Literatur

Einige der hier genannten Bücher sind im normalen Buchhandel bereits vergriffen, aber ggf. noch im Versandbuchhandel oder im Modernen Antiquariat erhältlich.

  1. John D. Barrow, Frank J. Tipler, John A. Wheeler: The Anthropic Cosmological Principle, Oxford Paperbacks 1988.
  2. Untersuchung von Fragen zur Natur des Universums im Zusammenhang mit dem Leben auf der Erde. Mit dem "Anthropischen Prinzip" werden verschiedene wissenschaftliche Fachrichtungen gestreift, das Buch enthält Kapitel über Definitionen des Lebens und die Suche nach extraterrestrischer Intelligenz.

  3. Reinhard Breuer: Kontakt mit den Sternen. Leben auf fremden Planeten?, Umschau Verlag, Frankfurt 1978 (Ullstein TB, Frankfurt 1981).
  4. Frühes Sachbuch vom gegenwärtigen Chefredakteur der Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" (s.u.). 18 Jahre nach dem ersten SETI-Projekt (OZMA, Frank Drake und andere) geschrieben, zeigt es großen Optimismus bzgl. der Fortentwicklung derartiger Projekte (Seite 212: Projekt CYCLOPS mit insgesamt 100 Radioteleskopen von je 100m Durchmesser).

  5. Heather Couper, Nigel Henbest: Sind wir allein im All? Auf der Suche nach außerirdischem Leben, Tessloff Verlag, Nürnberg 1998.
  6. Aus dem Tessloff-Verlag ("Was ist Was"-Kinderbuch-Reihe). Richtet sich an Jugendliche ab ca. 12 Jahre und enthält eine Fülle von Abbildungen zu Bereichen von Science Fiction bis zu außerirdischen Besuchern, von möglichem Leben auf Planeten des Sonnensystems bis zu extrasolaren Planeten. Besonders interessant das "Kosmische Ratespiel" zur Häufigkeit von Leben im Universum auf der Basis der bekannten "Drake-Formel" (Ausklapp-Seiten 20-23).

  7. Steven J. Dick: Life on Other Worlds. The twentieth-Century Extraterrestrial Life Debate and the Limits of Science. Cambridge University Press, Paperback 2000 (trotz englischer Sprache hier als Standardwerk aufgeführt!).
  8. Umfassendes Buch zur möglichen Existenz von außerirdischem Leben. Die einzelnen Kapitel gehen von historischen Überlegungen und der Untersuchung von Lebensbedingungen in unserem Sonnensystem über extrasolare Planeten bis zur Suche nach außerirdischen intelligenten Lebensformen.

  9. Dougal Dixon: Geschöpfe der Zukunft. Die Tierwelt in 50 Millionen Jahren, Heel Verlag, Königswinter 1999.
  10. Faszinierendes Buch zur möglichen Fortentwicklung des Lebens auf der Erde nach dem Aussterben des Menschen. Einführung in Grundprinzipien der Evolution vom Ursprung des Lebens bis zum Zeitalter des Menschen, Darstellung des möglichen Aussehens der Erdoberfläche (Kontinentalverschiebung!) 50 Millionen Jahre danach und Darstellung des zu dieser Zeit möglichen Tierlebens auf der Erde in phantastischen Bildern!

  11. Frank Drake, Dava Sobel: Signale von anderen Welten. Mit dem NASA-SETI-Projekt auf der Suche nach fremden Intelligenzen, Bechtermünz Verlag, Augsburg 1998.
  12. Autobiographisch angehauchtes Werk vom "Vater" der SETI-Forschung, auf den das allererste Suchprogramm dieser Art, OZMA, zurückgeht. Beschreibung der historischen Entwicklung und Zusammenstellung verschiedener Suchprogramme aus den vergangenen Jahrzehnten im Anhang.

  13. Christian de Duve: Aus Staub geboren. Leben als kosmische Zwangsläufigkeit, Spektrum Verlag, Heidelberg 1995 (Rowohlt TB, Hamburg 1997).
  14. Vom Nobelpreisträger für Medizin und Physiologie des Jahres 1974. Unterteilung der Entwicklung des Lebens in sechs verschiedene Epochen, vom Zeitalter der Chemie über Information, Protozelle, Einzeller, Vielzeller bis hin zum Zeitalter des Geistes. Im letzten Abschnitt Spekulation über die mögliche Fortentwicklung (Zukunft des Lebens auf der Erde).

