von Dunkler Materie mit gewöhnlicher Materie ändern?
Ist Dunkle Materie die Quelle für eine bis jetzt unbekannte Wechselwirkung zusätzlich zur Gravitation? Die geheimnisvolle Dunkle Materie ist zurzeit noch wenig verstanden und der Versuch, ihre Eigenschaften nachzuvollziehen, gehört zu den wichtigsten Herausforderungen der modernen Physik und Astrophysik. Forscher am Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie haben ein neues Experiment vorgeschlagen, um mit Hilfe von Neutronensternen extrem hoher Dichte mehr über die Wechselwirkung von Dunkler Materie mit normaler Materie zu erfahren. Dieses Experiment ermöglicht jetzt bereits einen Fortschritt bei der Bestimmung von Eigenschaften der Dunklen Materie, der durch Beobachtungen im Zentralbereich unserer Milchstraße noch deutlich verbessert werden dürfte.

Ein neues Experiment zum Verständnis der Dunklen Materie

14. Juni 2018

Müssen wir unsere Vorstellungen über die Wechselwirkung von Dunkler Materie mit gewöhnlicher Materie ändern?

Ist Dunkle Materie die Quelle für eine bis jetzt unbekannte Wechselwirkung zusätzlich zur Gravitation? Die geheimnisvolle Dunkle Materie ist zurzeit noch wenig verstanden und der Versuch, ihre Eigenschaften nachzuvollziehen, gehört zu den wichtigsten Herausforderungen der modernen Physik und Astrophysik. Forscher am Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie haben ein neues Experiment vorgeschlagen, um mit Hilfe von Neutronensternen extrem hoher Dichte mehr über die Wechselwirkung von Dunkler Materie mit normaler Materie zu erfahren. Dieses Experiment ermöglicht jetzt bereits einen Fortschritt bei der Bestimmung von Eigenschaften der Dunklen Materie, der durch Beobachtungen im Zentralbereich unserer Milchstraße noch deutlich verbessert werden dürfte.
[mehr]
Stand der Überprüfung von Schwerkrafttheorien durch Schatten von Schwarzen Löchern
Astrophysiker in Frankfurt, am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn und in Nijmegen, die im Rahmen  des Projekts „BlackHoleCam” zusammenarbeiten, beantworten diese Frage durch die erstmalige Berechnung von Bildern Schwarzer Löcher aufgrund alternativer, nicht-Einsteinscher Gravitationstheorien. Zurzeit ist es noch schwierig, diese von klassischen Schwarzen Löchern aufgrund der allgemeinen Relativitätstheorie zu unterscheiden.

Können wir Schwarze Löcher voneinander unterscheiden?

16. April 2018

Stand der Überprüfung von Schwerkrafttheorien durch Schatten von Schwarzen Löchern

Astrophysiker in Frankfurt, am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn und in Nijmegen, die im Rahmen  des Projekts „BlackHoleCam” zusammenarbeiten, beantworten diese Frage durch die erstmalige Berechnung von Bildern Schwarzer Löcher aufgrund alternativer, nicht-Einsteinscher Gravitationstheorien. Zurzeit ist es noch schwierig, diese von klassischen Schwarzen Löchern aufgrund der allgemeinen Relativitätstheorie zu unterscheiden.
[mehr]
Verteiltes Rechenprojekt findet zwei schnell rotierende Neutronensterne in Daten des Weltraumteleskops Fermi
Das verteilte Rechenprojekt Einstein@Home aggregiert von zehntausenden Freiwilligen aus aller Welt gespendete Rechenleistung. In einer Durchmusterung des Himmels im Gammastrahlenbereich hat dieses Computernetzwerk nun zwei zuvor unbekannte schnell rotierende Neutronensterne in Daten des Weltraumteleskops Fermi entdeckt. Während alle anderen solchen Millisekundenpulsare auch mit Radioteleskopen beobachtbar sind, ist eine der beiden Entdeckungen der erste Millisekundenpulsar, der sich nur anhand seiner pulsierenden Gammastrahlung nachweisen lässt. Diese Erkenntnisse erwecken die Hoffnung, weitere neue Millisekundenpulsare zu finden, beispielsweise aus einer vorhergesagten großen Population solcher Objekte nahe dem Galaktischen Zentrum.

Einstein@Home entdeckt ersten nur im Gammalicht sichtbaren Millisekundenpulsar

28. Februar 2018

Verteiltes Rechenprojekt findet zwei schnell rotierende Neutronensterne in Daten des Weltraumteleskops Fermi

Das verteilte Rechenprojekt Einstein@Home aggregiert von zehntausenden Freiwilligen aus aller Welt gespendete Rechenleistung. In einer Durchmusterung des Himmels im Gammastrahlenbereich hat dieses Computernetzwerk nun zwei zuvor unbekannte schnell rotierende Neutronensterne in Daten des Weltraumteleskops Fermi entdeckt. Während alle anderen solchen Millisekundenpulsare auch mit Radioteleskopen beobachtbar sind, ist eine der beiden Entdeckungen der erste Millisekundenpulsar, der sich nur anhand seiner pulsierenden Gammastrahlung nachweisen lässt. Diese Erkenntnisse erwecken die Hoffnung, weitere neue Millisekundenpulsare zu finden, beispielsweise aus einer vorhergesagten großen Population solcher Objekte nahe dem Galaktischen Zentrum.
[mehr]
Extragalaktische Quelle energetischer Radiostrahlungsausbrüche liegt in hochmagnetisierter astrophysikalischer Region
Die erstmalige Entdeckung von stark polarisierten Radioblitzen von FRB 121102, der bisher einzigen bekannten Quelle wiederholter Radiostrahlungsausbrüche, zeigt die Existenz eines starken Magnetfelds im direkten Umfeld der Quelle. Derart starke Magnetfelder sind in astrophysikalischen Umgebungen recht selten und lassen darauf schließen, dass die Quelle des Radiostrahlungsausbruchs entweder in der Nachbarschaft eines massereichen Schwarzen Lochs oder aber innerhalb eines kosmischen Nebels von hoher Energie zu finden ist.

Quelle wiederholter Radiostrahlungsausbrüche in extremer kosmischer Umgebung

10. Januar 2018

Extragalaktische Quelle energetischer Radiostrahlungsausbrüche liegt in hochmagnetisierter astrophysikalischer Region

Die erstmalige Entdeckung von stark polarisierten Radioblitzen von FRB 121102, der bisher einzigen bekannten Quelle wiederholter Radiostrahlungsausbrüche, zeigt die Existenz eines starken Magnetfelds im direkten Umfeld der Quelle. Derart starke Magnetfelder sind in astrophysikalischen Umgebungen recht selten und lassen darauf schließen, dass die Quelle des Radiostrahlungsausbruchs entweder in der Nachbarschaft eines massereichen Schwarzen Lochs oder aber innerhalb eines kosmischen Nebels von hoher Energie zu finden ist.
[mehr]
Astronomen erhalten Hinweise zur Lösung des Rätsels der Entstehung von kosmischen MagnetfeldernMagnetfelder spielen eine wichtige Rolle bei der Erforschung der Physik des interstellaren Mediums in Galaxien. Es ist allerdings sehr schwierig, Magnetfelder im frühen Universum, was großen Entfernungen entspricht, nachzuweisen. Einem internationalen Forscherteam unter der Leitung von Sui Ann Mao vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie ist es gelungen, das Magnetfeld in einer weit entfernten Galaxie zu vermessen. Die gemessene Rotverschiebung von 0,439 entspricht einer Distanz von 4,6 Milliarden Lichtjahren. Diese Galaxie wirkt als Gravitationslinse in dem Gravitationslinsensystem CLASS B1152+199 und ist die momentan am weitesten entfernte Galaxie, in der ein zusammenhängendes Magnetfeld beobachtet wurde. Die Messungen ermöglichen neue Einsichten in Ursprung und Entwicklung von Magnetfeldern im Universum.

