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Pressemitteilungen von Forschungsergebnissen der Gruppe

Durch die Kombination von zwei der leistungsfähigsten Radioteleskope der Erde hat ein internationales Forscherteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn die bisher empfindlichsten Karten der Radiostrahlung großer Teile der nördlichen galaktischen Ebene erstellt. Die Daten wurden mit dem Karl G. Jansky Very Large Array (VLA) in New Mexico in zwei verschiedenen Konfigurationen und dem 100-m-Radioteleskop des MPIfR in Effelsberg bei Bonn aufgenommen. Damit steht erstmals eine Radiokartierung zur Verfügung, die alle Winkelskalen bis hinunter zu 1,5 Bogensekunden abdeckt. Das entspricht der scheinbaren Größe eines auf dem Boden liegenden Tennisballs, gesehen aus einem Flugzeug in der Luft. Im Gegensatz zu früheren Kartierungen beobachtet GLOSTAR nicht nur das Radiokontinuum im Frequenzbereich von 4-8 GHz mit voller Polarisation, sondern gleichzeitig auch Spektrallinien, die das molekulare Gas (aus Methanol und Formaldehyd) und atomares Gas über Radio-Rekombinationslinien nachzeichnen.
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Die fliegende Sternwarte SOFIA (das Stratosphären-Observatorium Für Infrarot-Astronomie) hat eine Reihe von Beobachtungsflügen vom Flughafen Köln/Bonn aus erfolgreich abgeschlossen. Mit an Bord waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Uni Köln und des MPI für Radioastronomie in Bonn, die weitere Erkenntnisse zur Entstehung von neuen Sternen gewinnen konnten. mehr
Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Wissenschaftlern aus dem Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie hat mit dem Submillimeterteleskop APEX in 5100 m Höhe in Chile einen beträchtlichen Teil der Ebene unserer Milchstraße vermessen, der insgesamt über 80 Quadratgrad am Südhimmel umfasst. Die Spektrallinien von mehreren Molekülen, darunter die seltenen Isotopologe 13CO und C18O des Kohlenmonoxid-Moleküls, ermöglichen die Erforschung des dichten Gases des interstellaren Mediums. Die daraus resultierende Kartierung, bezeichnet als SEDIGISM (“Structure, Excitation and Dynamics of the Inner Galactic Interstellar Medium”), zeigt eine Vielzahl unterschiedlicher Strukturen, von kompakten Klumpen, aus denen einzelne Sterne entstehen, bis zu ausgedehnten Molekülwolken und Komplexen von Molekülwolken. Sie ermöglicht die Bestimmung der großskaligen Verteilung von kaltem molekularem Gas im inneren Bereich der Milchstraße und letztendlich die Enträtselung der gesamten Struktur unserer Galaxis. mehr

Entfernungen von Sternen

19. November 2020
1838 gewann Friedrich Wilhelm Bessel das Wettrennen um die Messung der ersten Entfernung zu einem anderen Stern mit Hilfe der trigonometrischen Parallaxe - und legte damit die erste Entfernungsskala des Universums fest.
Nun haben Mark Reid und Karl Menten, die sich mit Parallaxenmessungen bei Radiowellenlängen beschäftigen, Bessels Originalveröffentlichungen über "seinen" Stern 61 Cygni, die seinerzeit in der Fachzeitschrift „Astronomischen Nachrichten“ veröffentlicht wurden, wieder aufgegriffen.  Obwohl sie im Allgemeinen die Ergebnisse reproduzieren konnten, die Bessel und zwei anderen Astronomen des 19. Jahrhunderts, Friedrich Georg Wilhelm von Struve und Thomas Henderson, erzielt hatten, fanden sie heraus, warum einige dieser frühen Ergebnisse statistisch gesehen nicht mit modernen Messungen übereinstimmen.
Zum Andenken an Bessel beschlossen Reid und Menten, ihre Ergebnisse ebenfalls in den Astronomischen Nachrichten zu veröffentlichen. Im Jahre 1821 gegründet, war dies eine der ersten astronomischen Zeitschriften der Welt und sie bleibt die älteste, die noch immer erscheint. mehr
Die Untersuchung von Magnetfeldern in interstellaren Wolken von Gas und Staub deutet darauf hin, dass diese Wolken stark magnetisch sind und dass Magnetfelder die Sternentstehung innerhalb dieser Wolken beeinflussen. Eine Schlüsselbeobachtung dabei ist, dass die Ausrichtung der inneren Struktur dieser Wolken eng mit der Ausrichtung der Magnetfelder zusammenhängt.
Um die Rolle der Magnetfelder genauer zu untersuchen, hat ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Thushara Pillai (Universität Boston und Max-Planck-Institut für Radioastronomie/MPIfR Bonn) die Filamentstruktur des dichten Gases in der Umgebung eines jungen Sternhaufens  mit dem HAWC+ Polarimetrie-Empfänger an Bord des Flugzeug-Observatoriums SOFIA in Infrarot-Wellenlängen untersucht. Ihre Ergebnisse zeigen, dass nicht alle Filamente mit hoher Dichte in gleicher Weise entstehen. In einigen dieser Filamente passt sich das Magnetfeld dem Materiefluss an und orientiert sich in Übereinstimmung mit dessen Ausrichtung. Die Schwerkraft beginnt in den dichteren Bereichen einiger Filamente zu dominieren und der daraus resultierende schwache magnetische Gasfluss wirkt wie ein Förderband für das Wachstum des zentralen jungen Sternhaufens.

