Der Himmel vom Radio- bis zum Gammabereich
Der Himmel vom Radio- bis zum Gammabereich
Im folgenden wird das elektromagnetische Spektrum beschrieben.
Es werden Karten des gesamten Himmels in unterschiedlichen
Wellenlängenbereichen präsentiert, darüber hinaus am
Beispiel der Galaxiengruppe M81/M82 deren Erscheinungsform in
verschiedenen Wellenlängen.
Elektromagnetische Wellen - unser Fenster zum Kosmos
Genauere Betrachtung der einzelnen Wellenlängenbereiche
Allgemeines über elektromagnetische Wellen
Einteilung des elektromagnetischen Spektrums
Galaxiengruppe um M81 in verschiedenen Aufnahmen
Unsere Milchstraße
Quellen und interessante Links
Die wichtigste Forschungsmethode in der Astronomie bildet in erster Linie die Beobachtung der von den Himmelsobjekten ausgesandten Strahlung ( also z.B. die von Galaxien, einzelnen Sternen und Supernova-Überresten). Dabei liefern vor allem das sichtbare Licht und andere unsichtbare elektromagnetische Wellen die für die Beobachtung nötigen Informationen.
Zur Verdeutlichung, welche Strahlungen bzw. Wellenlängen man unterscheidet, hier ein Bild:
Bild: T.
Wilson, ESO (Science
with ALMA, Symposium Madrid 2006).
Wie man anhand dieses Diagramms erkennen kann, bildet das sichtbare Licht nur einen kleinen Ausschnitt des gesamten elektromagnetischen Spektrums. Das Bild, das wir von Sternen und Galaxien über das sichtbare Licht bekommen, ist also nur ein winziger Teil des ganzen.
Ein Problem bei der Beobachtung von unsichtbaren elektromagnetischen Wellen stellt jedoch die Tatsache dar, dass nicht alle Strahlungsarten in der Lage sind, bis auf die Erdoberfläche vorzudringen, da sie durch Moleküle in den unterschiedlichen Atmosphärenschichten absorbiert werden (Dass die Erdatmosphäre für die meisten Strahlungen nur bedingt oder gar nicht durchlässig ist, ist für die Entstehung und Entwicklung von organsichem Leben auf der Erde von großer Bedeutung!) . So wird z.B. eine bestimmte Wellenlänge der ultravioletten Strahlung durch die Ozonschicht der Stratosphäre und infrarote Strahlung durch Wasserdampf Sauerstoff, Ozon, Stickoxid, Stickstoffpentoxid und Kohlenstoffdioxid der Troposphäre absorbiert.
Das wiederum hat zur Folge, dass z.B. die Beobachtung von Galaxien im ultravioletten Bereich des elektromagnetischen Spektrums von der Erde aus nicht möglich ist, da UV-Strahlung die Atmosphäre nicht tief genug durchdringen kann.

Bild: GALEX, Caltech
Aus diesem Grunde wurde z.B. am 28. April 2003 der Satellit GALEX (Galaxy Evolution Explorer) mit Hilfe einer Pegasus-Rakete auf eine Erdumlaufbahn von ca. 695 km befördert, um Galaxien im UV-Bereich zu beobachten.
Eigentlich gibt es von der Erdoberfläche aus nur zwei "Fenster" ins Weltall:
Das "optische Fenster" des für das menschliche Auge sichtbaren Lichts und das "Radiofenster" im Bereich der Radiowellen.
Nach einer genaueren Betrachtung der unterschiedlichen Wellentypen werden wir sehen, wie unterschiedlich Aufnahmen von ein und derselben Galaxie in unterschiedlichen Wellenlängen aussehen können.
Radiokarte des gesamten Himmels bei 73 cm Wellenlänge
(MPI für Radioastronomie)

Quelle: NASA Spitzer Space Telescope
-
Allgemeines und Geschichtliches über die M81-Gruppe
Das Galaxienpaar M81 und M82 im Sternbild Ursa Major (Großer Bär) wurde im Dezember des Jahres 1774 von dem Berliner Astronomen J.E. Bode entdeckt (deshalb wird M81 auch manchmal als "Bode's Nebula" bezeichnet).
1781 wurde das Galaxienpaar in Charles Messiers "Katalog nebelhafter Objekte" aufgenommen.
Die M81-Gruppe umfasst neben den dominierenden Messierobjekten M81 und M82 auch die elliptische Galaxie NGC 3077, sowie die Spiralgalaxie NGC 2976. Zum zentralen Bereich der Gruppe gehören weiterhin die irreguläre Zwerggalaxie Holmberg I (UGC 5139), Holmberg II (UGC 4305) und Holmberg IX (UGC 5423). Ebenfalls dazu zählen die etwas weiter (mehr als 14 Grad) entfernte irreguläre Galaxie IC 2366 im Sternbild Giraffe sowie die Spiralgalaxie NGC 2403.
Wendy Freedman und ihr Team fanden heraus, dass die M81-Gruppe ungefähr 11 Millionen Lichtjahre von uns entfernt ist.
- Das sichtbare Licht