Magnetfelder in einer Entfernung von fünf Milliarden Lichtjahren entdeckt

25. August 2017

Astronomen erhalten Hinweise zur Lösung des Rätsels der Entstehung von kosmischen Magnetfeldern

Magnetfelder spielen eine wichtige Rolle bei der Erforschung der Physik des interstellaren Mediums in Galaxien. Es ist allerdings sehr schwierig, Magnetfelder im frühen Universum, was großen Entfernungen entspricht, nachzuweisen. Einem internationalen Forscherteam unter der Leitung von Sui Ann Mao vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie ist es gelungen, das Magnetfeld in einer weit entfernten Galaxie zu vermessen. Die gemessene Rotverschiebung von 0,439 entspricht einer Distanz von 4,6 Milliarden Lichtjahren. Diese Galaxie wirkt als Gravitationslinse in dem Gravitationslinsensystem CLASS B1152+199 und ist die momentan am weitesten entfernte Galaxie, in der ein zusammenhängendes Magnetfeld beobachtet wurde. Die Messungen ermöglichen neue Einsichten in Ursprung und Entwicklung von Magnetfeldern im Universum.
[mehr]
Radioteleskop Effelsberg beobachtet magnetische Strukturen mit Millionen von Lichtjahren Ausdehnung
Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Gigantische Magnetfelder im Universum

22. März 2017

Radioteleskop Effelsberg beobachtet magnetische Strukturen mit Millionen von Lichtjahren Ausdehnung

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.
[mehr]
Was Radiostrahlung uns über die Sternentstehung in Spiralgalaxien verrät
Ein Forscherteam unter der Leitung von Fatemeh Tabatabaei vom Instituto de Astrofisica de Canarias (IAC) - mit Beteiligung von Astronomen von zwei Max-Planck-Instituten (MPIfR, Bonn und MPIA, Heidelberg) - hat die Radiostrahlung einer großen Anzahl von 52 Galaxien jeweils bei mehreren Wellenlängen mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg gemessen. Diese Galaxien wurden aus der sogenannten KINGFISH-Stichprobe ausgewählt, die Infrarot-Beobachtungen von Galaxien mit dem Satellitenteleskop „Herschel” umfasst. Aus den Radiobeobachtungen konnte eine verlässliche Methode abgeleitet werden, die Sternentstehungsrate in Galaxien aus Radiobeobachtungen allein zu bestimmen, ohne Resultate aus anderen Spektralbereichen hinzuziehen zu müssen.

Sternenmusik aus fernen Galaxien

21. Februar 2017

Was Radiostrahlung uns über die Sternentstehung in Spiralgalaxien verrät

Ein Forscherteam unter der Leitung von Fatemeh Tabatabaei vom Instituto de Astrofisica de Canarias (IAC) - mit Beteiligung von Astronomen von zwei Max-Planck-Instituten (MPIfR, Bonn und MPIA, Heidelberg) - hat die Radiostrahlung einer großen Anzahl von 52 Galaxien jeweils bei mehreren Wellenlängen mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg gemessen. Diese Galaxien wurden aus der sogenannten KINGFISH-Stichprobe ausgewählt, die Infrarot-Beobachtungen von Galaxien mit dem Satellitenteleskop „Herschel” umfasst. Aus den Radiobeobachtungen konnte eine verlässliche Methode abgeleitet werden, die Sternentstehungsrate in Galaxien aus Radiobeobachtungen allein zu bestimmen, ohne Resultate aus anderen Spektralbereichen hinzuziehen zu müssen.
[mehr]
Astronomen gelingt die Identifizierung von Radioblitzen: sie kommen aus einer Zwerggalaxie in großer Entfernung
Zum ersten Mal ist es Astronomen gelungen, die exakte Richtung eines Radioblitzes (Fast Radio Burst, FRB), eines sehr kurzen Radiostrahlungsausbruchs mit bisher nicht bekannter astronomischer Ursache, derart genau festzulegen, dass damit seine Herkunftsgalaxie identifiziert werden konnte. Diese Galaxie liegt in einer Entfernung von mehr als drei Milliarden Jahren. Es handelt sich um eine Zwerggalaxie, sehr unterschiedlich im Vergleich zu unserer Milchstraße. Außerdem wurde eine kompakte Radioquelle in unmittelbarer Nähe zum Ort des Radiostrahlungsausbruchs nachgewiesen, die Rückschlüsse auf den astrophysikalischen Ursprung des Phänomens ermöglicht.

Ursprung eines schnellen Radiostrahlungsausbruchs identifiziert

4. Januar 2017

Astronomen gelingt die Identifizierung von Radioblitzen: sie kommen aus einer Zwerggalaxie in großer Entfernung

Zum ersten Mal ist es Astronomen gelungen, die exakte Richtung eines Radioblitzes (Fast Radio Burst, FRB), eines sehr kurzen Radiostrahlungsausbruchs mit bisher nicht bekannter astronomischer Ursache, derart genau festzulegen, dass damit seine Herkunftsgalaxie identifiziert werden konnte. Diese Galaxie liegt in einer Entfernung von mehr als drei Milliarden Jahren. Es handelt sich um eine Zwerggalaxie, sehr unterschiedlich im Vergleich zu unserer Milchstraße. Außerdem wurde eine kompakte Radioquelle in unmittelbarer Nähe zum Ort des Radiostrahlungsausbruchs nachgewiesen, die Rückschlüsse auf den astrophysikalischen Ursprung des Phänomens ermöglicht.
[mehr]
Internationales Forscherteam findet bisher massereichstes Doppelneutronensternsystem mit dem verteilten Rechenprojekt Einstein@Home in Beobachtungsdaten des Arecibo-RadioteleskopsEtwa 25000 Lichtjahre von der Erde entfernt kreisen zwei tote Sterne umeinander. Auf einem Durchmesser von lediglich 20 Kilometern vereint jeder von ihnen mehr Masse als unsere Sonne und sie benötigen nur fünf Stunden für eine Umkreisung. Dieses ungewöhnliche Paar sogenannter Neutronensterne wurde von einem internationalen Forscherteam unter Beteiligung von Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik und vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie sowie von Teilnehmern am Computerprojekt „Einstein@Home“ aufgespürt. Ihre Entdeckung ist die bisher letzte auf einer sehr kurzen Liste von nur 14 bekannten Doppelneutronensternsystemen und dazu auch diejenige mit der größten Gesamtmasse für beide Komponenten. Diese Systeme aus zwei umeinander rotierenden Neutronensternen stellen wichtige kosmische Laboratorien dar, mit denen einige der genauesten Tests von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie möglich werden. Sie spielen darüber hinaus eine große Rolle als potentielle Quellen für den Nachweis von Gravitationswellen mit den LIGO-Detektoren.

Heimcomputer entdecken rekordverdächtiges Pulsar-Neutronenstern-System

8. Dezember 2016

Internationales Forscherteam findet bisher massereichstes Doppelneutronensternsystem mit dem verteilten Rechenprojekt Einstein@Home in Beobachtungsdaten des Arecibo-Radioteleskops

Etwa 25000 Lichtjahre von der Erde entfernt kreisen zwei tote Sterne umeinander. Auf einem Durchmesser von lediglich 20 Kilometern vereint jeder von ihnen mehr Masse als unsere Sonne und sie benötigen nur fünf Stunden für eine Umkreisung. Dieses ungewöhnliche Paar sogenannter Neutronensterne wurde von einem internationalen Forscherteam unter Beteiligung von Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik und vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie sowie von Teilnehmern am Computerprojekt „Einstein@Home“ aufgespürt. Ihre Entdeckung ist die bisher letzte auf einer sehr kurzen Liste von nur 14 bekannten Doppelneutronensternsystemen und dazu auch diejenige mit der größten Gesamtmasse für beide Komponenten. Diese Systeme aus zwei umeinander rotierenden Neutronensternen stellen wichtige kosmische Laboratorien dar, mit denen einige der genauesten Tests von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie möglich werden. Sie spielen darüber hinaus eine große Rolle als potentielle Quellen für den Nachweis von Gravitationswellen mit den LIGO-Detektoren.
[mehr]
Radioteleskop LOFAR misst Strahlung von zerfallenden Hochenergieteilchen aus dem Weltraum
Das Niederfrequenz-Radioteleskopnetzwerk LOFAR empfängt normalerweise Radiowellen aus dem entfernten Universum. Gelegentlich fängt es aber auch starke Radiopulse von extrem kurzer Dauer ein, irgendwo zwischen Kurzwelle und UKW. Im Autoradio sind solche Signale als kurzes Knacken hörbar. Normalerweise vielleicht überhört, sind sie der letzte Aufschrei von Elementarteilchen, die mit nahezu Lichtgeschwindigkeit auf die Erdatmosphäre auftreffen. Diese Teilchen wurden vor Millionen von Jahren bereits von einem kosmischen Beschleuniger abgefeuert. Einem internationalen Team von Astronomen unter Beteiligung von Forschern des „German Long Wavelength Consortium” (GLOW) ist es nun gelungen, die Radiobotschaft dieser kosmischen Eindringlinge zu entschlüsseln, und dadurch Erkenntnisse über ihre Herkunft und physikalische Natur zu gewinnen.