  15. Heinrich K. Erben: Intelligenzen im Kosmos? Ullstein TB, Frankfurt 1986.
  16. Untersuchung der Voraussetzungen für die Entstehung von Leben vom Standpunkt der Evolutionsbiologie aus. Bewusst als Gegenposition zu allzu optimistischen "Alienforschern" geschrieben, mit dem eher pessimistischen Ergebnis, dass die Chancen für das "Entstehen intelligenzbegabter Wesen und einer technischen Zivilisation ... als so gering eingeschätzt werden, dass ihre statistische Wahrscheinlichkeit mit Null so gut wie zusammenfällt" (S. 255).

  17. Donald Goldsmith: Die Jagd nach dem Leben auf dem Mars. Fakten – Hintergründe – Perspektiven. Heyne TB, München 1998.
  18. Stephen Jay Gould: Illusion Fortschritt. Die vielfältigen Wege der Evolution, Fischer Verlag, Frankfurt 1998 (Fischer TB, Frankfurt 1999).
  19. Betrachtungen zur Evolution von einem amerikanischen Forscher: Gould ist Professor für Zoologie und Geologie an der Harvard-Universität. Allgemeinverständliche Darstellung anhand von Beispielen aus dem Alltagsleben, dem Sport und der Lebensgeschichte des Autors. Amüsant zu lesen, aber durch das fortdauernde Zurückgreifen auf Baseball etwas sehr amerikanisch. Wichtiger Punkt: Evolution ist nicht unbedingt gleichzusetzen mit der Zunahme von Komplexität.

  20. John Gribbin, Martin Rees: Ein Universum nach Maß. Bedingungen unserer Existenz, Birkhäuser Verlag, Basel 1991 (Insel TB, Frankfurt 1994).
  21. Untersuchung der Bedingungen unserer Existenz auf kosmischer Skala. Das Buch enthält drei größere Abschnitte: "Zufälle im Weltall" (Wie außergewöhnlich ist unsere Welt?), "Der Stoff, aus dem die Welt besteht" (vom Teilchenzoo über kosmische Strings bis zur Entstehung und Entwicklung von Galaxien) und "Ein Universum nach Maß" (ist es dem Menschen auf den Leib geschneidert?). Vor allem im letzten Kapitel kommen also auch anthropische Fragestellungen vor (vgl. Barrow et al., s.o.).

  22. Jean Heidmann: Bioastronomie. Über irdisches Leben und außerirdische Intelligenz, Springer Verlag, Berlin 1994.
  23. Michio Kaku: Zukunftsvisionen. Wie Wissenschaft und Technik des 21. Jahrhunderts unser Leben revolutionieren, Lichtenberg Verlag, München 1997 (Knaur TB, München 2000).
  24. Ein Mittelweg zwischen Science Fiction und der Vorausschau auf mögliche Entwicklungen in der Wissenschaft des 21. Jahrhunderts. Die einzelnen Kapitel decken einen breiten Bereich ab, zwischen dem Fortschritt bei Computern (Kap. 2: "Die Computerrevolution"), den auch im Moment sehr aktuellen Entwicklungen in Biologie und Genetik ("Die biomolekulare Revolution") und schließlich ein recht spekulatives Kapitel über physikalisch-technische Entwicklungen ("Die Quantenrevolution"), das in Teilabschnitten ("Der Griff nach den Sternen"; "Herren über Raum und Zeit") doch sehr nach Science Fiction klingt.

  25. Rudolf Kippenhahn: 100 Milliarden Sonnen. Geburt, Leben und Tod der Sterne, Piper Verlag, München 1984 (Piper TB, München 1989).
  26. Allgemeinverständlicher Klassiker über Lebenswege und Entwicklung der Sterne, über ihre Energieerzeugung durch Kernfusion, Sternentstehung aus kollabierenden Molekülwolken und verschiedene Endstadien der Sternentwicklung. Kapitel 13 ("Planeten und ihre Bewohner") berichtet über das Problem der Planetenentstehung auf dem Computer, enthält aber auch Abschnitte über SETI-Projekte (OZMA und die Arecibo-Botschaft) und eine Schlussbetrachtung über die Lebensdauer von Zivilisationen.