Quelle:
Canada-France-Hawaii Telescope / 2003
Mit einem sehr hoch auflösenden Teleskop kann man dieses Bild von dem Galaxienpaar gewinnen.
Gut erkennbar befindet sich im oberen Teil des Bildes die "zigarrenförmige" Zwerg-Galaxie M82, darunter die deutlich größere M81. Ganz schwach ist ebenfalls links neben M81 die Holmberg IX-Galaxie zu erkennen, die Ähnlichkeiten zu den Magellanschen Wolken (2 Zwergbegleitersysteme der Milchstraße) zeigt. Im sichtbaren Licht erscheinen beide Galaxien deutlich getrennt. Es scheint keine Verbindung zwischen ihnen zu bestehen.
M81 zeigt sich als eine der prächtigsten Galaxien am nördlichen Himmel. Besonders auffällig und schön ist ihr symmetrischer Aufbau und ihre dynamische Erscheinung. Als eine Spiralgalaxie vom Typ Sb* weist sie deutlich strukturierte Spiralarme auf, die an ihrer Innenseite von dünnen Staubbändern begrenzt werden.
M 82 sehen wir von der Kante bzw. Seite her ( "edge on" genannt). Es handelt sich um eine irreguläre Galaxie, die amorphe nebelhafte Strukturen aufweist. Trotzdem erscheint sie extrem hell, was wahrscheinlich damit zu tun hat, dass ihr visuell sichtbarer Anteil mit nur 0,5 - 1 Milliarde Jahren noch ausgesprochen jung ist. (Im Vergleich: die sichtbare Scheibe unserer Milchstraße ist 7-10 Milliarden Jahre alt). Dadurch besitzt sie einen hohen Anteil von massereichen und leuchtkräftigen Sternen.
* 1926 unterteilte Edwin P. Hubble (1889-1953) die Spiralgalaxien nach zunehmender Ausprägung ihrer Spiralarme in die Klassen Sa,
Sb, und Sc.
Bei einer Spiralgalaxie des Typs Sa winden sich die Spiralarme eng um den starken Kern, Sb-Galaxien haben einen mittleren Kern
und die Spiralarme besitzen eine mittlere Dichte. Bei Spiralgalaxien des Typs Sc ist der Öffnungswinkel noch größer.
(Die Unterteilung der Spiralgalaxien in verschiedene Klassen ist nur ein Teil der sog. Hubble Sequenz.)
- 1.im sichtbaren Licht als Negativdarstellung
2. Karte des Wasserstoffs Hl 
Quelle: Yun et al., Nature 1994
(NRAO /
AUI / NSF)
Im direkten Vergleich von sichtbarem Licht und und neutralem Wasserstoffgas HI wird sichtbar, dass die Galaxien keineswegs vom anderen isoliert existieren. Deutlich sind verbindende Materiebrücken zu erkennen, aus denen hervorgeht, dass die Galaxien in Wechselwirkung miteinander stehen.
Auch NGC3077 (links unten im Bild) steht in enger Wechselwirkung mit M81 und M82.
Außerdem werden aus dieser Karte Verdichtungen des Wasserstoffs erkenntlich, aus denen man Rückschlüsse auf weitere mögliche Zwerggalaxien, die gerade entstehen, ziehen kann.
- im UV-Bereich

Quelle: GALEX Team
(APOD
30.12.04)
Die jungen Sterne, die sich in den Spiralarmen von M81 befinden, sind weniger als 100 Mio. Jahre alt.
Sie sind in diesem UV-Bild blau/weiß dargestellt und erscheinen von den älteren gelblichen Sternen im Zentrum der Galaxie separiert zu sein.
Die Zwerg-Galaxie M82 zeigt eine extrem hohe Rate an Sternengeburt und -Tod. Die heißen Gas- und Staubwolkenwinde, die senkrecht zur Galaxienscheibe aus ihr heraustreten, erscheinen hier weiß/blau.
Insgesamt zeigt dieses UV-Bild des Satelliten GALEX also Zonen verstärkter Aktivität, die sowohl in Kernbereich von M82, als auch in M81 zu erkennen sind.
- sichtbares Licht (links) im Vergleich mit Infrarotstrahlung (rechts) von M82