Ultrakurze Radioblitze von kosmischen Geschossen

2. März 2016

Radioteleskop LOFAR misst Strahlung von zerfallenden Hochenergieteilchen aus dem Weltraum

Das Niederfrequenz-Radioteleskopnetzwerk LOFAR empfängt normalerweise Radiowellen aus dem entfernten Universum. Gelegentlich fängt es aber auch starke Radiopulse von extrem kurzer Dauer ein, irgendwo zwischen Kurzwelle und UKW. Im Autoradio sind solche Signale als kurzes Knacken hörbar. Normalerweise vielleicht überhört, sind sie der letzte Aufschrei von Elementarteilchen, die mit nahezu Lichtgeschwindigkeit auf die Erdatmosphäre auftreffen. Diese Teilchen wurden vor Millionen von Jahren bereits von einem kosmischen Beschleuniger abgefeuert. Einem internationalen Team von Astronomen unter Beteiligung von Forschern des „German Long Wavelength Consortium” (GLOW) ist es nun gelungen, die Radiobotschaft dieser kosmischen Eindringlinge zu entschlüsseln, und dadurch Erkenntnisse über ihre Herkunft und physikalische Natur zu gewinnen.
[mehr]
Neue Beobachtungen geben Hinweise auf unterschiedliche Klassen von schnellen Radiostrahlungsausbrüchen
Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Astronomen aus dem Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie hat die erste Quelle von wiederholten Radiostrahlungsausbrüchen außerhalb der Milchstraße entdeckt. Diese Kurzzeit-Strahlungsausbrüche im Radiobereich dauern jeweils nur einige Millisekunden und ihr rätselhaftes Verhalten beschäftigt die Forscher bereits seit der Erstentdeckung vor fast zehn Jahren. Die aktuellen Resultate lassen darauf schließen, dass die beobachteten Ausbrüche von einem extrem leuchtkräftigen Objekt stammen, das gelegentlich auch Mehrfachausbrüche innerhalb eines Zeitraums von weniger als einer Minute produziert.

Rätselhafter kosmischer Strahlungsausbruch wiederholt sich in gleicher Quelle

2. März 2016

Neue Beobachtungen geben Hinweise auf unterschiedliche Klassen von schnellen Radiostrahlungsausbrüchen

Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Astronomen aus dem Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie hat die erste Quelle von wiederholten Radiostrahlungsausbrüchen außerhalb der Milchstraße entdeckt. Diese Kurzzeit-Strahlungsausbrüche im Radiobereich dauern jeweils nur einige Millisekunden und ihr rätselhaftes Verhalten beschäftigt die Forscher bereits seit der Erstentdeckung vor fast zehn Jahren. Die aktuellen Resultate lassen darauf schließen, dass die beobachteten Ausbrüche von einem extrem leuchtkräftigen Objekt stammen, das gelegentlich auch Mehrfachausbrüche innerhalb eines Zeitraums von weniger als einer Minute produziert.
[mehr]
Entdeckung eines schnellen Radiostrahlungsausbruchs zeigt fehlenden Anteil in der Materiebilanz des Universums
Ein internationales Forscherteam unter Mitwirkung von Wissenschaftlern des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie hat mit der Kombination von Beobachtungen mit Radio- und mit optischen Teleskopen den genauen Ursprung eines schnellen Radiostrahlungsausbruchs in einer weit entfernten Galaxie bestimmt. Aus der Signalverzögerung auf dem zurückgelegten Weg ist es ihnen gelungen, Rückschlüsse auf die Materieverteilung im Universum zu ziehen.

Das Universum auf die Waage stellen

24. Februar 2016

Entdeckung eines schnellen Radiostrahlungsausbruchs zeigt fehlenden Anteil in der Materiebilanz des Universums

Ein internationales Forscherteam unter Mitwirkung von Wissenschaftlern des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie hat mit der Kombination von Beobachtungen mit Radio- und mit optischen Teleskopen den genauen Ursprung eines schnellen Radiostrahlungsausbruchs in einer weit entfernten Galaxie bestimmt. Aus der Signalverzögerung auf dem zurückgelegten Weg ist es ihnen gelungen, Rückschlüsse auf die Materieverteilung im Universum zu ziehen.
[mehr]
Astronomen erforschen die Außenbereiche von Galaxien in langwelliger Radiostrahlung
CHANG-ES („Continuum Halos in Nearby Galaxies, an EVLA Survey”) ist ein Forschungsprojekt, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus vielen Ländern der Erde gemeinsam Ursprung und Entwicklung von ausgedehnten Radiohüllen („Halos”) in Galaxien erforschen.  Sie untersuchen dabei den Übergang von den Galaxienscheiben zu den Halos, indem sie deren Radiostrahlung messen, die durch kosmische Strahlung in Magnetfeldern erzeugt wird. Damit gibt die Radiostrahlung wichtige Informationen über die Stärke und Struktur des Magnetfeldes preis. Das Ziel ist, die Verbindung und Wechselwirkung zwischen den ausgedehnten Halos und den Galaxienscheiben zu verstehen.

Extragalaktischer Radioempfang

13. Oktober 2015

Astronomen erforschen die Außenbereiche von Galaxien in langwelliger Radiostrahlung

CHANG-ES („Continuum Halos in Nearby Galaxies, an EVLA Survey”) ist ein Forschungsprojekt, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus vielen Ländern der Erde gemeinsam Ursprung und Entwicklung von ausgedehnten Radiohüllen („Halos”) in Galaxien erforschen.  Sie untersuchen dabei den Übergang von den Galaxienscheiben zu den Halos, indem sie deren Radiostrahlung messen, die durch kosmische Strahlung in Magnetfeldern erzeugt wird. Damit gibt die Radiostrahlung wichtige Informationen über die Stärke und Struktur des Magnetfeldes preis. Das Ziel ist, die Verbindung und Wechselwirkung zwischen den ausgedehnten Halos und den Galaxienscheiben zu verstehen.
[mehr]
Magnetfelder geben Hinweise auf die Entwicklung von Galaxien
Magnetfelder existieren überall im Universum. Bisher war wenig darüber bekannt, ob Magnetfelder eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von kosmischen Objekten spielen. Dabei stellen Radiowellen ein ideales Mittel zur Messung von Magnetfeldern dar. In einer langfristigen Beobachtungskampagne ist es Rainer Beck vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) gelungen, einen umfangreichen Datensatz für die nahegelegene Galaxie IC 342 aus Beobachtungen mit zwei der größten Radioteleskope der Erde zu erhalten, dem amerikanischen 'Very Large Array' (VLA) und dem 100-m-Radioteleskop in Effelsberg. Die Daten in vier unterschiedlichen Wellenlängenbereichen zwischen 2,8 und 21 cm haben es ermöglicht, ein geordnetes Magnetfeld in dieser Galaxie zu entdecken, das überwiegend entlang der optischen Spiralarme dieser Galaxie ausgerichtet ist. Die Entdeckung hilft zu erklären, wie die Spiralarme gebildet wurden und wie Gas nach innen in Richtung des Zentrums von IC 342 geleitet werden kann.

Verdrillte Magnetfeld-Schleife in der Giraffen-Galaxie IC 342

18. Juni 2015

Magnetfelder geben Hinweise auf die Entwicklung von Galaxien

Magnetfelder existieren überall im Universum. Bisher war wenig darüber bekannt, ob Magnetfelder eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von kosmischen Objekten spielen. Dabei stellen Radiowellen ein ideales Mittel zur Messung von Magnetfeldern dar. In einer langfristigen Beobachtungskampagne ist es Rainer Beck vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) gelungen, einen umfangreichen Datensatz für die nahegelegene Galaxie IC 342 aus Beobachtungen mit zwei der größten Radioteleskope der Erde zu erhalten, dem amerikanischen 'Very Large Array' (VLA) und dem 100-m-Radioteleskop in Effelsberg. Die Daten in vier unterschiedlichen Wellenlängenbereichen zwischen 2,8 und 21 cm haben es ermöglicht, ein geordnetes Magnetfeld in dieser Galaxie zu entdecken, das überwiegend entlang der optischen Spiralarme dieser Galaxie ausgerichtet ist. Die Entdeckung hilft zu erklären, wie die Spiralarme gebildet wurden und wie Gas nach innen in Richtung des Zentrums von IC 342 geleitet werden kann.

[mehr]
Beobachtung von kosmischen Teilchen und Magnetfeldern in der Galaxie M51 mit dem LOFAR-RadioteleskopDie Galaxie Messier 51 (M51) in ca. 30 Millionen Lichtjahren Entfernung wird wegen ihres Aussehens auch als Strudelgalaxie bezeichnet. Man sieht die Galaxie fast genau von oben und sie zeigt ein sehr schön ausgeprägtes System von Spiralarmen.Ein europäisches Team von Astronomen hat dieses Sternsystem mit dem internationalen LOFAR-Teleskop in einem Frequenzbereich von 115 bis 175 MHz beobachtet; das ist unmittelbar oberhalb des kommerziellen UKW-Bereichs von 88 bis 108 MHz. Das Team hat damit das bisher empfindlichste Bild überhaupt von einer Galaxie bei Frequenzen unterhalb von 1 GHz erstellt. Mit der hohen Empfindlichkeit des LOFAR-Teleskops konnte die Scheibe der Galaxie M51 wesentlich weiter bis in die Außenbereiche abgebildet werden als jemals zuvor. Den Astronomen ist es gelungen, schnelle kosmische Elektronen und Magnetfelder bis in eine Entfernung von 40.000 Lichtjahren vom Zentrum von M51 hinaus nachzuweisen.

