Radioteleskope der Welt
Astronomischer Themenvortrag am 25. Juli 2026 im Besucherpavillon am Radioteleskop Effelsberg
Am Samstag, 25. Juli 2026, finden der nächste Vortrag der Astronomiereihe des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR) im Besucherpavillon am Radioteleskop Effelsberg statt.
„Radioteleskope der Welt“ lautet der Titel des Vortrags von Norbert Junkes, in dem eine Vielzahl neuer und immer empfindlicherer Radioteleskope vorgestellt wird, die seit den ersten Radiobeobachtungen des Universums im Jahr 1932 in Betrieb genommen wurden. Von großen Einzelinstrumenten wie dem 100-m-Radioteleskop bei Bad Münstereifel-Effelsberg geht es bis zu Netzwerken aus Radioteleskopen, sogenannten Interferometern, die sich zu einem virtuellen Teleskop von der Größe der Erde zusammenschalten lassen. Das im Bau befindliche SKA-Observatorium mit Stationen in Westaustralien und im südlichen Afrika bildet als Technologie-Projekt in internationaler Zusammenarbeit den derzeitigen Höhepunkt in der Entwicklung von Radioteleskopen.
Bis zum Oktober 2026 werden noch drei weitere Vorträge im Besucherpavillon stattfinden, zu Themen wie Galaxien als Inseln im Weltall, supermassereichen Schwarzen Löchern in den Zentren von Galaxien und organischen Molekülen in der Milchstraße.
Das Max-Planck-Institut für Radioastronomie hatte in Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung/Touristinformation seit vielen Jahre lang eine öffentliche Vortragsreihe in Bad Münstereifel angeboten.
Seit 2024 finden die Veranstaltungen im Besucherpavillon am Radioteleskop Effelsberg (Max-Planck-Straße 10, 53902 Bad Münstereifel-Effelsberg) statt. Vom Besucherparkplatz aus führt ein knapp 10minütiger Fußweg bis zum Pavillon: entlang der Stationen des Effelsberger Planetenwanderwegs geht es vom Zwergplaneten Pluto auf dem Parkplatz bis zur Station „Sonne“ auf dem Vorplatz des Pavillons.
Die Vorträge finden zwischen April und Oktober jeweils an einem Samstag statt und beginnen um 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Bitte beachten Sie, dass elektronische Geräte, vor allem Mobiltelefone, in Reichweite des Teleskops komplett ausgeschaltet oder in Flugmodus gebracht werden sollten, da die ausgesandte Strahlung („Elektrosmog“) die Messungen mit dem Radioteleskop empfindlich beeinträchtigt.
Astronomische Vorträge 2026 im Besucherpavillon
Samstag, 18. April 2026: Josephine Benna, M.Sc., MPIfR Bonn: Radioastronomie – das Universum in langen Wellenlängen
Samstag, 30. Mai 2026: Dr. Jürgen Wirth, Volkssternwarte Bonn: Nicht nur Planeten im Sonnensystem
Samstag, 13 Juni 2026: Priv.-Doz. Dr. Jürgen Kerp, AIfA Bonn: Die Struktur der Milchstraße
Samstag, 27. Juni 2026: Dr. Olaf Wucknitz, MPIfR Bonn: LOFAR – ein europaweites Radioteleskop für Beobachtungen im Megahertz-Bereich
Samstag, 25. Juli 2026: Dr. Norbert Junkes, MPIfR Bonn: Radioteleskope der Welt
Samstag, 22. August 2026: Dr. Rainer Beck, MPIfR Bonn: Galaxien – einsame Inseln im Weltall
Samstag, 26. September 2026: Priv.-Doz. Dr. Silke Britzen, MPIfR Bonn: Supermassereiche Schwarze Löcher im Doppelpack
Samstag, 10. Oktober 2026: Dr. Arnaud Belloche, MPIfR Bonn: Organische Moleküle in der Milchstraße
https://www.mpifr-bonn.mpg.de/vortraege/bm2026
Radioteleskope der Welt
Fünfter astronomischer Vortrag am Samstag, 25. Juli 2026, 17:00 Uhr
Dr. Norbert Junkes, MPIfR Bonn
Seit knapp 100 Jahren beobachten wir das Universum im Radiowellenbereich. Das Instrument, mit dem Karl Jansky im Jahr 1932 erstmals Radiostrahlung kosmischen Ursprungs nachweisen konnte, stellt das erste Radioteleskop überhaupt dar.
Seitdem ist eine Vielzahl neuer und immer empfindlicherer Radioteleskope in Betrieb genommen worden. Von großen Einzelinstrumenten wie dem 100-m-Radioteleskop bei Bad Münstereifel-Effelsberg bis hin zu Netzwerken aus Radioteleskopen, sogenannten Interferometern, die sich zu einem virtuellen Teleskop von der Größe der Erde zusammenschalten lassen. Die Leistungsfähigkeit steigt noch einmal erheblich, wenn sich Antennen im Weltraum mit den erdgebundenen Netzwerken verbinden lassen.
Das im Bau befindliche SKA-Observatorium mit Stationen in Westaustralien und im südlichen Afrika bildet als Technologie-Projekt in internationaler Zusammenarbeit den derzeitigen Höhepunkt in der Entwicklung von Radioteleskopen.
Biographische Angaben:
Dr. Norbert Junkes hat von 1979 bis 1986 an der Universität Bonn Physik und Astronomie studiert (Diplomarbeit 1986), und dann 1989 am Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) im Fach Astronomie zum Thema "Supernova-Überreste und ihre Wechselwirkung mit dem interstellaren Medium" promoviert. Nach wissenschaftlicher Tätigkeit in Australien (Australia Telescope National Facility, ATNF, Sydney), in Kiel (Institut für Theoretische Physik und Astrophysik) und in Potsdam (Astrophysikalisches Institut Potsdam, AIP) arbeitete er von Februar 1998 bis Dezember 2025 am MPIfR im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Seit Januar 2026 im Ruhestand, ist er nach wie vor in Outreach-Projekten aktiv. Norbert Junkes war von September 2008 bis September 2014 Vorstandsmitglied der Astronomischen Gesellschaft.
