Interferometrie im infraroten Spektralbereich eröffnet völlig neue Möglichkeiten bei der Erforschung der physikalischen Eigenschaften junger Sterne, von Sternen in späten Entwicklungsstadien, aktiven Galaxienkernen und anderen Objekten. Bilder mit spektakulären Auflösungen können seit wenigen Jahren durch das Zusammenschalten z.B. der Teleskope des Very Large Telescope Interferometers (VLTI) der Europäischen Südsternwarte gewonnen werden. Dieses Verfahren liefert Bilder mit einer Schärfe, die dem theoretischen Auflösungsvermögen eines Teleskops mit einem Spiegeldurchmesser von 200 m entspricht. Die Infrarot-Interferometrie im Spektralbereich von 1-2,4 und 7-13 Mikrometer liefert gleichzeitig sowohl eine sehr hohe Winkelauflösung von wenigen Milli-Bogensekunden als auch eine hohe spektrale Auflösung, weshalb man diese Methode auch als Spektro-Interferometrie bezeichnet.

Infrarot-Astronomie (Gerd Weigelt)

Interferometrie im infraroten Spektralbereich eröffnet völlig neue Möglichkeiten bei der Erforschung der physikalischen Eigenschaften junger Sterne, von Sternen in späten Entwicklungsstadien, aktiven Galaxienkernen und anderen Objekten. Bilder mit spektakulären Auflösungen können seit wenigen Jahren durch das Zusammenschalten z.B. der Teleskope des Very Large Telescope Interferometers (VLTI) der Europäischen Südsternwarte gewonnen werden. Dieses Verfahren liefert Bilder mit einer Schärfe, die dem theoretischen Auflösungsvermögen eines Teleskops mit einem Spiegeldurchmesser von 200 m entspricht. Die Infrarot-Interferometrie im Spektralbereich von 1-2,4 und 7-13 Mikrometer liefert gleichzeitig sowohl eine sehr hohe Winkelauflösung von wenigen Milli-Bogensekunden als auch eine hohe spektrale Auflösung, weshalb man diese Methode auch als Spektro-Interferometrie bezeichnet.
Sterne entstehen meistens nicht alleine sondern als Teil einer ganzen Gruppe, wobei die noch jungen Sterne von aus Gas und Staub bestehenden Scheiben umgeben sind. Aus diesem Scheibenmaterial kann unter günstigen Umständen innerhalb relative kurzer Zeit ein Planetensystem entstehen. In diesen jungen Sterngruppen sind die Sterne sehr dicht beieinander, so dass es häufig zu nahen Vorbeiflügen zwischen zwei Sternen kommt. Die gravitative Wechselwirkung kann dabei sowohl die Scheiben als auch das gerade entstandene Planetensystem stören. Computerprogramme werden entwickelt, die diese Situation simulieren. So ist es mit Hilfe von Grossrechnern möglich, zu untersuchen inwieweit die jungen Sterne sich in ihrer Entstehungsphase gegenseitig beeinflussen.

Minerva Forschungsgruppe "Star and planet formation in massive young clusters" (Susanne Pfalzner)

Sterne entstehen meistens nicht alleine sondern als Teil einer ganzen Gruppe, wobei die noch jungen Sterne von aus Gas und Staub bestehenden Scheiben umgeben sind. Aus diesem Scheibenmaterial kann unter günstigen Umständen innerhalb relative kurzer Zeit ein Planetensystem entstehen. In diesen jungen Sterngruppen sind die Sterne sehr dicht beieinander, so dass es häufig zu nahen Vorbeiflügen zwischen zwei Sternen kommt. Die gravitative Wechselwirkung kann dabei sowohl die Scheiben als auch das gerade entstandene Planetensystem stören. Computerprogramme werden entwickelt, die diese Situation simulieren. So ist es mit Hilfe von Grossrechnern möglich, zu untersuchen inwieweit die jungen Sterne sich in ihrer Entstehungsphase gegenseitig beeinflussen.
 
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