Elektronenwirbel in der Strudelgalaxie

20. August 2014

Beobachtung von kosmischen Teilchen und Magnetfeldern in der Galaxie M51 mit dem LOFAR-Radioteleskop

Die Galaxie Messier 51 (M51) in ca. 30 Millionen Lichtjahren Entfernung wird wegen ihres Aussehens auch als Strudelgalaxie bezeichnet. Man sieht die Galaxie fast genau von oben und sie zeigt ein sehr schön ausgeprägtes System von Spiralarmen.
Ein europäisches Team von Astronomen hat dieses Sternsystem mit dem internationalen LOFAR-Teleskop in einem Frequenzbereich von 115 bis 175 MHz beobachtet; das ist unmittelbar oberhalb des kommerziellen UKW-Bereichs von 88 bis 108 MHz. Das Team hat damit das bisher empfindlichste Bild überhaupt von einer Galaxie bei Frequenzen unterhalb von 1 GHz erstellt. Mit der hohen Empfindlichkeit des LOFAR-Teleskops konnte die Scheibe der Galaxie M51 wesentlich weiter bis in die Außenbereiche abgebildet werden als jemals zuvor. Den Astronomen ist es gelungen, schnelle kosmische Elektronen und Magnetfelder bis in eine Entfernung von 40.000 Lichtjahren vom Zentrum von M51 hinaus nachzuweisen.
[mehr]
Neu entdeckter Kurzzeit-Radiopuls von weit außerhalb der MilchstraßeDie Entdeckung eines nur Sekundenbruchteile dauernden Radiostrahlungsausbruchs mit dem Arecibo-Radioteleskop auf Puerto Rico liefert wichtige neue Daten zu den rätselhaften Ausbrüchen, die aus großen Entfernungen im Universum zu kommen scheinen. Die Forschungsergebnisse eines internationalen Teams von Astronomen unter der Leitung von Laura Spitler vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie werden in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift "Astrophysical Journal" vom 10. Juli 2014 veröffentlicht. Zum allerersten Mal wurde ein solcher Radiostrahlungsausbruch ("Radioblitz") in der nördlichen Hemisphäre des Himmels beobachtet.

Entdeckung eines Radiostrahlungsausbruchs vertieft astrophysikalisches Rätsel

10. Juli 2014

Neu entdeckter Kurzzeit-Radiopuls von weit außerhalb der Milchstraße

Die Entdeckung eines nur Sekundenbruchteile dauernden Radiostrahlungsausbruchs mit dem Arecibo-Radioteleskop auf Puerto Rico liefert wichtige neue Daten zu den rätselhaften Ausbrüchen, die aus großen Entfernungen im Universum zu kommen scheinen. Die Forschungsergebnisse eines internationalen Teams von Astronomen unter der Leitung von Laura Spitler vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie werden in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift "Astrophysical Journal" vom 10. Juli 2014 veröffentlicht. Zum allerersten Mal wurde ein solcher Radiostrahlungsausbruch ("Radioblitz") in der nördlichen Hemisphäre des Himmels beobachtet.
[mehr]
Eng zusammenstehendes System von supermassereichen Objekten in weit entfernter Galaxie
Astronomen haben ein System von gleich drei einander umkreisenden supermassereichen Schwarzen Löchern in einer Galaxie in mehr als vier Milliarden Lichtjahren Entfernung entdeckt. Es handelt sich dabei um das bisher kleinste gefundene Trio von Schwarzen Löchern und es ist allein schon dadurch bemerkenswert, dass die meisten Galaxien nur ein supermassereiches Objekt im Zentralbereich aufweisen. Üblicherweise liegen deren Massen zwischen einer Million und 10 Milliarden mal der Masse unserer Sonne. Die Entdeckung legt den Schluss nahe, dass derart dicht gepackte Systeme von schwarzen Löchern weitaus häufiger vorkommen als bisher angenommen. Ein internationales Forscherteam, zu dem auch Hans-Rainer Klöckner vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie gehört, hat VLBI- ("Very Long Baseline Interferometry") Beobachtungen mit Radioteleskopen bei einer Anzahl unterschiedlicher Radiofrequenzen durchgeführt, um die beiden eng benachbarten Schwarzen Löcher in diesem Tripelsystem im Detail zu untersuchen. In der VLBI-Beobachtungstechnik werden die Signale einer Anzahl von großen Radioteleskopen über Entfernungen von bis zu 10.000 Kilometern miteinander verknüpft. Dadurch können Details bis zu 50mal feiner aufgelöst werden als mit dem Hubble-Weltraumteleskop in optischen Wellenlängen. Bei diesen Beobachtungen war das 100-m-Radioteleskop in Effelsberg im Rahmen des Europäischen VLBI-Netzwerks (EVN) beteiligt.

Trio von Schwarzen Löchern verändert Raum-Zeit

25. Juni 2014

Eng zusammenstehendes System von supermassereichen Objekten in weit entfernter Galaxie

Astronomen haben ein System von gleich drei einander umkreisenden supermassereichen Schwarzen Löchern in einer Galaxie in mehr als vier Milliarden Lichtjahren Entfernung entdeckt. Es handelt sich dabei um das bisher kleinste gefundene Trio von Schwarzen Löchern und es ist allein schon dadurch bemerkenswert, dass die meisten Galaxien nur ein supermassereiches Objekt im Zentralbereich aufweisen. Üblicherweise liegen deren Massen zwischen einer Million und 10 Milliarden mal der Masse unserer Sonne. Die Entdeckung legt den Schluss nahe, dass derart dicht gepackte Systeme von schwarzen Löchern weitaus häufiger vorkommen als bisher angenommen. Ein internationales Forscherteam, zu dem auch Hans-Rainer Klöckner vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie gehört, hat VLBI- ("Very Long Baseline Interferometry") Beobachtungen mit Radioteleskopen bei einer Anzahl unterschiedlicher Radiofrequenzen durchgeführt, um die beiden eng benachbarten Schwarzen Löcher in diesem Tripelsystem im Detail zu untersuchen. In der VLBI-Beobachtungstechnik werden die Signale einer Anzahl von großen Radioteleskopen über Entfernungen von bis zu 10.000 Kilometern miteinander verknüpft. Dadurch können Details bis zu 50mal feiner aufgelöst werden als mit dem Hubble-Weltraumteleskop in optischen Wellenlängen. Bei diesen Beobachtungen war das 100-m-Radioteleskop in Effelsberg im Rahmen des Europäischen VLBI-Netzwerks (EVN) beteiligt.
[mehr]
Stellare Astrophysiker berechnen die Entwicklung eines neu entdeckten Sternsystems, in dem ein Neutronenstern von gleich zwei Weißen Zwergen umkreist wird

Millisekundenpulsare sind alte Neutronensterne, die sich mehrere hundert Mal pro Sekunde um die eigene Achse drehen. Ihre Entstehung lässt sich aufgrund theoretischer Untersuchungen durch Massenübertrag in Doppelsternsystemen erklären. Die jetzt gelungene erstmalige Entdeckung eines Millisekundenpulsars in einem Dreifachsternsystem ist eine ziemliche Überraschung und stellt die gängigen Modelle in Frage. Der Astrophysiker Thomas Tauris, der am Max-Planck-Institut für Radioastronomie und am Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn arbeitet, hat zusammen mit Ed van den Heuvel von der Universität Amsterdam ein semianalytisches Modell entwickelt, mit dem die rätselhafte Entstehung eines derart exotischen Systems erklärt werden kann. Mit theoretischen Berechnungen und einer Stabilitätsanalyse auf der Grundlage von Sternentwicklungsrechnungen haben sie ein Modell erstellt, mit dem neue Erkenntnisse über die Wechselwirkungen von Sternen in Mehrfachsternsystemen gewonnen werden. Mit dieser Untersuchung kann auch die wachsende Zahl der gefundenen Millisekundenpulsare durch ihre Entstehung in Dreifachsystemen erklärt werden.

Ein exotisches Sterntrio mit Millisekundenpulsar

6. Januar 2014

Stellare Astrophysiker berechnen die Entwicklung eines neu entdeckten Sternsystems, in dem ein Neutronenstern von gleich zwei Weißen Zwergen umkreist wird


Millisekundenpulsare sind alte Neutronensterne, die sich mehrere hundert Mal pro Sekunde um die eigene Achse drehen. Ihre Entstehung lässt sich aufgrund theoretischer Untersuchungen durch Massenübertrag in Doppelsternsystemen erklären. Die jetzt gelungene erstmalige Entdeckung eines Millisekundenpulsars in einem Dreifachsternsystem ist eine ziemliche Überraschung und stellt die gängigen Modelle in Frage. Der Astrophysiker Thomas Tauris, der am Max-Planck-Institut für Radioastronomie und am Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn arbeitet, hat zusammen mit Ed van den Heuvel von der Universität Amsterdam ein semianalytisches Modell entwickelt, mit dem die rätselhafte Entstehung eines derart exotischen Systems erklärt werden kann. Mit theoretischen Berechnungen und einer Stabilitätsanalyse auf der Grundlage von Sternentwicklungsrechnungen haben sie ein Modell erstellt, mit dem neue Erkenntnisse über die Wechselwirkungen von Sternen in Mehrfachsternsystemen gewonnen werden. Mit dieser Untersuchung kann auch die wachsende Zahl der gefundenen Millisekundenpulsare durch ihre Entstehung in Dreifachsystemen erklärt werden.

