Zeitreihenmessungen von Pulsaren eröffnen einen neuen Weg, um Planetenmassen im Sonnensystem zu bestimmenEine Waage muss nicht unbedingt die Schwerkraft messen. Ein internationales Team um Forscher des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie nutzt vielmehr Radiosignale von vier Pulsaren, um Planeten unseres Sonnensystems zu wiegen, und zwar erstmals inklusive ihrer Monde und Ringsysteme. Die Forscher bestimmen die Planetenmassen dabei auf 0,03 Promille der Erdmasse oder ein Zehnmillionstel der Masse von Jupiter genau. Das entspricht zwar immer noch einem Fehler von 200 Billiarden Tonnen, dennoch lassen sich mit dem Verfahren schon jetzt die derzeit gebräuchlichen Massewerte der Planeten überprüfen.

Eine Waage für unsere kosmischen Nachbarn

24. August 2010

Zeitreihenmessungen von Pulsaren eröffnen einen neuen Weg, um Planetenmassen im Sonnensystem zu bestimmen

Eine Waage muss nicht unbedingt die Schwerkraft messen. Ein internationales Team um Forscher des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie nutzt vielmehr Radiosignale von vier Pulsaren, um Planeten unseres Sonnensystems zu wiegen, und zwar erstmals inklusive ihrer Monde und Ringsysteme. Die Forscher bestimmen die Planetenmassen dabei auf 0,03 Promille der Erdmasse oder ein Zehnmillionstel der Masse von Jupiter genau. Das entspricht zwar immer noch einem Fehler von 200 Billiarden Tonnen, dennoch lassen sich mit dem Verfahren schon jetzt die derzeit gebräuchlichen Massewerte der Planeten überprüfen.
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Deutsche und US-amerikanische Amateurwissenschaftler entdecken mit Einstein@Home einen neuen Pulsar in Daten vom 305-m-Arecibo-RadioteleskopAstronomische Entdeckungen sind längst nicht mehr ausschließlich auf den Himmel beschränkt - unter Umständen sind sie sogar zuhause am eigenen Computer möglich. Diese Erfahrung haben Daniel Gebhardt von der Universität Mainz und das Ehepaar Chris und Helen Colvin aus Ames, Iowa in den Vereinigten Staaten gemacht. Ihre Computer nehmen zusammen mit 500000 weiteren Rechnern an dem Programm "Einstein@Home" teil, mit dem außer der Suche nach Gravitationswellen auch radioastronomische Beobachtungen nach Signalen von Pulsaren durchsucht werden. Ihren Computern ist nun die erste Entdeckung eines neuen Pulsars aus diesen Daten zu verdanken. 

Pulsar von Amateuren entdeckt

13. August 2010

Deutsche und US-amerikanische Amateurwissenschaftler entdecken mit Einstein@Home einen neuen Pulsar in Daten vom 305-m-Arecibo-Radioteleskop

Astronomische Entdeckungen sind längst nicht mehr ausschließlich auf den Himmel beschränkt - unter Umständen sind sie sogar zuhause am eigenen Computer möglich. Diese Erfahrung haben Daniel Gebhardt von der Universität Mainz und das Ehepaar Chris und Helen Colvin aus Ames, Iowa in den Vereinigten Staaten gemacht. Ihre Computer nehmen zusammen mit 500000 weiteren Rechnern an dem Programm "Einstein@Home" teil, mit dem außer der Suche nach Gravitationswellen auch radioastronomische Beobachtungen nach Signalen von Pulsaren durchsucht werden. Ihren Computern ist nun die erste Entdeckung eines neuen Pulsars aus diesen Daten zu verdanken. 
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Die Korrektur von Rotationsinstabilitäten macht Neutronensterne zu den besten Zeitmessern im UniversumEin internationales Team von Astronomen hat das Verhalten von kosmischen Uhren untersucht und dabei ein Verfahren entdeckt, das sie zu den mit Abstand genauesten Zeitmessern im Universum macht. Die Wissenschaftler, darunter Michael Kramer vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn, werteten dazu die Signale von Pulsaren aus. Diese beobachten Forscher bereits mehrere Jahrzehnte mit dem 76-Meter-Radioteleskop am englischen Observatorium Jodrell-Bank.

Pulsare als Atomuhren

24. Juni 2010

Die Korrektur von Rotationsinstabilitäten macht Neutronensterne zu den besten Zeitmessern im Universum

Ein internationales Team von Astronomen hat das Verhalten von kosmischen Uhren untersucht und dabei ein Verfahren entdeckt, das sie zu den mit Abstand genauesten Zeitmessern im Universum macht. Die Wissenschaftler, darunter Michael Kramer vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn, werteten dazu die Signale von Pulsaren aus. Diese beobachten Forscher bereits mehrere Jahrzehnte mit dem 76-Meter-Radioteleskop am englischen Observatorium Jodrell-Bank.
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Neues Projekt beschert Radioastronomen die Entdeckung eines Millisekunden-Pulsars
Einen schnellen Erfolg feiert das erst 2009 gegründete Team "Radioastronomische Fundamentalphysik" am Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie. Nur wenige Wochen nach dem Start eines Pulsar-Suchprogramms am 100-Meter-Teleskop in Effelsberg konnten die Forscher jetzt ihren ersten Millisekunden-Pulsar nachweisen. Das Objekt trägt die vorläufige Bezeichnung PSR J1745+10, wurde auf der Position einer mit dem Weltraumobservatorium Fermi entdeckten Gammastrahlungs-Punktquelle gefunden und scheint gerade dabei zu sein, seinen Begleitstern zu verdampfen.

Schwarze Witwe im Weltall

19. Februar 2010

Neues Projekt beschert Radioastronomen die Entdeckung eines Millisekunden-Pulsars

Einen schnellen Erfolg feiert das erst 2009 gegründete Team "Radioastronomische Fundamentalphysik" am Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie. Nur wenige Wochen nach dem Start eines Pulsar-Suchprogramms am 100-Meter-Teleskop in Effelsberg konnten die Forscher jetzt ihren ersten Millisekunden-Pulsar nachweisen. Das Objekt trägt die vorläufige Bezeichnung PSR J1745+10, wurde auf der Position einer mit dem Weltraumobservatorium Fermi entdeckten Gammastrahlungs-Punktquelle gefunden und scheint gerade dabei zu sein, seinen Begleitstern zu verdampfen.
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