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Dr. Silke Britzen
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Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn

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Existieren Schwarze Löcher wirklich?

641. WE-Heraeus-Seminar, Bad Honnef, 24. - 28. April 2017

19. April 2017

Silke Britzen, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn zusammen mit Claus Lämmerzahl und Manfred Stoeckler vom Institut für Philosophie, beide Universität Bremen, organisieren eine interdisziplinäre internationale Konferenz rund um das Thema Schwarze Löcher.
<p>Akkretionsscheibe eines Schwarzen Lochs in Anlehnung an die Darstellung in dem Kinofilm „Interstellar“. Die Abbildung ist der Veröffentlichung von Oliver James et al. „Gravitational lensing by spinning black holes in astrophysics, and in the movie Interstellar“ in der Fachzeitschrift „Class. Quantum Grav.” (Fig. 16) entnommen.</p> Bild vergrößern

Akkretionsscheibe eines Schwarzen Lochs in Anlehnung an die Darstellung in dem Kinofilm „Interstellar“. Die Abbildung ist der Veröffentlichung von Oliver James et al. „Gravitational lensing by spinning black holes in astrophysics, and in the movie Interstellar“ in der Fachzeitschrift „Class. Quantum Grav.” (Fig. 16) entnommen.

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Schwarze Löcher sind eine der wichtigsten Vorhersagen der Einstein’schen Allgemeinen Relativitätstheorie, die noch nicht direkt nachgewiesen sind. Auch wenn sie nicht beobachtbar sind, so verraten Schwarze Löcher doch ihre Existenz indirekt auf vielfältige Art und Weise durch Beeinflussung ihrer Umgebung. Im Rahmen der Konferenz „Do Black Holes Exist? - The Physics and Philosophy of Black Holes“ werden Professor Claus Lämmerzahl vom Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) und Professor Manfred Stöckler vom Institut für Philosophie (beide Universität Bremen) gemeinsam mit PD Dr. Silke Britzen vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie vom 24. bis 28. April 2017 mit den über 100 Teilnehmenden aus über 20 Ländern über diese und weitere Phänomene rund um Schwarze Löcher diskutieren.

Die Erforschung Schwarzer Löcher erfuhr in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit, als mit der Entdeckung von Gravitationswellen ein weiteres Indiz für deren Existenz gefunden wurde. Auch die Beobachtung der Sterne um das Sternbild Sagittarius A*, einen Bereich des Sternbilds Schütze, lässt auf die Auswirkungen eines Schwarzen Loches schließen. Darüber hinaus erhofft sich die Wissenschaft in Kürze weitere Erkenntnisse durch Beobachtungen mit dem Event Horizon Telescope. Dennoch bleibt die Frage offen, wie diese Beobachtungen zu interpretieren sind und wie die Forschung mit der Tatsache umgeht, dass Schwarze Löcher nicht direkt beobachtet werden können. Anlässlich der Konferenz in Bad Honnef werden Fachleute aus Astronomie, Physik und auch der Mathematik dieser Fragestellung nachgehen. Schließlich kommt auch die Philosophie zu Wort, die sich mit der Rechtfertigung von Existenzannahmen, dem Begriff der Existenz im Allgemeinen und auch mit der Interpretation von astronomischen Beobachtungen auseinandersetzt.

Es wird eine sehr intensive interdisziplinäre Diskussion zwischen den Rednerinnen und Rednern sowie den Teilnehmenden erwartet. Die große Teilnehmerzahl insgesamt und die hohe Beteiligung an der hochkarätig besetzten Konferenz zeigen eindrücklich, welchen Stellenwert das Thema Schwarze Löcher weltweit hat.

Diese Tagung wird von der Wilhelm und Else Heraeus Stiftung unterstützt.

<p>Das Physikzentrum der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) in Bad Honnef.</p> Bild vergrößern

Das Physikzentrum der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) in Bad Honnef.

 
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