[mehr]
Neugefundene Pulsarsysteme lassen darauf schließen, dass die Natur kreativer vorgeht als bisher angenommen
Zwei Bonner Astronomen haben ein neues Szenario vorgeschlagen für die Entwicklung einer neugefundenen Art von Millisekunden-Pulsaren in Doppelsternsystemen mit ähnlichen Umlaufperioden und Exzentrizitäten. Nach der Hypothese von Paulo Freire und Thomas Tauris werden Materie und Drehmoment von einem Begleitstern durch Akkretion auf einen massereichen Weißen Zwergstern übertragen, der dadurch auf eine Gesamtmasse jenseits der für die Sternentwicklung kritischen Chandrasekhar-Grenzmasse anwächst. Allerdings wird dieser Stern dann nicht unmittelbar zu einem Neutronenstern kollabieren, da er sehr schnell rotiert und die resultierenden Zentrifugalkräfte ihn zunächst stabil halten. Erst nach Beendigung der Massenübertragung verliert der Stern allmählich seine Rotationsenergie und wird schließlich direkt zu einem Millisekunden-Pulsar, also einem extrem schnell rotierenden Neutronenstern, der nicht erst durch zusätzliche Akkretion "nachbeschleunigt" werden muss. Die damit verbundene Freisetzung von gravitativer Bindungsenergie führt zu den exzentrischen Bahnen, die in solchen Systemen beobachtet werden. Die neue Hypothese beinhaltet eine Reihe von Vorhersagen über diese erst kürzlich entdeckte Untergruppe von Millisekunden-Pulsaren, die durch Beobachtungen getestet werden können. Wenn sie sich damit bestätigt, ermöglicht das neue Wege bei der Erforschung der Physik von Sternen, speziell Impulsübertragung und Massenverlust bei einem durch Akkretion verursachten Kollaps von sehr massereichen Weißen Zwergsternen.

Die vielfältigen Wege zu Millisekunden-Pulsaren

16. Dezember 2013

Neugefundene Pulsarsysteme lassen darauf schließen, dass die Natur kreativer vorgeht als bisher angenommen

Zwei Bonner Astronomen haben ein neues Szenario vorgeschlagen für die Entwicklung einer neugefundenen Art von Millisekunden-Pulsaren in Doppelsternsystemen mit ähnlichen Umlaufperioden und Exzentrizitäten. Nach der Hypothese von Paulo Freire und Thomas Tauris werden Materie und Drehmoment von einem Begleitstern durch Akkretion auf einen massereichen Weißen Zwergstern übertragen, der dadurch auf eine Gesamtmasse jenseits der für die Sternentwicklung kritischen Chandrasekhar-Grenzmasse anwächst. Allerdings wird dieser Stern dann nicht unmittelbar zu einem Neutronenstern kollabieren, da er sehr schnell rotiert und die resultierenden Zentrifugalkräfte ihn zunächst stabil halten. Erst nach Beendigung der Massenübertragung verliert der Stern allmählich seine Rotationsenergie und wird schließlich direkt zu einem Millisekunden-Pulsar, also einem extrem schnell rotierenden Neutronenstern, der nicht erst durch zusätzliche Akkretion "nachbeschleunigt" werden muss. Die damit verbundene Freisetzung von gravitativer Bindungsenergie führt zu den exzentrischen Bahnen, die in solchen Systemen beobachtet werden. Die neue Hypothese beinhaltet eine Reihe von Vorhersagen über diese erst kürzlich entdeckte Untergruppe von Millisekunden-Pulsaren, die durch Beobachtungen getestet werden können. Wenn sie sich damit bestätigt, ermöglicht das neue Wege bei der Erforschung der Physik von Sternen, speziell Impulsübertragung und Massenverlust bei einem durch Akkretion verursachten Kollaps von sehr massereichen Weißen Zwergsternen.
[mehr]
Überraschende Entdeckung liefert neues Werkzeug zur Untersuchung der Magnetfelder von GalaxienEin internationales Forscherteam unter Beteiligung von Marita Krause und Rainer Beck vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) hat eine neue Methode zur Untersuchung der Magnetfelder von Galaxien im Universum angewandt. Beim Studium von ausgedehnten Gashüllen (sogenannten Halos) im Umfeld von nahegelegenen Galaxien fanden sie über detaillierte Messungen der Radiostrahlung mit dem „Karl G. Jansky Very Large Array“ (VLA) heraus, dass eines der Objekte nicht aus einer Galaxie allein besteht. Es sind vielmehr zwei Galaxien in sehr unterschiedlicher Entfernung, die zufällig hintereinander stehen und bisher nicht voneinander unterschieden werden konnten. Eine solche Konstellation zeigt Details von der näheren Galaxie, die ansonsten nicht erfasst werden könnten.

Zwei Galaxien auf einen Streich

3. Dezember 2013

Überraschende Entdeckung liefert neues Werkzeug zur Untersuchung der Magnetfelder von Galaxien

Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Marita Krause und Rainer Beck vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) hat eine neue Methode zur Untersuchung der Magnetfelder von Galaxien im Universum angewandt. Beim Studium von ausgedehnten Gashüllen (sogenannten Halos) im Umfeld von nahegelegenen Galaxien fanden sie über detaillierte Messungen der Radiostrahlung mit dem „Karl G. Jansky Very Large Array“ (VLA) heraus, dass eines der Objekte nicht aus einer Galaxie allein besteht. Es sind vielmehr zwei Galaxien in sehr unterschiedlicher Entfernung, die zufällig hintereinander stehen und bisher nicht voneinander unterschieden werden konnten. Eine solche Konstellation zeigt Details von der näheren Galaxie, die ansonsten nicht erfasst werden könnten.
[mehr]
Mit Einstein@Home fischen Freiwillige aus den Daten des NASA-Satelliten Fermi vier kosmische Leuchttürme heraus.

Das Zusammenspiel von weltweit verteilter Rechenkraft und innovativer Analysemethoden erweist sich als Erfolgsmodell für die Suche nach neuen Pulsaren. Forscher der Max-Planck-Institute für Gravitationsphysik und Radioastronomie haben nun vier Gammapulsare in internationaler Zusammenarbeit in Daten des Weltraumteleskops Fermi entdeckt – und zwar mit dem Projekt Einstein@Home, das mehr als 200.000 Computer von rund 40.000 Teilnehmern aus aller Welt zu einem globalen Superrechner verbindet. An der Entdeckung waren Freiwillige aus Australien, Deutschland, Frankreich, Japan, Kanada und den USA beteiligt.

Gammapulsare aus dem Heimcomputer

26. November 2013

Mit Einstein@Home fischen Freiwillige aus den Daten des NASA-Satelliten Fermi vier kosmische Leuchttürme heraus.


Das Zusammenspiel von weltweit verteilter Rechenkraft und innovativer Analysemethoden erweist sich als Erfolgsmodell für die Suche nach neuen Pulsaren. Forscher der Max-Planck-Institute für Gravitationsphysik und Radioastronomie haben nun vier Gammapulsare in internationaler Zusammenarbeit in Daten des Weltraumteleskops Fermi entdeckt – und zwar mit dem Projekt Einstein@Home, das mehr als 200.000 Computer von rund 40.000 Teilnehmern aus aller Welt zu einem globalen Superrechner verbindet. An der Entdeckung waren Freiwillige aus Australien, Deutschland, Frankreich, Japan, Kanada und den USA beteiligt.
[mehr]
Einstein@Home findet in Archivdaten 24 bisher unbekannte Pulsare
 
Die geballte Rechenkraft von 200 000 Privatrechnern hilft Astronomen bei der Inventur der Milchstraße. Das Projekt Einstein@Home verbindet die Computer von Freiwilligen aus aller Welt zu einem globalen Supercomputer. Mit der Hilfe der Rechnerwolke durchsuchte ein internationales Team um Forscher der Max-Planck-Institute für Gravitationsphysik und für Radioastronomie Archivdaten des Parkes-Radioteleskops in Australien. Dabei entdeckte das weltumspannende Rechnernetzwerk mit neuartigen Analysemethoden 24 Pulsare - außergewöhnliche Sternreste mit extremen physikalischen Eigenschaften. Sie können als Prüfstand für Einsteins Relativitätstheorie dienen und unser Bild von der Gesamtpopulation dieser Himmelskörper vervollständigen.

