Was ist Radioastronomie?
Wer schon einmal ein Radioteleskop - zum Beispiel das in Effelsberg - gesehen hat, erkennt schnell die Unterschiede zu sogenannten optischen Teleskopen, die viele beispielsweise aus Sternwarten kennen. Auch die Art und Weise, wie Radioastronomen und Radioastronominnen Objekte beobachten, unterscheidet sich von Beobachtungen mit einem optischen Teleskop.
Wir sind umgeben von elektromagnetischen Wellen, die ganz unterschiedliche Wellenlängen haben. Das für uns sichtbare Licht macht dabei nur einen sehr kleinen Teil dieses gesamten elektromagnetischen Spektrums aus. Im Bereich größerer Wellenlängen grenzt die Infrarotstrahlung an das sichtbare Licht, im kleineren Wellenbereich ist es das Ultraviolett. Radiowellen haben die größte Wellenlänge: Sie kann zwischen nicht ganz einem Millimeter und mehr als einem Kilometer liegen.
In der Radioastronomie empfangen Radioteleskope die von astronomischen Objekten ausgesendeten Radiowellen, die anschließend mit Empfängersystemen und Computern dekodiert werden. Auf diese Weise können Radioastronomen und Radioastronominnen Objekte sichtbar machen, die bei einer Beobachtung im Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts verborgen blieben - wie zum Beispiel das schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße.
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