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Das
100-m-Radioteleskop
des Max-Planck-Instituts
für Radioastronomie legt in einem Bachtal unmittelbar an der
Grenze der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
Vom Besucherparkplatz zwischen den Eifeldörfern Effelsberg und
Lethert, die beide zur Ortsgemeinde Bad Münstereifel gehören,
sind es ungefähr 15 Minuten Fußweg bis zum
Informationspavillon
des Radioteleskops.
Milchstraßenweg: Tafel "Zentrum der
Milchstraße" (hinter dem Besucherpavillon).
Ein neuer Wanderweg, der
Milchstraßenweg,
führt von Süden aus
zum Radioteleskop Effelsberg.
Er beginnt in Burgsahr, einem Ortsteil der Gemeinde Kirchsahr,
und endet direkt am Besucherpavillon des Radioteleskops.
Man macht quasi eine faszinierende
Reise durch die Milchstraße, bei der man obendrein bei
einer netten Wanderung noch etwas für seine Fitness tun kann.
Der Milchstraßenweg ist eine
Kooperation zwischen
Max-Planck-Institut
für Radioastronomie
und
Freundeskreis
Sahrbachtal.
Er ist gekennzeichnet durch ein rotes Teleskopsymbol auf weißem Grund:
Hinweisschild "Milchstraßenweg"
Im folgenden dazu einige Informationen, die auch auf den
Schautafeln des
Milchstraßenwegs enthalten sind:
Der Milchstraßenweg zeigt die
Entfernungen verschiedener Himmelskörper im Maßstab 1: 1017 (1 : 100 Billiarden),
das sind 10000 Lichtjahre pro Kilometer. In diesem Maßstab hat die Milchstraße einen
Durchmesser von 10 km; der Abstand zwischen der Erde und dem
Zentrum der Milchstraße in 25000 Lichtjahren Entfernung beträgt 2,5 km.
Auf allen Tafeln zeigt ein 12.5 cm großes Bild der Milchstraße
(Maßstab 1: 8 x 1021
oder 1 : 8 Trilliarden) die Position des Himmelskörpers und der Sonne innerhalb unserer
Galaxis an.
Über 4 km sind es insgesamt 18 Informationstafeln.
h und Chi Persei
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h und Chi Persei
(auch NGC 869 und 884) bilden einen schönen Doppelsternhaufen
im Sternbild Perseus, der bei guten Bedingungen bereits mit bloßem Auge sichtbar ist und
mit Hilfe des Fernglases einen phantastischen Anblick bietet. Vom Start aus haben wir jetzt 7000
Lichtjahre (700 m) zurückgelegt; es bleiben noch 8000 Lichtjahre (800 m) bis der Erde.
.
Bild:
N.A.Sharp/NOAO/AURA/NSF
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Erde
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Nach 15000 Lichtjahren (1,5 km) haben wir jetzt die
Erde
erreicht. Auf dem Planetenwanderweg
im Maßstab 1 : 7,7 Milliarden sind es 766 m von der Sonne bis zum Pluto. Im Maßstab des
Milchstraßenwegs wären das nur noch 60 Nanometer (6 x 10-8 m), das ist gerade mal die Größe
eines Virus! Von hier aus sind es noch 25000 Lichtjahre (2,5 km) bis zum Zentrum der
Milchstraße
Bild: R. Stockli,A. Nelson,F. Haler,NASA/GSFC/NOAA/USGS
(APOD
26.04.2005) |
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Alpha Centauri
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Alpha Centauri
steht in unmittelbarer Nachbarschaft. Es ist ein
Dreifachstern, wobei der Zwergstern Proxima Centauri den nächsten Nachbarstern der Sonne
darstellt. Leider steht er soweit südlich am Himmel, dass er von Mitteleuropa aus nie
sichtbar wird. Von der Erde aus haben wir 4,3 Lichtjahre (43 cm) zurückgelegt; es bleiben
immer noch 25000 Lichtjahre (2,5 km) bis zum Zentrum der Milchstraße.
Der Pfeil zeigt die Position von Proxima Centauri, dem kleinen Zwergstern, der der Sonne am
nächsten steht.
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Antares
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Der Stern
Antares
im Sternbild Skorpion
ist, ebenso wie Beteigeuze im Orion, ein roter Überriese in einer späten Phase seiner
Entwicklung. Er ist sogar 700mal so groß wie unsere Sonne; in diesem Stern hätte unser
Planetensystem bis zur Bahn des Jupiter komplett Platz! Von der Erde aus haben wir jetzt
520 Lichtjahre (52 m) zurückgelegt; es bleiben noch 24480 Lichtjahre (2,45 km) bis zum
Zentrum der Milchstraße.