Neutronensterne in der Rechnerwolke

29. August 2013

Einstein@Home findet in Archivdaten 24 bisher unbekannte Pulsare
 
Die geballte Rechenkraft von 200 000 Privatrechnern hilft Astronomen bei der Inventur der Milchstraße. Das Projekt Einstein@Home verbindet die Computer von Freiwilligen aus aller Welt zu einem globalen Supercomputer. Mit der Hilfe der Rechnerwolke durchsuchte ein internationales Team um Forscher der Max-Planck-Institute für Gravitationsphysik und für Radioastronomie Archivdaten des Parkes-Radioteleskops in Australien. Dabei entdeckte das weltumspannende Rechnernetzwerk mit neuartigen Analysemethoden 24 Pulsare - außergewöhnliche Sternreste mit extremen physikalischen Eigenschaften. Sie können als Prüfstand für Einsteins Relativitätstheorie dienen und unser Bild von der Gesamtpopulation dieser Himmelskörper vervollständigen.
[mehr]
Radioastronomen nutzen Pulsar mit starkem Magnetfeld zum Studium des superschweren schwarzen LochsIm Zentrum unserer Milchstraße haben Astronomen einen Magnetar aufgespürt. Dieser Pulsar besitzt ein extrem starkes Magnetfeld und ermöglicht es, die direkte Umgebung des schwarzen Lochs im Herzen der Galaxis zu studieren. Forscher unter Leitung des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie haben zum ersten Mal die magnetische Feldstärke um die Zentralquelle bestimmt und nachgewiesen, dass sie mit Magnetfeldern gefüttert wird. Diese regulieren zudem den Masseneinstrom in das schwarze Loch und erklären die beobachtete Strahlung dieser Schwerkraftfalle.

Ein Magnetar im Herzen der Milchstraße

14. August 2013

Radioastronomen nutzen Pulsar mit starkem Magnetfeld zum Studium des superschweren schwarzen Lochs

Im Zentrum unserer Milchstraße haben Astronomen einen Magnetar aufgespürt. Dieser Pulsar besitzt ein extrem starkes Magnetfeld und ermöglicht es, die direkte Umgebung des schwarzen Lochs im Herzen der Galaxis zu studieren. Forscher unter Leitung des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie haben zum ersten Mal die magnetische Feldstärke um die Zentralquelle bestimmt und nachgewiesen, dass sie mit Magnetfeldern gefüttert wird. Diese regulieren zudem den Masseneinstrom in das schwarze Loch und erklären die beobachtete Strahlung dieser Schwerkraftfalle.

[mehr]
Kosmische Radioausbrüche weisen auf explosive Ereignisse im fernen Universum
Ein Team unter Beteiligung von Wissenschaftlern des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie hat Ausbrüche von Radiowellen entdeckt, deren Ursprung offenbar in einer Entfernung von Milliarden Lichtjahren liegt – in einer Zeit, da das Universum erst zwischen sechs und neun Milliarden Jahre alt war. Über die Ursache der Strahlungsausbrüche rätseln die Forscher noch. Auf jeden Fall wollen sie die Radioblitze in Zukunft zur Untersuchung des intergalaktischen Raums nutzen.

Rätselhafte Blitze am Himmel

4. Juli 2013

Kosmische Radioausbrüche weisen auf explosive Ereignisse im fernen Universum

Ein Team unter Beteiligung von Wissenschaftlern des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie hat Ausbrüche von Radiowellen entdeckt, deren Ursprung offenbar in einer Entfernung von Milliarden Lichtjahren liegt – in einer Zeit, da das Universum erst zwischen sechs und neun Milliarden Jahre alt war. Über die Ursache der Strahlungsausbrüche rätseln die Forscher noch. Auf jeden Fall wollen sie die Radioblitze in Zukunft zur Untersuchung des intergalaktischen Raums nutzen.
[mehr]
Beobachtungen am massereichsten Neutronenstern bestätigen Vorhersagen der Allgemeinen Relativitätstheorie

Ein Team unter der Leitung von Wissenschaftlern aus dem Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie hat mit mehreren großen Radioantennen und optischen Teleskopen einen Pulsar und seinen Begleiter, einen Weißen Zwerg, detailliert untersucht. Die Beobachtungen zeigen ein Doppelsternsystem mit ungewöhnlichen Eigenschaften: Der Pulsar wiegt doppelt so viel wie die Sonne und ist damit der massereichste bisher bekannte Neutronenstern. In Verbindung mit der sehr kurzen Umlaufperiode von nur 2,5 Stunden ergeben sich unter anderem neue Erkenntnisse über die Aussendung von Gravitationswellen. So bildet das System einen Modellfall für die Untersuchung der Allgemeinen Relativitätstheorie unter extremen Bedingungen.

Ein Schwergewicht für Einstein

25. April 2013

Beobachtungen am massereichsten Neutronenstern bestätigen Vorhersagen der Allgemeinen Relativitätstheorie

Ein Team unter der Leitung von Wissenschaftlern aus dem Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie hat mit mehreren großen Radioantennen und optischen Teleskopen einen Pulsar und seinen Begleiter, einen Weißen Zwerg, detailliert untersucht. Die Beobachtungen zeigen ein Doppelsternsystem mit ungewöhnlichen Eigenschaften: Der Pulsar wiegt doppelt so viel wie die Sonne und ist damit der massereichste bisher bekannte Neutronenstern. In Verbindung mit der sehr kurzen Umlaufperiode von nur 2,5 Stunden ergeben sich unter anderem neue Erkenntnisse über die Aussendung von Gravitationswellen. So bildet das System einen Modellfall für die Untersuchung der Allgemeinen Relativitätstheorie unter extremen Bedingungen.
[mehr]
Pulsar-Chamäleon mit sprunghaft wechselndem Verhalten verblüfft Astronomen

Einem internationalen Forschungsteam geleitet von niederländischen Astronomen ist unter Mitarbeit einer ganzen Reihe von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn eine aufregende Entdeckung gelungen, bei der es um den Mechanismus geht, mit dem Pulsare ihre Strahlung aussenden. Die Abstrahlung von Röntgen- und Radiowellen bei diesen schnell rotierenden Neutronensternen kann sich nämlich dramatisch ändern, in Sekundenbruchteilen simultan bei beiden Frequenzen und in einer Weise, die mit gängigen Theorien bis jetzt noch nicht erklärt werden kann. Die Beobachtungen lassen auf schnelle Variationen der gesamten Magnetosphäre des Pulsars schließen.

Ein janusköpfiger Neutronenstern

24. Januar 2013

Pulsar-Chamäleon mit sprunghaft wechselndem Verhalten verblüfft Astronomen

Einem internationalen Forschungsteam geleitet von niederländischen Astronomen ist unter Mitarbeit einer ganzen Reihe von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn eine aufregende Entdeckung gelungen, bei der es um den Mechanismus geht, mit dem Pulsare ihre Strahlung aussenden. Die Abstrahlung von Röntgen- und Radiowellen bei diesen schnell rotierenden Neutronensternen kann sich nämlich dramatisch ändern, in Sekundenbruchteilen simultan bei beiden Frequenzen und in einer Weise, die mit gängigen Theorien bis jetzt noch nicht erklärt werden kann. Die Beobachtungen lassen auf schnelle Variationen der gesamten Magnetosphäre des Pulsars schließen.
[mehr]
Beobachtungen der Radiogalaxie Messier 87 mit dem europäischen Niederfrequenz-Teleskop LOFAR

Mit dem neuen Radioteleskop LOFAR hat ein internationales Team von Astronomen unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Astrophysik eines der bisher besten Bilder von riesigen Blasen aufgenommen, die durch ein supermassereiches Schwarzes Loch erzeugt wurden. Das Bild, aufgenommen in einem Frequenzbereich, der in der Regel Flugzeugpiloten vorbehalten ist, zeigt einen Bereich, der wie ein gigantischer, mit Plasma und Magnetfeldern gefüllter Ballon aussieht. Diese Blase, die viel größer ist als eine ganze Galaxie, wurde langsam durch eines der massereichsten Schwarzen Löcher in unserer kosmischen Nachbarschaft aufgeblasen. Dieses befindet sich im Zentrum von M87.

Supermassereiches Schwarzes Loch erzeugt riesige Blase

29. Oktober 2012

Beobachtungen der Radiogalaxie Messier 87 mit dem europäischen Niederfrequenz-Teleskop LOFAR

Mit dem neuen Radioteleskop LOFAR hat ein internationales Team von Astronomen unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Astrophysik eines der bisher besten Bilder von riesigen Blasen aufgenommen, die durch ein supermassereiches Schwarzes Loch erzeugt wurden. Das Bild, aufgenommen in einem Frequenzbereich, der in der Regel Flugzeugpiloten vorbehalten ist, zeigt einen Bereich, der wie ein gigantischer, mit Plasma und Magnetfeldern gefüllter Ballon aussieht. Diese Blase, die viel größer ist als eine ganze Galaxie, wurde langsam durch eines der massereichsten Schwarzen Löcher in unserer kosmischen Nachbarschaft aufgeblasen. Dieses befindet sich im Zentrum von M87.
[mehr]
Mit einer neuen Analysemethode entdecken Max-Planck-Forscher einen Millisekundenpulsar, der alle Rekorde bricht
 
Pulsare sind die kompakten Überreste von Explosionen massereicher Sterne. Manche von ihnen drehen sich mehrere hundert Mal innerhalb einer Sekunde um die eigene Achse und schicken dabei Strahlungsbündel ins All. Diese Millisekundenpulsare ließen sich bisher nur durch ihre Radiowellen aufspüren. Nun haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut, AEI) in Hannover mit Unterstützung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie erstmals einen Millisekundenpulsar allein anhand seiner gepulsten Gammastrahlung entdeckt. Entscheidend für den Erfolg war eine neue, am AEI entwickelte Analysemethode. Der Pulsar besitzt einen Begleitstern, den er in engem Kreistanz vernichtet – Astronomen bezeichnen ihn daher als Schwarze Witwe.

