Highlights - allgemeinverständliche Pressemitteilungen von Forschungsergebnissen der Gruppe

Zwei leistungsfähige Teleskope führen zu den detailreichsten Radiokarten der nördlichen Ebene der Milchstraße

Durch die Kombination von zwei der leistungsfähigsten Radioteleskope der Erde hat ein internationales Forscherteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn die bisher empfindlichsten Karten der Radiostrahlung großer Teile der nördlichen galaktischen Ebene erstellt. Die Daten wurden mit dem Karl G. Jansky Very Large Array (VLA) in New Mexico in zwei verschiedenen Konfigurationen und dem 100-m-Radioteleskop des MPIfR in Effelsberg bei Bonn aufgenommen. Damit steht erstmals eine Radiokartierung zur Verfügung, die alle Winkelskalen bis hinunter zu 1,5 Bogensekunden abdeckt. Das entspricht der scheinbaren Größe eines auf dem Boden liegenden Tennisballs, gesehen aus einem Flugzeug in der Luft. Im Gegensatz zu früheren Kartierungen beobachtet GLOSTAR nicht nur das Radiokontinuum im Frequenzbereich von 4-8 GHz mit voller Polarisation, sondern gleichzeitig auch Spektrallinien, die das molekulare Gas (aus Methanol und Formaldehyd) und atomares Gas über Radio-Rekombinationslinien nachzeichnen. mehr
Auf Grundlage von Beobachtungen mit dem chinesischen „Five-hundred-meter Aperture Spherical Radio Telescope“ (FAST) hat ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Jumei Yao unter Beteiligung von Michael Kramer vom MPIfR den ersten Nachweis für eine dreidimensionale (3D) Ausrichtung der Spin-Geschwindigkeit in Pulsaren gefunden. Die Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgt am 6. Mai in der Fachzeitschrift „Nature Astronomy“ (CAS-Pressemitteilung vom 7. Mai 2021, in englischer Sprache).
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Mit dem südafrikanischen MeerKAT-Teleskop führen Astronomen systematische Untersuchungen von Binärpulsaren für Tests der Gravitation durch

Eine internationale Gruppe von Astronomen unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn und der University of British Columbia (UBC) in Vancouver hat erste Ergebnisse eines groß angelegten Programms vorgestellt, bei dem Beobachtungen mit dem südafrikanischen MeerKAT-Radioteleskop dazu verwendet werden, die Theorien von Einstein mit noch nie dagewesener Genauigkeit zu testen.
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Die Untersuchung der Zentralregionen von Kugelsternhaufen mit dem MeerKAT-Radioteleskop in Südafrika auf der Suche nach sehr schwachen Pulsarsignalen

Eine Gruppe von Astronomen unter der Leitung des italienischen Nationalen Instituts für Astrophysik (INAF) und des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn hat mit dem südafrikanischen MeerKAT-Radioteleskop acht Millisekunden-Pulsare entdeckt, die sich in Kugelsternhaufen mit hoher Sterndichte befinden. Millisekundenpulsare sind Neutronensterne und damit die dichtesten bekannten Sterne, die sich bis zu 700 Mal pro Sekunde um ihre Achse drehen.
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FRB20180916B lässt sich nur schwer eingrenzen

Zwei internationale Teams von Astronomen haben den Ursprung der im schnellen Radiostrahlungsausbruch FRB20180916B erzeugten Blitze eingegrenzt, indem sie diese einerseits mit der höchsten Zeitauflösung und andererseits bei den niedrigsten möglichen Frequenzen untersucht haben. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Ausbrüche in einem sehr kleinen Bereich nahe der Oberfläche eines Neutronensterns erzeugt werden, der möglicherweise einen massereichen Stern umkreist. Allerdings werfen diese Ereignisse auch neue Rätsel auf.
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