  27. Lawrence M. Krauss: Die Physik von Star Trek, Heyne Verlag, München 1997.
  28. Nicht nur für die Fans von "Star Trek"! Lawrence Krauss ist Professor für Physik und Astronomie, der den wissenschaftlichen Hintergrund von verschiedenen Aspekten untersucht, die in der bekannten Science-Fiction-Serie thematisiert werden. Die Skala reicht von Trägheitsabsorbern und Traktorstrahlen über Warpgeschwindigkeit und Zeitreisen bis hin zu multiplen Dimensionen und den Möglichkeiten extraterrestrischen Lebens. Und sozusagen nebenbei lernt man eine ganze Menge über Physik.

  29. Markus Pössel: Phantastische Wissenschaft. Über Erich von Däniken und Johannes von Buttlar, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2000.
  30. Eine kritische Untersuchung der sensationellen Behauptungen, die in den Büchern der beiden Autoren aufgestellt werden. Das Buch ist eine gute, wenn nicht notwendige Begleitlektüre, um Behauptungen zu Themen wie "Sirius-Rätsel" bzw. "Evolution und Kreationismus" (Erich von Däniken) und "Verschollen im Bermuda-Dreieck" bzw. "Ufos und Augenzeugen" (Johannes von Buttlar) ins rechte Licht zu rücken. Darüber hinaus in den Worten des Autors: "...stellte sich regelmäßig heraus, dass die ‚orthodoxe’ Wissenschaft sich als viel faszinierender erwies als die ursprüngliche sensationelle Behauptung, die ich untersuchte."

  31. Carl Sagan: Blauer Punkt im All. Unsere Zukunft im Kosmos, Knaur Verlag, München 1996.
  32. Carl Sagan: Contact, Knaur TB, München 1988 (Orbit Verlag, 1997.
  33. Science-Fiction-Roman von Carl Sagan über die Kontaktaufnahme mit Außerirdischen. Der phantastische Gehalt des Romans ist eingebettet in eine, zumindest im ersten Teil, sehr realistische Darstellung, wie Wissenschaft abläuft und mit welchen Problemen sich die Wissenschaftler bei ihrer Arbeit herumschlagen. Die Darstellung des SETI-Projekts im Roman (und auch in dem danach gedrehten Kino-Spielfilm gleichen Titels, s.u.), verläuft sehr nahe an der Wirklichkeit, nur mit dem Unterschied, dass das angestrebte Ziel, nämlich die Kontaktaufnahme mit Außerirdischen, in der Realität noch nicht geklappt hat ...

  34. Carl Sagan, Ann Druyan: Schöpfung auf Raten, Neue Erkenntnisse zur Entwicklungsgeschichte des Menschen, Knaur Verlag, München 1993 (Knaur TB, München 1995).
  35. Evolutionsgeschichte des Menschen, die unter Zuhilfenahme von Ergebnissen aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen den fließenden Übergang in der Entwicklung des Lebens auf der Erde bis hin zum Menschen beleuchtet. Eine provokante Aussage ist, dass der Mensch bis auf den heutigen Tag von instinktiven, tierischen Verhaltensmustern beeinflusst wird. Das Thema wird detailliert und mit vielen Anmerkungen in 21 Kapiteln behandelt.

  36. Carl Sagan und andere: Signale der Erde, Knaur Verlag, München 1980.
  37. Begleitbuch zur Voyager-Botschaft. Die beiden Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2, die bereits im Herbst 1977 auf eine Reise ins äußere Planetensystem geschickt wurden (und inzwischen jenseits der Pluto-Bahn zu finden sind), enthalten je eine Bild-Ton-Platte, die als Botschaften an mögliche außerirdische Zivilisationen beigegeben wurden. Das Buch gibt Auskunft über die Grußbotschaften, Bilder, Geräusche und Musik von der Erde.