Schwarze Witwe bittet zum Tanz im Gammalicht!

25. Oktober 2012

Mit einer neuen Analysemethode entdecken Max-Planck-Forscher einen Millisekundenpulsar, der alle Rekorde bricht
 
Pulsare sind die kompakten Überreste von Explosionen massereicher Sterne. Manche von ihnen drehen sich mehrere hundert Mal innerhalb einer Sekunde um die eigene Achse und schicken dabei Strahlungsbündel ins All. Diese Millisekundenpulsare ließen sich bisher nur durch ihre Radiowellen aufspüren. Nun haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut, AEI) in Hannover mit Unterstützung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie erstmals einen Millisekundenpulsar allein anhand seiner gepulsten Gammastrahlung entdeckt. Entscheidend für den Erfolg war eine neue, am AEI entwickelte Analysemethode. Der Pulsar besitzt einen Begleitstern, den er in engem Kreistanz vernichtet – Astronomen bezeichnen ihn daher als Schwarze Witwe.
[mehr]
Max-Planck-Wissenschaftler entdecken jungen und hochenergetischen Neutronenstern mit außergewöhnlich unruhiger Rotation
 Pulsare sind kosmische Leuchttürme der Superlative. Die kompakten Neutronensterne drehen sich mehrmals pro Sekunde um die eigene Achse und senden dabei Radio- und Gammastrahlung ins All. Mithilfe raffinierter Datenanalyse haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut/AEI, Hannover) und des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie in internationaler Kooperation nun einen ganz besonderen Gammapulsar aus den Daten des NASA-Weltraumobservatoriums Fermi gefischt: Das Objekt mit der Bezeichnung PSR J1838-0537 ist nicht im Radiobereich sichtbar, sehr jung und erfuhr während der Beobachtungszeit den bisher stärksten bei reinen Gammapulsaren beobachteten Ruck in seiner Drehbewegung.

Ein sprunghafter Pulsar

24. Juli 2012

Max-Planck-Wissenschaftler entdecken jungen und hochenergetischen Neutronenstern mit außergewöhnlich unruhiger Rotation
 
Pulsare sind kosmische Leuchttürme der Superlative. Die kompakten Neutronensterne drehen sich mehrmals pro Sekunde um die eigene Achse und senden dabei Radio- und Gammastrahlung ins All. Mithilfe raffinierter Datenanalyse haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut/AEI, Hannover) und des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie in internationaler Kooperation nun einen ganz besonderen Gammapulsar aus den Daten des NASA-Weltraumobservatoriums Fermi gefischt: Das Objekt mit der Bezeichnung PSR J1838-0537 ist nicht im Radiobereich sichtbar, sehr jung und erfuhr während der Beobachtungszeit den bisher stärksten bei reinen Gammapulsaren beobachteten Ruck in seiner Drehbewegung.
[mehr]
Pulsare können durch Materie, die von außen auf sie einströmt, nicht nur beschleunigt, sondern auch verlangsamt werden. Das erklärt einige Rätsel.
Pulsare gehören zu den exotischsten, bekannten Himmelskörpern. Sie besitzen Durchmesser von etwa 20 Kilometern, beinhalten aber in etwa die Masse unserer Sonne. Ein würfelzuckergroßes Stück ihrer ultrakompakten Materie würde auf der Erde mehrere hundert Millionen Tonnen wiegen. Eine Unterklasse von ihnen, die Millisekundenpulsare, wirbeln zudem bis zu einige hundert Mal pro Sekunde um die eigene Achse. Frühere Untersuchungen hatten bei einigen Millisekundenpulsaren zu der paradoxen Schlussfolgerung geführt, dass sie älter als das Universum sind. Der Astrophysiker Thomas Tauris vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie und dem Argelander-Institut für Astronomie in Bonn konnte dieses Paradoxon mit Computersimulationen lösen.

Die Entdeckung der Verlangsamung

2. Februar 2012

Pulsare können durch Materie, die von außen auf sie einströmt, nicht nur beschleunigt, sondern auch verlangsamt werden. Das erklärt einige Rätsel.

Pulsare gehören zu den exotischsten, bekannten Himmelskörpern. Sie besitzen Durchmesser von etwa 20 Kilometern, beinhalten aber in etwa die Masse unserer Sonne. Ein würfelzuckergroßes Stück ihrer ultrakompakten Materie würde auf der Erde mehrere hundert Millionen Tonnen wiegen. Eine Unterklasse von ihnen, die Millisekundenpulsare, wirbeln zudem bis zu einige hundert Mal pro Sekunde um die eigene Achse. Frühere Untersuchungen hatten bei einigen Millisekundenpulsaren zu der paradoxen Schlussfolgerung geführt, dass sie älter als das Universum sind. Der Astrophysiker Thomas Tauris vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie und dem Argelander-Institut für Astronomie in Bonn konnte dieses Paradoxon mit Computersimulationen lösen.
[mehr]
Die Gammastrahlung eines schnell rotierenden Neutronensterns rüttelt an den Modellen zum Ursprung solcher Objekte

Astronomen haben den ersten Gammapulsar in einem Kugelsternhaufen aufgespürt. Mit einer Distanz von etwa 27000 Lichtjahren hält er außerdem noch den Entfernungsrekord in dieser Objektklasse. Seine hohe Leuchtkraft deutet zudem darauf hin, dass J1823-3021A der jüngste bisher gefundene Millisekundenpulsar ist und sein Magnetfeld um einiges stärker als theoretisch vorhergesagt. So lässt er auf eine neue Population solch extremer Objekte schließen. Die Entdeckung gelang einem internationalen Team um Paulo Freire vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie. Die Forscher hatten Daten des Weltraumteleskops Fermi ausgewertet.

Millisekundenpulsar im Schleudergang

3. November 2011

Die Gammastrahlung eines schnell rotierenden Neutronensterns rüttelt an den Modellen zum Ursprung solcher Objekte

Astronomen haben den ersten Gammapulsar in einem Kugelsternhaufen aufgespürt. Mit einer Distanz von etwa 27000 Lichtjahren hält er außerdem noch den Entfernungsrekord in dieser Objektklasse. Seine hohe Leuchtkraft deutet zudem darauf hin, dass J1823-3021A der jüngste bisher gefundene Millisekundenpulsar ist und sein Magnetfeld um einiges stärker als theoretisch vorhergesagt. So lässt er auf eine neue Population solch extremer Objekte schließen. Die Entdeckung gelang einem internationalen Team um Paulo Freire vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie. Die Forscher hatten Daten des Weltraumteleskops Fermi ausgewertet.
[mehr]
Entdeckung in den Daten des Fermi-Teleskops gelingt dank Analysemethode aus der Gravitationswellenforschung
Pulsare gelten als Leuchttürme im All. Diese kompakten und schnell rotierenden Neutronensterne blinken im Radio- oder Gammawellenbereich mehrmals pro Sekunde auf. Reine Gammapulsare sind extrem schwer zu finden, da sie trotz der hohen Energie nur sehr wenige Photonen pro Zeiteinheit abstrahlen. Mit einem verbesserten Analysealgorithmus haben nun Max-Planck-Wissenschaftler in internationaler Kooperation eine Reihe bisher unbekannter und besonders leuchtschwacher Gammapulsare in den Daten des Satellitenobservatoriums Fermi aufgespürt. Damit hat sich deren Anzahl auf mehr als 100 erhöht.

Neun neue Gammapulsare

3. November 2011

Entdeckung in den Daten des Fermi-Teleskops gelingt dank Analysemethode aus der Gravitationswellenforschung

Pulsare gelten als Leuchttürme im All. Diese kompakten und schnell rotierenden Neutronensterne blinken im Radio- oder Gammawellenbereich mehrmals pro Sekunde auf. Reine Gammapulsare sind extrem schwer zu finden, da sie trotz der hohen Energie nur sehr wenige Photonen pro Zeiteinheit abstrahlen. Mit einem verbesserten Analysealgorithmus haben nun Max-Planck-Wissenschaftler in internationaler Kooperation eine Reihe bisher unbekannter und besonders leuchtschwacher Gammapulsare in den Daten des Satellitenobservatoriums Fermi aufgespürt. Damit hat sich deren Anzahl auf mehr als 100 erhöht.
[mehr]
Radiobeobachtungen zeigen die Umwandlung eines Sternsystems in einen Millisekundenpulsar und seinen planetaren BegleiterEin Stern, der sich in einen Planeten aus Diamant verwandelt? Was wie Science-Fiction klingt, scheint Realität zu sein. Die Entdeckung gelang einem internationalen Team mit Wissenschaftlern aus Australien, Italien, Großbritannien, den USA und Deutschland, darunter Michael Kramer vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie. Die Forscher fanden den Diamantplaneten mit dem australischen 64-Meter-Parkes-Radioteleskop. Offenbar  kreist er um einen ungewöhnlichen Stern mit extrem hoher Dichte, einen Pulsar.