Die Ergebnisse werden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift “Nature Astronomy“ veröffentlicht. mehr
Einem internationalen Team von Astronomen unter Beteiligung von Gisela Ortiz-Leon vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie ist es gelungen, einen saturnähnlichen extrasolaren Planeten in einer Umlaufbahn um einen massearmen kühlen Stern nachzuweisen, und zwar anhand der systematischen Bewegung („wobbling“) des Sterns, hervorgerufen durch die Gravitation des Planeten. Es ist das erste Mal, dass diese Technik mit Beobachtungen bei Radiowellenlängen erfolgreich angewendet werden konnte. Für ihre Beobachtungen setzten die Forscher ein Netzwerk von Radioteleskopen ein, die zu einem virtuellen Teleskop von kontinentaler Ausdehnung zusammengeschaltet wurden. Möglich gemacht wurde die Entdeckung durch die extrem präzise Vermessung der Sternpositionen, die nur mit einem derartigen Radioteleskopnetzwerk erzielt werden konnten.
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Das Heliumhydrid-Ion HeH+ war das erste Molekül, das im noch jungen Universum vor knapp 14 Milliarden Jahren entstand, als fallende Temperaturen die ersten chemischen Reaktionen der im Urknall entstandenen leichten Elemente ermöglichten. Zu dieser Zeit verbanden sich auch ionisierter Wasserstoff und neutrale Heliumatome zu HeH+.

Trotz seiner Bedeutung für die Geschichte des frühen Universums gelang es lange Zeit nicht, HeH+ in astrophysikalischen Umgebungen nachzuweisen. Erst mit dem Ferninfrarot-Spektrometer GREAT an Bord der fliegenden Sternwarte SOFIA ist es einem internationalen Forscherteam unter der Leitung von Rolf Güsten vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie nun geglückt, dieses Molekül in Richtung des Planetarischen Nebels NGC 7027 eindeutig nachzuweisen.

Die Ergebnisse werden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift “Nature” veröffentlicht. mehr
Das Event-Horizon-Teleskop (EHT) – ein im Rahmen einer internationalen Kollaboration zusammengeschaltetes Netzwerk von acht bodengebundenen Radioteleskopen, das fast die Größe der Erde erreicht – wurde eingerichtet, um die ersten Bilder von einem schwarzen Loch zu erzielen. Die Wissenschaftler des EHT-Projekts unter der Beteiligung von Forschern des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn und des Institut de Radioastronomie Millimétrique (IRAM) waren erfolgreich und zeigen heute im Rahmen mehrerer Pressekonferenzen an unterschiedlichen Standorten der Erde den ersten sichtbaren Nachweis eines schwarzen Lochs.

