Astronomen erforschen die Außenbereiche von Galaxien in langwelliger Radiostrahlung
CHANG-ES („Continuum Halos in Nearby Galaxies, an EVLA Survey”) ist ein Forschungsprojekt, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus vielen Ländern der Erde gemeinsam Ursprung und Entwicklung von ausgedehnten Radiohüllen („Halos”) in Galaxien erforschen.  Sie untersuchen dabei den Übergang von den Galaxienscheiben zu den Halos, indem sie deren Radiostrahlung messen, die durch kosmische Strahlung in Magnetfeldern erzeugt wird. Damit gibt die Radiostrahlung wichtige Informationen über die Stärke und Struktur des Magnetfeldes preis. Das Ziel ist, die Verbindung und Wechselwirkung zwischen den ausgedehnten Halos und den Galaxienscheiben zu verstehen.

Extragalaktischer Radioempfang

13. Oktober 2015

Astronomen erforschen die Außenbereiche von Galaxien in langwelliger Radiostrahlung

CHANG-ES („Continuum Halos in Nearby Galaxies, an EVLA Survey”) ist ein Forschungsprojekt, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus vielen Ländern der Erde gemeinsam Ursprung und Entwicklung von ausgedehnten Radiohüllen („Halos”) in Galaxien erforschen.  Sie untersuchen dabei den Übergang von den Galaxienscheiben zu den Halos, indem sie deren Radiostrahlung messen, die durch kosmische Strahlung in Magnetfeldern erzeugt wird. Damit gibt die Radiostrahlung wichtige Informationen über die Stärke und Struktur des Magnetfeldes preis. Das Ziel ist, die Verbindung und Wechselwirkung zwischen den ausgedehnten Halos und den Galaxienscheiben zu verstehen.
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Magnetfelder geben Hinweise auf die Entwicklung von Galaxien
Magnetfelder existieren überall im Universum. Bisher war wenig darüber bekannt, ob Magnetfelder eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von kosmischen Objekten spielen. Dabei stellen Radiowellen ein ideales Mittel zur Messung von Magnetfeldern dar. In einer langfristigen Beobachtungskampagne ist es Rainer Beck vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) gelungen, einen umfangreichen Datensatz für die nahegelegene Galaxie IC 342 aus Beobachtungen mit zwei der größten Radioteleskope der Erde zu erhalten, dem amerikanischen 'Very Large Array' (VLA) und dem 100-m-Radioteleskop in Effelsberg. Die Daten in vier unterschiedlichen Wellenlängenbereichen zwischen 2,8 und 21 cm haben es ermöglicht, ein geordnetes Magnetfeld in dieser Galaxie zu entdecken, das überwiegend entlang der optischen Spiralarme dieser Galaxie ausgerichtet ist. Die Entdeckung hilft zu erklären, wie die Spiralarme gebildet wurden und wie Gas nach innen in Richtung des Zentrums von IC 342 geleitet werden kann.

Verdrillte Magnetfeld-Schleife in der Giraffen-Galaxie IC 342

18. Juni 2015

Magnetfelder geben Hinweise auf die Entwicklung von Galaxien

Magnetfelder existieren überall im Universum. Bisher war wenig darüber bekannt, ob Magnetfelder eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von kosmischen Objekten spielen. Dabei stellen Radiowellen ein ideales Mittel zur Messung von Magnetfeldern dar. In einer langfristigen Beobachtungskampagne ist es Rainer Beck vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) gelungen, einen umfangreichen Datensatz für die nahegelegene Galaxie IC 342 aus Beobachtungen mit zwei der größten Radioteleskope der Erde zu erhalten, dem amerikanischen 'Very Large Array' (VLA) und dem 100-m-Radioteleskop in Effelsberg. Die Daten in vier unterschiedlichen Wellenlängenbereichen zwischen 2,8 und 21 cm haben es ermöglicht, ein geordnetes Magnetfeld in dieser Galaxie zu entdecken, das überwiegend entlang der optischen Spiralarme dieser Galaxie ausgerichtet ist. Die Entdeckung hilft zu erklären, wie die Spiralarme gebildet wurden und wie Gas nach innen in Richtung des Zentrums von IC 342 geleitet werden kann.

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