Bild:
David Malin, Anglo-Australian Observatory
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Hantelnebel
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Der
Hantelnebel
(M27) ist ein Planetarischer Nebel im Sternbild
Vulpecula (Füchschen). Der Name hat nichts mit Planeten zu tun; es handelt sich um einen
sehr alten Stern („Weißer Zwerg“), der seine äußere Hülle abgestoßen hat, die nun als
leuchtender Nebel erscheint und bereits im Fernglas sichtbar wird. Von der Erde aus haben
wir jetzt 980 Lichtjahre (98 m) zurückgelegt; es bleiben noch 24020 Lichtjahre (2,4 km) bis zum Zentrum der Milchstraße
Bild: Joe & Gail Metcalf,Adam Block,NOAO,AURA,NSF (APOD:03.06.2005) |
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Adlernebel
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Der
Adlernebel
(M16) ist ein Sternentstehungsgebiet im Sternbild
Serpens (Schlange), der durch eine Aufnahme mit dem Hubble-Teleskop berühmt geworden ist.
Sie zeigt dunkle wie Türme aufragende Staubwolken, an deren Spitzen sich neue Sterne bilden. Von der Erde aus haben wir jetzt 7000 Lichtjahre (700 m) zurückgelegt; es bleiben noch 18000 Lichtjahre (1,8 km) bis zum Zentrum der Milchstraße.
Bild: J. Hester, P. Scowen (ASU),HST,NASA (APOD:24.04.2005) |
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M22
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M22
im Sternbild Sagittarius (Schütze) ist der hellste von
Mitteleuropa aus sichtbare Kugelsternhaufen und besteht aus über einer Million von
Einzelsternen. Er ist bereits mit bloßem Auge sichtbar, im Sommer knapp über dem Horizont
in Richtung Süden. Von der Erde aus haben wir jetzt 10000 Lichtjahre (1 km) zurückgelegt;
es bleiben noch 15000 Lichtjahre (1,5 km) bis zum Zentrum der Milchstraße.
Bild: Atlas Image courtesy of 2MASS/UMass/IPAC-Caltech/NASA/NSF. |
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SN1604
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SN1604
ist der Überrest der von Johannes Kepler im Jahr 1604 im
Sternbild Ophiuchus (Schlangenträger) beobachteten Supernova, die damals so hell wie der
Planet Jupiter am Himmel sichtbar wurde. Heute findet man dort nur schwache Nebelfetzen,
#aber auch starke Radiostrahlung zur Untersuchung mit dem 100-m-Teleskop. Von der Erde aus
haben wir jetzt 15000 Lichtjahre (1,5 km) zurückgelegt; es bleiben noch 10000 Lichtjahre
(1 km) bis zum Zentrum der Milchstraße.
Bild: R. Sankrit, W. Blair (JHU),ESA,NASA (APOD:08.10.2004) |
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Zentrum der Milchstraße
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Mit dem
Zentrum der Milchstraße
haben wir nach 25000 Lichtjahren oder
2,5 km von der Erde das Ziel unserer Reise erreicht. Hier findet man nicht nur eine
Vielzahl dicht zusammenstehender Sterne, sondern auch ein Schwarzes Loch mit
dreimillionenfacher Sonnenmasse. Die Andromeda-Galaxie (M31), das nächste große
Nachbarsternsystem, ist 2,5 Millionen Lichtjahre (250 km) von hier entfernt.
Bild:
Daniel Wang, Univ. Mass.,
CXC (APOD 10.08.06)
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Bildnachweis:
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IC 410
, Krabbennebel
, Beteigeuze
, S147
, Sirius
, Erde
,
Alpha Centauri
, Hantelnebel
, Adlernebel
, SN1604
und
Zentrum der Milchstraße
sind dem Archiv des
Astronomy Picture Of The Day (APOD) der NASA entnommen.
- Die Aufnahme der Plejaden stammt von einer
Projektseite für das Hubble-Teleskop,
Wega zeigt eine Infrarotaufnahme vom
Weltraumteleskop Spitzer, und
M22 eine Infrarotaufnahme vom 2MASS Katalog.
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Das Bild von
Alpha Centauri stammt von der Europäischen Südsternwarte (ESO).
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Antares und
Orionnebel wurden von
David Malin am
Anglo-Australian Observatory aufgenommen.
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Die Bilder von der Sternentstehungsregion
W43
und von der
Andromeda-Galaxie
stammen vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR).
Diese Web-Seite wurde erstellt von Svenja Gehrke,
Sankt-Adelheid-Gymnasium, Bonn-Beuel.
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