Die Ergebnisse werden in einer Reihe von Veröffentlichungen in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift “Astrophysical Journal Letters” präsentiert. mehr
Der erste eindeutige Nachweis eines radioaktiven Moleküls, 26AlF, im Weltraum, ist in der direkten Umgebung des historischen Nova-ähnlichen Objekts CK Vul (oder Nova Vul 1670) gelungen, bei dem es sich höchstwahrscheinlich um den Überrest der Kollision bzw. Verschmelzung zweier Sterne handelt. Der Helligkeitsausbruch dieser Quelle konnte in den Jahren 1670 bis 1672 in Europa beobachtet werden. Das Interesse an diesem Objekt lebte erst vor wenigen Jahren wieder auf, als man molekulares Gas mit einzigartiger Isotopenzusammensetzung im Überrest des Ausbruchs nachweisen konnte.

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Tomasz Kamiński vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics unter der Beteiligung von Karl Menten vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie veröffentlicht die Ergebnisse im Fachmagazins “Nature Astronomy” (Advanced Online Publication am 30. Juli 2018). mehr
Das 12-m-Radioteleskop APEX in Chile wurde mit speziellen Zusatzgeräten technisch aufgerüstet, um gemeinsam mit anderen Radioteleskopen interferometrische Beobachtungen bei einer Wellenlänge von nur 1,3 mm durchzuführen. Dies beinhaltet die Ausrüstung für die Signalaufzeichnung mit noch größerer Bandbreite und eine hochpräzise Wasserstoffmaseruhr. Damit machen die Forscher einen weiteren Schritt in Richtung der direkten Kartierung des Schattens um das schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße. Die Teilnahme von APEX am sogenannten Event-Horizon-Teleskop (EHT), das sich bis vor kurzem nur aus Teleskopen auf der Nordhalbkugel der Erde zusammensetzte, enthüllt nun neue und bisher nicht sichtbare Details in der Struktur der Radioquelle SgrA*, die mit dem Schwarzen Loches im Zentrum der Milchstraße identifiziert wird. Die Einbeziehung des APEX-Teleskops im EHT-Verbund verdoppelt die Winkelauflösung. Damit zeigt die Struktur der Quelle eine asymmetrische und nicht punktförmige Helligkeitsverteilung mit Details von nur noch 36 Millionen Kilometern Größe. Das entspricht dem Dreifachen der hypothetischen Größe des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße (drei Schwarzschildradien).

Die Ergebnisse werden in der Fachzeitschrift “The Astrophysical Journal” veröffentlicht (2018, Vol. 859, Nr. 1. DOI: 10.3847/1538-4357). mehr
Gisela Ortiz hat den Preis der Internationalen Astronomischen Union (IAU) für die beste Doktorarbeit im Jahr 2017 in der Division A (Fundamentalastronomie) für ihre Arbeit „Ultra-high precision astrometry with centimeter and millimeter very long baseline interferometry“ am „Instituto de Radioastronomía y Astrofísica“ in Mexico gewonnen. mehr

ALMA and APEX entdecken gewaltige Ansammlungen von neu entstehenden Galaxien im frühen Universum mehr
Vermessung der Spiralstruktur für ein besseres Bild unserer Heimatgalaxie mehr

