Ursa Maior A

    Links: Optische Aufnahme des M81/M82 Feldes (GALEX Observatory), Rechts: Röntgenbild von M82 mit Anzahl von Supernova-Überresten im Zentralbereich (CHANDRA Observatory).
    Links: Optische Aufnahme des M81/M82 Feldes (GALEX Observatory), Rechts: Röntgenbild von M82 mit Anzahl von Supernova-Überresten im Zentralbereich (CHANDRA Observatory).

    Ursa Maior A (M 82) bildet zusammen mit M 81, zu der sie eine gravitative Wechselwirkung zeigt, den Kern der M 81-Gruppe von Galaxien in Ursa Maior.
    Lange Zeit wurde sie als der Prototyp einer irregulären Galaxie Typ II gehandhabt, genauer gesagt als eine sog. "Scheiben-Irreguläre".
    Neuere Infrarotmessungen zeigen jedoch, dass die Galaxie Spiralarme besitzt. Damit gehört sie wahrscheinlich zum morphologischen Typ der Balkenspiralgalaxie.

    Im inneren Bereich von M 82 ist eine sehr hohe Sternentstehungsrate verzeichnet worden (Starburst), was auch ihre außerordentlich starke Infrarotstrahlung erklärt.
    Die als Folge des Starburst entstehenden Supernovaexplosionen verursachen eine turbulente Gasbewegung, deren Austritt senkrecht zur Galaxienebene beobachtet werden kann.
    Der Grund für die Beschaffenheit von M 82 ist wahrscheinlich die starke Wechselwirkung mit M 81, durch die die Galaxie bei einem nahen Vorbeiflug vor rund 500 Mio. Jahren stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

    Daten

    Position (2000) Rektazension 09h 55m 52,2s
    Deklination + 69° 40' 52"
    Sternbild Großer Bär (lat. Ursa Maior)
    Typ Aktive Galaxie
    Visuelle Helligkeit 8,4 mag
    Absolute Helligkeit -19,4 mag
    Optische Größe 11,2' x 4,3'
    Rotverschiebung z 0.00068 = 203 km/s
    Entfernung 12 Mill. Lichtjahre
    Astronomische Bezeichnungen 3C 231, M 82, NGC 3034
    Durchmesser 40.000 Lichtjahre

    Geschichte

    M 82 wurde zusammen mit M 81 von Johann Elert Bode am 31. Dezember 1774 entdeckt. Unabhängig wurden beide Objekte ein zweites Mal von Pierre Mechain im August 1779 gefunden, der seine Entdeckung von Charles Messier in dessen Katalog aufnehmen ließ.
    Robert Hanbury Brown entdeckte 1953 Ursa Maior A als Radioquelle.
    Innerhalb von Ursa Maior A wurde vom Lick Observatorium am 21. November 2003 die Supernova 2004am mit der Helligkeit von 17,0 mag entdeckt.

    Links

    Mehr Informationen über Ursa Maior gibt es hier:

     
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