Der Diamantplanet

25. August 2011

Radiobeobachtungen zeigen die Umwandlung eines Sternsystems in einen Millisekundenpulsar und seinen planetaren Begleiter

Ein Stern, der sich in einen Planeten aus Diamant verwandelt? Was wie Science-Fiction klingt, scheint Realität zu sein. Die Entdeckung gelang einem internationalen Team mit Wissenschaftlern aus Australien, Italien, Großbritannien, den USA und Deutschland, darunter Michael Kramer vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie. Die Forscher fanden den Diamantplaneten mit dem australischen 64-Meter-Parkes-Radioteleskop. Offenbar  kreist er um einen ungewöhnlichen Stern mit extrem hoher Dichte, einen Pulsar.
[mehr]
Deutsch-chinesische Forschergruppe erstellt am Urumqi-Radioteleskop eine neue Karte und entdeckt zwei Supernova-Überreste
Anhalter durch die Galaxis werden ihn vielleicht nicht nutzen, für Astronomen dagegen ist er überaus wertvoll: der neue Radioatlas der Milchstraße. Nach fast zehnjähriger Arbeit haben Forscher der Max-Planck-Gesellschaft und der chinesischen Akademie der Wissenschaften die Untersuchung der polarisierten Radiostrahlung in der galaktischen Ebene abgeschlossen. Der Atlas beruht auf Beobachtungen mit dem 25-Meter-Radioteleskop der chinesischen Stadt Urumqi und zeigt am Himmel eine Fläche von 2200 Quadratgrad.

Ein Atlas der Milchstraße

23. August 2011

Deutsch-chinesische Forschergruppe erstellt am Urumqi-Radioteleskop eine neue Karte und entdeckt zwei Supernova-Überreste

Anhalter durch die Galaxis werden ihn vielleicht nicht nutzen, für Astronomen dagegen ist er überaus wertvoll: der neue Radioatlas der Milchstraße. Nach fast zehnjähriger Arbeit haben Forscher der Max-Planck-Gesellschaft und der chinesischen Akademie der Wissenschaften die Untersuchung der polarisierten Radiostrahlung in der galaktischen Ebene abgeschlossen. Der Atlas beruht auf Beobachtungen mit dem 25-Meter-Radioteleskop der chinesischen Stadt Urumqi und zeigt am Himmel eine Fläche von 2200 Quadratgrad.
[mehr]
Zeitreihenmessungen von Pulsaren eröffnen einen neuen Weg, um Planetenmassen im Sonnensystem zu bestimmenEine Waage muss nicht unbedingt die Schwerkraft messen. Ein internationales Team um Forscher des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie nutzt vielmehr Radiosignale von vier Pulsaren, um Planeten unseres Sonnensystems zu wiegen, und zwar erstmals inklusive ihrer Monde und Ringsysteme. Die Forscher bestimmen die Planetenmassen dabei auf 0,03 Promille der Erdmasse oder ein Zehnmillionstel der Masse von Jupiter genau. Das entspricht zwar immer noch einem Fehler von 200 Billiarden Tonnen, dennoch lassen sich mit dem Verfahren schon jetzt die derzeit gebräuchlichen Massewerte der Planeten überprüfen.

Eine Waage für unsere kosmischen Nachbarn

24. August 2010

Zeitreihenmessungen von Pulsaren eröffnen einen neuen Weg, um Planetenmassen im Sonnensystem zu bestimmen

Eine Waage muss nicht unbedingt die Schwerkraft messen. Ein internationales Team um Forscher des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie nutzt vielmehr Radiosignale von vier Pulsaren, um Planeten unseres Sonnensystems zu wiegen, und zwar erstmals inklusive ihrer Monde und Ringsysteme. Die Forscher bestimmen die Planetenmassen dabei auf 0,03 Promille der Erdmasse oder ein Zehnmillionstel der Masse von Jupiter genau. Das entspricht zwar immer noch einem Fehler von 200 Billiarden Tonnen, dennoch lassen sich mit dem Verfahren schon jetzt die derzeit gebräuchlichen Massewerte der Planeten überprüfen.
[mehr]
Deutsche und US-amerikanische Amateurwissenschaftler entdecken mit Einstein@Home einen neuen Pulsar in Daten vom 305-m-Arecibo-RadioteleskopAstronomische Entdeckungen sind längst nicht mehr ausschließlich auf den Himmel beschränkt - unter Umständen sind sie sogar zuhause am eigenen Computer möglich. Diese Erfahrung haben Daniel Gebhardt von der Universität Mainz und das Ehepaar Chris und Helen Colvin aus Ames, Iowa in den Vereinigten Staaten gemacht. Ihre Computer nehmen zusammen mit 500000 weiteren Rechnern an dem Programm "Einstein@Home" teil, mit dem außer der Suche nach Gravitationswellen auch radioastronomische Beobachtungen nach Signalen von Pulsaren durchsucht werden. Ihren Computern ist nun die erste Entdeckung eines neuen Pulsars aus diesen Daten zu verdanken. 

Pulsar von Amateuren entdeckt

13. August 2010

Deutsche und US-amerikanische Amateurwissenschaftler entdecken mit Einstein@Home einen neuen Pulsar in Daten vom 305-m-Arecibo-Radioteleskop

Astronomische Entdeckungen sind längst nicht mehr ausschließlich auf den Himmel beschränkt - unter Umständen sind sie sogar zuhause am eigenen Computer möglich. Diese Erfahrung haben Daniel Gebhardt von der Universität Mainz und das Ehepaar Chris und Helen Colvin aus Ames, Iowa in den Vereinigten Staaten gemacht. Ihre Computer nehmen zusammen mit 500000 weiteren Rechnern an dem Programm "Einstein@Home" teil, mit dem außer der Suche nach Gravitationswellen auch radioastronomische Beobachtungen nach Signalen von Pulsaren durchsucht werden. Ihren Computern ist nun die erste Entdeckung eines neuen Pulsars aus diesen Daten zu verdanken. 
[mehr]
Die Korrektur von Rotationsinstabilitäten macht Neutronensterne zu den besten Zeitmessern im UniversumEin internationales Team von Astronomen hat das Verhalten von kosmischen Uhren untersucht und dabei ein Verfahren entdeckt, das sie zu den mit Abstand genauesten Zeitmessern im Universum macht. Die Wissenschaftler, darunter Michael Kramer vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn, werteten dazu die Signale von Pulsaren aus. Diese beobachten Forscher bereits mehrere Jahrzehnte mit dem 76-Meter-Radioteleskop am englischen Observatorium Jodrell-Bank.

Pulsare als Atomuhren

24. Juni 2010

Die Korrektur von Rotationsinstabilitäten macht Neutronensterne zu den besten Zeitmessern im Universum

Ein internationales Team von Astronomen hat das Verhalten von kosmischen Uhren untersucht und dabei ein Verfahren entdeckt, das sie zu den mit Abstand genauesten Zeitmessern im Universum macht. Die Wissenschaftler, darunter Michael Kramer vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn, werteten dazu die Signale von Pulsaren aus. Diese beobachten Forscher bereits mehrere Jahrzehnte mit dem 76-Meter-Radioteleskop am englischen Observatorium Jodrell-Bank.
[mehr]
Neues Projekt beschert Radioastronomen die Entdeckung eines Millisekunden-Pulsars
Einen schnellen Erfolg feiert das erst 2009 gegründete Team "Radioastronomische Fundamentalphysik" am Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie. Nur wenige Wochen nach dem Start eines Pulsar-Suchprogramms am 100-Meter-Teleskop in Effelsberg konnten die Forscher jetzt ihren ersten Millisekunden-Pulsar nachweisen. Das Objekt trägt die vorläufige Bezeichnung PSR J1745+10, wurde auf der Position einer mit dem Weltraumobservatorium Fermi entdeckten Gammastrahlungs-Punktquelle gefunden und scheint gerade dabei zu sein, seinen Begleitstern zu verdampfen.

Schwarze Witwe im Weltall

19. Februar 2010

Neues Projekt beschert Radioastronomen die Entdeckung eines Millisekunden-Pulsars

Einen schnellen Erfolg feiert das erst 2009 gegründete Team "Radioastronomische Fundamentalphysik" am Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie. Nur wenige Wochen nach dem Start eines Pulsar-Suchprogramms am 100-Meter-Teleskop in Effelsberg konnten die Forscher jetzt ihren ersten Millisekunden-Pulsar nachweisen. Das Objekt trägt die vorläufige Bezeichnung PSR J1745+10, wurde auf der Position einer mit dem Weltraumobservatorium Fermi entdeckten Gammastrahlungs-Punktquelle gefunden und scheint gerade dabei zu sein, seinen Begleitstern zu verdampfen.
[mehr]