Kalter Staub im Universum

24. Februar 2016
Eine Reihe von spektakulären Bildern der Milchstraße sind anlässlich der Vollendung des “APEX Telescope Large Area Survey of the Galaxy” (ATLASGAL) veröffentlicht worden. Das APEX-Teleskop in Chile wird in Zusammenarbeit zwischen dem Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR), dem Onsala Space Observatory (OSO) in Schweden und der Europäischen Südsternwarte (ESO) betrieben. Im Rahmen des Projekts wurde der komplette von der Südhalbkugel aus zugängliche Bereich der Milchstraßenebene zum ersten Mal in Submillimeterwellenlängen (zwischen Infrarot- und Radiobereich des elektromagnetischen Spektrums) bei hoher Auflösung erfasst. Dadurch werden Details und Strukturen sichtbar, die in Kartierungen mit kleineren Weltraumteleskopen im gleichen Wellenlängenbereich nicht erfasst wurden. Das 12m-APEX-Teleskop spielt eine Vorreiterrolle bei der Untersuchung des kalten Universums, von kosmischen Gas- und Staubwolken mit Temperaturen von nur einigen 10 Grad über dem absoluten Nullpunkt. mehr
In bisher 10 Betriebsjahren hat das 12m-Submillimeterteleskop des “Atacama Pathfinder Experiments” (APEX) zu einem breiten Spektrum astronomischer Forschung beigetragen, von der Entdeckung neuer interstellarer Moleküle bis zu großskaligen und sehr tiefgehenden Himmelsdurchmusterungen im Submillimeterbereich, die zu neuen Erkenntnissen über die Sternentstehung in unserer Milchstraße bis zu weit entfernten Galaxien im frühen Universum führen. Das Jubiläum wurde mit Festvorträgen im Rahmen einer Feier im APEX-Basislager in San Pedro de Atacama gewürdigt, verbunden mit einem Besuch des Teleskops selbst auf dem Chajnantor-Plateau in über 5000 m Höhe über dem Meeresspiegel. mehr
Das APEX-Teleskop in Chile konnte zeigen, dass ein „neuer″ Stern, den europäische Astronomen im Jahr 1670 am Himmel aufleuchten sahen, keine gewöhnliche Nova darstellte, sondern eine viel selteneres Phänomen in Form einer heftigen Karambolage zwischen zwei Sternen. Der ursprüngliche Ausbruch im Jahr 1670 war so heftig, dass man ihn leicht mit bloßem Auge am Himmel erkennen konnte. Die heute noch vorhandenen Spuren sind hingegen so schwach, dass es einer sorgfältigen Analyse von Beobachtungen mit modernen Submillimeterteleskopen bedurfte, um das Rätsel um Nova Vul 1670 nach 340 Jahren lösen zu können. Ein Team unter Leitung von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie in Bonn untersuchte die Strahlung einer faszinierenden Vielzahl von Molekülen, die den Forschern schließlich die Lösung verriet. Die Ergebnisse werden am 23. März 2015 in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature″ veröffentlicht. mehr

Dialog der Sterne

23. Februar 2015
Eine Ausstellung im Rahmen des Projekts „Dialog der Sterne“ des Sonderforschungsbereichs 956 zeigt den Blick von Kunst und Wissenschaft auf die Welt und wie sich die unterschiedlichen Sichtweisen gegenseitig befruchten können. mehr
Die entscheidende Rolle von Magnetfeldern bei der Entstehung von massereichen Sternen mehr
Erste Serie von Flügen mit dem deutschen Empfänger GREAT mehr
Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Wissenschaftlern des Sonderforschungsbereichs 956 „Bedingungen und Auswirkungen der Sternentstehung“ an der Universität zu Köln hat Beobachtungsdaten vom GREAT-Empfänger an Bord des Flugzeug-Observatoriums SOFIA sowie vom APEX-Teleskop in Chile dazu verwendet, das Alter eines Sternentstehungsgebiets in einer interstellaren Wolke genau zu bestimmen. Im Zentrum der Wolke entsteht eine Gruppe von sonnenähnlichen Sternen. Das Resultat, zu dem auch Wissenschaftler von der Universität Helsinki sowie der beiden Max-Planck-Institute für Radioastronomie (Bonn) und für extraterrestrische Physik (Garching) beigetragen haben, wird in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Nature“ veröffentlicht. mehr
Entdeckung von iso-Propylcyanid mit ALMA, dem “Atacama Large Millimeter/submillimeter Array“ mehr
4,7 Terahertz-Spektroskopie mit dem Flugzeugobservatorium SOFIA mehr
APEX, das “Atacama Pathfinder Experiment”, ist ein Radioteleskop von 12 m Durchmesser an einem sehr außergewöhnlichen Standort. Die Chajnantor-Ebene liegt auf einer Höhe von mehr als 5000 m über dem Meeresspiegel in der chilenischen Atacama-Wüste. Mit diesem Teleskop wurde der gesamte innere Bereich der Ebene unserer Milchstraße kartiert, wobei das aufgenommene Feld von den südlichen Sternbildern Segel (Vela) und Schiffskiel (Carina) bis zur Zweiteilung der Milchstraße in den weiter nördlich gelegenen Sternbildern Adler (Aquila) und Schwan (Cygnus) reicht. mehr
Vom 13. bis 15. Mai trifft sich am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn eine Gruppe von circa 50 Wissenschaftlern, um ihre neuesten Ergebnisse zur Herkunft unseres Sonnensystems zu präsentieren. Das Besondere daran ist, dass Forscher aus den unterschiedlichsten Fachgebieten an dem Workshop teilnehmen. So werden Meteoritenforscher mit Wissenschaftlern zusammentreffen, die sich mit der langfristigen Dynamik von Planetensystemen beschäftigen. Die Synergien wollen sie nutzen, um neue Erkenntnisse zur Herkunft auch unseres Planeten zu gewinnen. mehr

