Kontakt

Prof. Dr. J. Anton Zensus
(Honorarprofessor)

Direktor und Leiter der Forschungsabteilung
"Radioastronomie/VLBI"

Tel.: +49 228 525-298 (Sekretariat)

https://antonzensus.mpifr-bonn.mpg.de

Radioastronomie / VLBI

Radioastronomie / VLBI

Typ Ia Supernovae stammen aus der Explosion von weissen Zwerge gekoppelt mit Zwillingsternen

20. August 2014

Studie verwirft die Möglichkeit, dass Ia Supernovae von Explosionen von aus normalen Sternen ernährten weißen Zwergen.  Sollte diese Studie verallgemeinert werden, könnten die Typ Ia Supernovae nicht mehr als "Standardkerzen", um astronomische Entfernungen messen zu dienen. Diese Arbeit, die mit der Europäischen VLBI-Netzwerk und die 100-m-Radioteleskop Effelsberg, wurde in Zusammenarbeit mit dem MPIfR VLBI-Abteilung gemacht.[more]

Von Schwarzen Löchern ist bekannt, dass sie ihre Umgebung durch ihre extrem hohe Schwerkraftwirkung dominieren. Im direkten Umfeld von Schwarzen Löchern wirken auch andere Kräfte, von denen man jedoch bisher annahm, dass sie im Vergleich zur Gravitation schwächer ausfallen. Dazu gehören Kräfte, die vom Druck des einfallenden heißen Gases verursacht werden, oder von Magnetfeldern. <br /><br />Ein Forscherteam vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) und dem amerikanischen Lawrence Berkeley National Laboratory (LBNL) hat überraschenderweise herausgefunden, dass die magnetischen Kräfte in der Umgebung von Schwarzen Löchern die gleiche Stärke erreichen können wie die Schwerkraft. Die Ergebnisse werden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht.

Starke Magnetfelder beeinflussen die Sogwirkung von Schwarzen Löchern

4. Juni 2014

Von Schwarzen Löchern ist bekannt, dass sie ihre Umgebung durch ihre extrem hohe Schwerkraftwirkung dominieren. Im direkten Umfeld von Schwarzen Löchern wirken auch andere Kräfte, von denen man jedoch bisher annahm, dass sie im Vergleich zur Gravitation schwächer ausfallen. Dazu gehören Kräfte, die vom Druck des einfallenden heißen Gases verursacht werden, oder von Magnetfeldern.

Ein Forscherteam vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) und dem amerikanischen Lawrence Berkeley National Laboratory (LBNL) hat überraschenderweise herausgefunden, dass die magnetischen Kräfte in der Umgebung von Schwarzen Löchern die gleiche Stärke erreichen können wie die Schwerkraft. Die Ergebnisse werden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht. [mehr]
Wo in den energiereichen Materiestrahlen ("Jets") von weit entfernten aktiven Galaxien – den größten und energiereichsten Objekten im Universum – werden die gewaltigen Ausbrüche hochenergetischer Gammastrahlung erzeugt? Ist es in unmittelbarer Nähe zu dem zentralen supermassereichen Schwarzen Loch und der umgebenden Materiescheibe (Akkretionsscheibe), durch die die aktiven Galaxien befeuert werden, oder doch in größerem Abstand von der "zentralen Maschine", also weiter außen im Jet? Neue Erkenntnisse zu dieser seit langem gestellten Frage wurden erst kürzlich durch eine intensive Multifrequenz-Beobachtungskampagne einer großen Stichprobe von aktiven Galaxien gewonnen. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Lars Fuhrmann vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie hat über mehrere Jahre hinweg koordinierte Radiobeobachtungen mit einigen der besten Radioteleskope der Welt zusammen mit Gammastrahlenbeobachtungen des Fermi-Weltraumsatellitenteleskops der NASA dazu verwendet, genau die Regionen zu untersuchen, in denen die hochenergetischen Strahlungsausbrüche stattfinden. Zum ersten Mal konnte ein Zusammenhang zwischen den Strahlungsausbrüchen im Gammastrahlenbereich und ihren Pendants in einer Reihe von Radiofrequenzen für eine große Zahl von Galaxien bestätigt werden. Die Messung von zeitlichen Verzögerungen zwischen diesen Ausbrüchen in den unterschiedlichen Wellenlängenbereichen ermöglichte schließlich deren Lokalisierung in unmittelbarer Nähe zu den supermassereichen Schwarzen Löchern im Zentrum der aktiven Galaxien. <br />Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" veröffentlicht.