  38. Reto U. Schneider: Planetenjäger. Die aufregende Entdeckung fremder Welten, Birkhäuser Verlag, Basel 1997.
  39. Beschreibung der ersten erfolgreichen Phase der Suche nach extrasolaren Planeten (bis zum Beginn des Jahres 1997 mit neun bekannten Systemen). Das Buch beschreibt den Wettlauf zwischen verschiedenen Teams aus der Sicht der beteiligten Forschergruppen (Major und Queloz in Genf, Marcy und Butler in den USA); es endet mit der Kontroverse um den zuerst entdeckten extrasolaren Planeten 51 Pegasi B. Der Anhang enthält eine Zeittafel zur Geschichte der Planetenentdeckungen und der Suche nach extrasolaren Planeten.

  40. Seth Shostak: Nachbarn im All. Auf der Suche nach Leben im Kosmos, Herbig Verlag, München 1999.
  41. Günther Stoll: Schritte ins Leben, in: Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 1998, Heyne TB, München 1998, Seite 656-697.
  42. Beschreibung der Entwicklung des Lebens auf der Erde in einem Science-Fiction-Jahrbuch. Von Voraussetzungen für die Entwicklung des Lebens auf der Erde über die (radioastronomische) Entdeckung der Aminosäure Glycin im Weltall bis zur Untersuchung des Marsmeteoriten ALH84001 im Jahre 1996. Außerdem eine Reihe zusätzlicher Literaturhinweise in den Anmerkungen.

  43. Klaus G. Strassmeier: Aktive Sterne. Laboratorien der solaren Astrophysik (speziell Kap. 12: Extrasolare Planeten), Springer Verlag, Wien 1997.
  44. Für ein astrophysikalisches Lehrbuch, das aus einem Vorlesungsskript des Autors hervorgegangen ist, überraschend allgemeinverständlich geschrieben. Im Zusammenhang mit "Leben im Universum" ist vor allem das Schlusskapitel über "Extrasolare Planeten" interessant, das sowohl über die Drake-Gleichung und einige SETI-Projekte berichtet als auch über den Stand der Entdeckung extrasolarer Planeten bis zum Jahr 1997 (man beachte den Fortschritt: damals waren 10 extrasolare Planetensysteme bekannt, heute –Mai 2001- sind es bereits 67!). Klaus Strassmeier ist inzwischen Direktor am Astrophysikalischen Institut Potsdam.

Darüber hinaus noch eine Anzahl astronomischer Lehrbücher für Schule und Studium, die zum Teil auch spezielle Kapitel zum Thema "Leben im Universum" enthalten.

  1. Astronomie. Sekundarstufe II, Paetec Verlag, Berlin, 2. Auflage 1998.
  2. Das Schlusskapitel "Mensch und Kosmos" mit Abschnitten "Sternenkinder", "Das anthropische Prinzip" und "Wo sind die kosmischen Brüder?".

  3. Helmut Bernhard, Klaus Lindner, Manfred Schukowski: Wissensspeicher Astronomie, Volk und Wissen Verlag, Berlin 1995.
  4. Stichwortartige Zusammenstellung von astronomischen Themen für die Schule mit Abbildungen und Beispielen.

  5. Klaus Lindner, Manfred Schukowski: Astronomie. Lehrbuch für die Sekundarstufe 1, Volk und Wissen Verlag, Berlin 1999
  6. Nach einem Überblick zu Forschungsmethoden und der Orientierung am Sternhimmel Kapitel "Das Sonnensystem", "Sterne und Sternsysteme" und schließlich ein historischer Abschnitt "Astronomie im Wandel der Zeit".

  7. Albrecht Unsöld, Bodo Baschek: Der neue Kosmos. Einführung in die Astronomie und Astrophysik, Springer Verlag, Berlin 1999 (6. Auflage)
  8. Deckt den gesamten Bereich von der klassischen Astronomie bis zur Kosmologie (Evolution des Kosmos, verschiedene kosmologische Modelle) ab. Kapitel 14 ("Kosmogonie des Sonnensystems") mit Abschnitten zur Entwicklung der Erde und des Lebens.

  9. Dieter B. Hermann: Astronomie. Sekundarstufe1, Paetec Verlag, Berlin 1994.
  10. Behandelt den gesamten Bereich der Astronomie von einer geschichtlichen Einführung über die Orientierung am Sternhimmel, Planeten, Sterne, unsere Milchstraße und andere Galaxien. Das Schlusskapitel "Das Abenteuer geht weiter" enthält einen Abschnitt zum Thema "Leben im Universum?".





Mai 2001
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