SOFIA fliegt nach Süden

18. Juli 2013
SOFIA, das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der NASA gemeinsam betriebene "Stratosphären - Observatorium für Infrarot- Astronomie", fliegt erstmals in der südlichen Hemisphäre: Ziel der dreiwöchigen Stationierung am Flughafen Christchurch in Neuseeland ist die Untersuchung von Himmelskörpern, die nahezu ausschließlich von Flugrouten südlich des Äquators zu beobachten sind. mehr
Bildveröffentlichung Nr. 1321 der Europäischen Südsternwarte (ESO). Dieses eindrucksvolle neue Bild kosmischer Wolken im Sternbild Orion offenbart etwas, das wie ein feuriges Band am Himmel aussieht. Das orangene Glimmen stellt ein schwaches Leuchten dar, das von kaltem interstellarem Staub stammt und dessen Wellenlänge zu groß ist, um für das menschliche Auge sichtbar zu sein. Das Bild wurde am Atacama Pathfinder Experiment (APEX) in Chile mit der am MPIfR gebauten LABOCA-Kamera beobachtet. APEX ist ein Gemeinschaftsprojekt des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR), des Weltraumobservatoriums Onsala (Onsala Space Observatory OSO) und der ESO, die das Teleskop betreibt. mehr
Nach gut 3,5 Jahren ist das flüssige Helium als Kühlmittel an Bord des europäischen Weltraum-Observatoriums Herschel endgültig aufgebraucht. Das bedeutet, dass der Moleküljäger HIFI, eines der drei Instrumente von Herschel, keine weiteren Spektren von Himmelsobjekten mehr aufnehmen kann. Aber die wissenschaftliche Ausbeute ist sehr beeindruckend. Durch HIFI konnten die Forscher den kosmischen Lebenszyklus des Gases, das zur Bildung von Sternen und von Planeten führt, wesentlich besser verstehen, sowie auch die Rolle der (Wasser-) Moleküle in diesem Zyklus. mehr
Einem internationalen Team unter Leitung von Forschern des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie und der Universität zu Köln ist es gelungen, zwei Titanoxid-Moleküle in der ausgedehnten Atmosphäre um einen gewaltigen Stern zu identifizieren. Das Objekt VY Canis Majoris ist einer der größten Sterne überhaupt und steht am Ende seines Lebenszyklus. Die Entdeckung gelang mit Radioteleskop-Netzwerken in den USA und in Frankreich. mehr
Die Astronomen haben ein neues Fenster ins All: Die Teleskopanlage ALMA, die jetzt offiziell in Betrieb ging. Dieses Atacama Large Millimeter/submillimeter Array steht auf der chilenischen Hochebene von Chajnantor und wird in der letzten Ausbaustufe Ende des Jahres insgesamt 66 Antennen umfassen. Astronomen des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie arbeiten bereits mit diesem mächtigen Instrument. Und sie hatten großen Anteil an Entwicklung und Bau eines Prototyps. mehr
Die höchsten Geburtsraten unter den Sternen lassen sich um mindestens eine Milliarde Jahre früher verzeichnen als bisher angenommen. Das haben Beobachtungen mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) ergeben, das am 13. März offiziell eröffnet wurde. Die Ergebnisse sind soeben in einer Reihe von drei Fachartikeln erschienen, die unter anderem über den Nachweis von Wasser in der bis jetzt größten bekannten Entfernung berichten. Erstautor einer der Veröffentlichungen ist Axel Weiß vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie. mehr
Das Massenverhältnis von Protonen zu Elektronen gilt als Naturkonstante. Und dies zurecht, wie neueste radioastronomische Beobachtungen einer fernen Galaxie gezeigt haben. Mit dem 100-Meter-Radioteleskop in Effelsberg haben Wissenschaftler der VU-Universität Amsterdam und des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie in Bonn Absorptionslinien des Moleküls Methanol bei einer Reihe von charakteristischen Frequenzen gemessen. mehr
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