Gewaltige Gammastrahlenausbrüche in der Nähe von massereichen Schwarzen Löchern

22. Mai 2014

Wo in den energiereichen Materiestrahlen ("Jets") von weit entfernten aktiven Galaxien – den größten und energiereichsten Objekten im Universum – werden die gewaltigen Ausbrüche hochenergetischer Gammastrahlung erzeugt? Ist es in unmittelbarer Nähe zu dem zentralen supermassereichen Schwarzen Loch und der umgebenden Materiescheibe (Akkretionsscheibe), durch die die aktiven Galaxien befeuert werden, oder doch in größerem Abstand von der "zentralen Maschine", also weiter außen im Jet? Neue Erkenntnisse zu dieser seit langem gestellten Frage wurden erst kürzlich durch eine intensive Multifrequenz-Beobachtungskampagne einer großen Stichprobe von aktiven Galaxien gewonnen. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Lars Fuhrmann vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie hat über mehrere Jahre hinweg koordinierte Radiobeobachtungen mit einigen der besten Radioteleskope der Welt zusammen mit Gammastrahlenbeobachtungen des Fermi-Weltraumsatellitenteleskops der NASA dazu verwendet, genau die Regionen zu untersuchen, in denen die hochenergetischen Strahlungsausbrüche stattfinden. Zum ersten Mal konnte ein Zusammenhang zwischen den Strahlungsausbrüchen im Gammastrahlenbereich und ihren Pendants in einer Reihe von Radiofrequenzen für eine große Zahl von Galaxien bestätigt werden. Die Messung von zeitlichen Verzögerungen zwischen diesen Ausbrüchen in den unterschiedlichen Wellenlängenbereichen ermöglichte schließlich deren Lokalisierung in unmittelbarer Nähe zu den supermassereichen Schwarzen Löchern im Zentrum der aktiven Galaxien.
Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" veröffentlicht. [mehr]
Zwei umeinander rotierende supermassereiche Schwarze Löcher in einer fernen Galaxie wurden von einem internationalen Forscherteam entdeckt, zu dem auch Stefanie Komossa vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie gehört. Es ist das erste Mal, dass ein solches Paar von Schwarzen Löchern in einer „normalen“ Galaxie ohne aktiven Galaxienkern nachgewiesen werden konnte. Sie wurden dadurch sichtbar, dass sie einen ganzen Stern gerade zu dem Zeitpunkt auseinandergerissen haben, als der europäische Röntgensatellit XMM-Newton genau in ihre Richtung geblickt hat. <br /><br />Die Ergebnisse werden online in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Astrophysical Journal“ vom 10. Mai veröffentlicht und sind bereits heute online im Preprint-Server Astrophysik erschienen. <br /> <br /><br />

Ein Tanz von Schwarzen Löchern

22. April 2014

Zwei umeinander rotierende supermassereiche Schwarze Löcher in einer fernen Galaxie wurden von einem internationalen Forscherteam entdeckt, zu dem auch Stefanie Komossa vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie gehört. Es ist das erste Mal, dass ein solches Paar von Schwarzen Löchern in einer „normalen“ Galaxie ohne aktiven Galaxienkern nachgewiesen werden konnte. Sie wurden dadurch sichtbar, dass sie einen ganzen Stern gerade zu dem Zeitpunkt auseinandergerissen haben, als der europäische Röntgensatellit XMM-Newton genau in ihre Richtung geblickt hat.

Die Ergebnisse werden online in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Astrophysical Journal“ vom 10. Mai veröffentlicht und sind bereits heute online im Preprint-Server Astrophysik erschienen.
 

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