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    Dr. John Antoniadis

    Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn

    Dr. Norbert Junkes
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Telefon:+49 228 525-399

    Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn

    Dissertation

    Ausgezeichnete Pulsarforschung

    "Stiftung für Physik und Astronomie in Bonn" vergibt Promotionspreis an John Antoniadis

    8. Mai 2014

    Am Freitag, 16. Mai 2014, verleiht die "Stiftung für Physik und Astronomie in Bonn" ihren Promotionspreis an John Antoniadis, der die Forschungsarbeit für seine Dissertation im Rahmen der International Max Planck Research School (IMPRS) for Astronomy and Astrophysics am Max-Planck-Institut für Radioastronomie durchgeführt hat. Die Preisverleihung beginnt um 16 Uhr im Hörsaal I des Physikalischen Instituts, Nussallee 12. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.
    John Antoniadis vor einem der 8,2m-VLT-Teleskope der ESO, mit denen die Massen im Doppelsternsystems PSR J0348+0432 bestimmt wurden. Bild vergrößern

    John Antoniadis vor einem der 8,2m-VLT-Teleskope der ESO, mit denen die Massen im Doppelsternsystems PSR J0348+0432 bestimmt wurden.

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    Der Promotionspreis der Stiftung Physik & Astronomie Bonn 2014 geht an John (Ioannis) Antoniadis für seine Arbeit "Multi-wavelength studies of pulsars and their companions".

    Er erhält den Preis für seine Dissertation, in deren Zentrum optische Beobachtungen von sogenannten Weißen Zwergen stehen, die als Begleiter von Pulsaren auftreten. Der Preis ist mit 2000 € dotiert. Die Dissertation wurde am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn unter Leitung von Prof. Michael Kramer angefertigt.

    Pulsare sind schnell rotierende Neutronensterne. Sie wirken wie Leuchttürme, deren streng periodische Blitze bei Radiofrequenzen wie Uhren in einem kosmischen Laboratorium verwendet werden können. John Antoniadis hat in seiner Dissertation unter anderem eine besonders aufregende Entdeckung gemacht: Einer der von ihm beobachteten Pulsare hat die doppelte Masse unserer Sonne und ist damit der massereichste überhaupt bekannte Neutronenstern. Er rast auf einer ungewöhnlich engen und schnellen Umlaufbahn um seinen Begleiter, den beobachteten Weißen Zwerg. Somit eröffnet dieses Doppelsternsystem ganz neue Chancen zur Überprüfung von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie im Bereich starker Gravitationskräfte, die weit über die Reichweite bisheriger Beobachtungen hinausgehen.

    Die Stiftung für Physik und Astronomie in Bonn wurde 2002 als Stiftungsfonds unter dem Dach der Bürgerstiftung Bonn errichtet. Ziel der Stiftung ist es, Bonn als Standort für herausragende physikalische Forschung zu stärken. Sie will einen Beitrag dafür leisten, dass möglichst viele talentierte Studenten für die Fächer Physik und Astronomie gewonnen werden. Mit den Erträgen aus dem Stiftungskapital werden jährlich der Promotionspreis, der Bachelor-Bücherpreis und eine Schülerakademie an der Universität Bonn unterstützt.

    Künstlerische Darstellung des Pulsar-Weißer Zwerg-Doppelsternsystems PSR J0348+0432, das John Antoniadis im Rahmen seiner Dissertation untersucht hat. Bild vergrößern

    Künstlerische Darstellung des Pulsar-Weißer Zwerg-Doppelsternsystems PSR J0348+0432, das John Antoniadis im Rahmen seiner Dissertation untersucht hat.

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    John Antoniadis wurde für seine Dissertation bereits mit dem Promotionspreis der Fachverbände Gravitation und Relativität, Hadronen und Kerne sowie Teilchenphysik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet.

    Der Promotionspreis wird am 16. Mai 2014 um 16 Uhr im Hörsaal I des Physikalischen Instituts verliehen. Prof. Luciano Rezzolla von der Goethe-Universität Frankfurt hält den Festvortrag zum Thema "Exploring extreme gravity with neutrons stars".

     

     

     
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