Quelle: C. Engelbracht,
Spitzer Image Gallery
Das linke Bild zeigt die "explodierende" Galaxie M82 im für uns sichtbaren Licht, während sich das rechte Bild aus in verschiedenen Wellenlängen aufgenommenen Infrarotbildern zusammensetzt. Die Infrarotaufnahmen bei einer Wellenlänge von 3.6 Mikrometern sind blau kodiert, die auf einer Wellenlänge von 4.5 Mikrometern grün und die zwischen 5 - 8.5 Mikrometern rot. Während die Galaxie im sichtbaren Licht langgezogen, ebenmäßig glatt und "edge on" (s.o.) erscheint, zeigen sich im infraroten Bereich zusätzlich große Gas und Staubmassen, die senkrecht aus der Ebene der Galaxie hinausgeschleudert werden. Auch bei längerer Belichtungszeit im Bereich des sichtbaren Lichts wären diese zwei kegelförmigen Strukturen senkrecht zur Galaxie erkennbar.
Diese Gas- und Staubmassen werden durch einen Superwind aus der Galaxie hinausgetrieben.
Ursache: Eine gravitative Wechselwirkung zwischen M82 und ihrer Nachbargalaxie M81 bewirkte einen Einsturz von großen Mengen interstellarer Materie in M82, was eine explosionsartige Sternentstehung
(engl.
"Starburst")
in Gang brachte und somit die Bildung einer großen Zahl von jungen massenreichen Sternen bewirkte.
Dieser von den neu entstehenden Sternen ausgehende Sternwind, sowie die als Folge des Starburst entstehenden Supernovaexplosionen verursachen eine extrem turbulente Gasbewegung, die Gas- und Staubmassen senkrecht aus der Ebene von M82 in den intergalaktischen Raum treibt.
Bei diesen vom Weltraumteleskop Spitzer aufgenommenen Wellenlängen sieht man die thermische Eigenemission der Staubteilchen. Dieser Staub strahlt gemäß seiner Temperatur von ca. 100 K im Infraroten. Auf diese Temperatur aufgeheizt wird er sowohl durch das Licht der heißen Sterne in M82, als auch durch seine Wechselwirkung mit heißem Gas, was durch den Superwind von diesen Sternen ausgeht, und das ebenfalls in den intergalaktischen Raum ausgestrahlt wird.
Das Infrarotbild zeigt bisher am deutlichsten die Verteilung der Staubkomponente im Superwind.
- der Röntgenbereich M82

Quelle: NASA
(Chandra 1999)
1999 warf das Röntgenteleskop Chandra einen tiefen und scharfen Blick in das Zentrum von M82.
Die hochenergetische Röntgenstrahlung ist weniger stark von der Absorption durch interstellare Masse betroffen und gelangt deshalb vom Zentrum von M82 zu uns.
Auch hier im Röntgenbereich lässt sich der heftige Ausbruch nachweisen.
Im Zentrum lässt sich eine Ansammlung punktförmiger Quellen (weiß-rosa) erkennen sowie eine diffuse Röntgenstrahlung, die sich in zwei Richtungen aus dem Zentrum heraus erstreckt.
Bei den Punktquellen handelt es sich um Doppelsterne (sog. "X-ray-binaries"), die aus einem normalen Stern und einem kollabierten Stern (Schwarzes Loch oder Neutronenstern) bestehen. Diese kompakten Objekte verfügen über eine sehr hohe Energie und sind mit ihrer enormen Gravitation in der Lage, Materie auf sich zu ziehen. Dabei entstehen extrem hohe Geschwindigkeiten, die teilweise in hochenergetische Strahlung (Röntgen- und Gammastrahlung) umgewandelt werden und somit für ein Röntgenteleskop ersichtlich sind.
Die diffuse rötlich-gelbe Röntgenstrahlung ist etliche Millionen Grad heiß und breitet sich 10000 Lichtjahre weit über die Galaxie hinaus aus.
- Infrarot-, Optische- und Röntgenaufnahme übereinander M82

Quelle: C. Engelbracht, NASA
(CHANDRA/Hubble/SPITZER)
Bilder von drei NASA-Teleskopen wurden zu einem Bild zusammengefasst,
um dieses spektakuläre Multifrequenz-Bild der Starburstgalaxie M82 zu erzeugen.
Die gelb/grüne Farbe zeigt das optische Licht,
die orangene Farbe 10000 Grad heißes Wasserstoffgas,
beide aufgenommen vom Hubble-Teleskop.
Die rote Farbe stammt von kühlem Gas, aufgenommen im Infraroten
mit dem Spitzer-Teleskop und die blaue Farbe zeigt
die Röntgenstrahlung von extrem heißem Gas, aufgenommen mit dem
Chandra-Teleskop.
- Radiostrahlung aus dem Zentralgebiet von M82

Quelle: T. Muxlow et al.
(VLA/MERLIN,
siehe auch
Starburst
Galaxy M82)
Diese Radiokarte des Zentralgebiets von M82 weist eine große Anzahl von
Supernovaüberresten auf
(siehe auch hier).
Die Farben geben jeweils die unterschiedlichen Intensitäten wieder:
Blau steht für geringe, rot für die stärkste Radiostrahlung.

Quelle: R. Hurt, NASA
(APOD 25.08.05).
Dieses Bild zeigt eine idealisierte künstlerische Darstellung auf der
Basis von Infrarot-Beobachtungen mit dem Spitzer-Teleskop. Das Resultat
dieser Beobachtungen lässt auf eine Balkenstruktur im Zentralbereich
unserer Milchstraße schließen. So wie auf diesem Bild kann man sich
die Milchstraße von außen betrachtet vorstellen.
Die folgenden Abbildungen zeigen hingegen die Milchstraße
(bzw. den ganzen Himmel) in unterschiedlichen
Wellenlängen vom Standpunkt der Erde aus betrachtet.
Diese Darstellungen zeigen, jeweils in elliptischer Projektion und in
galaktischen Koordinaten*,
den gesamten Himmel (ganz ähnlich zu entsprechenden elliptischen
Darstellungen, die die gesamte Erdoberfläche auf einmal aufzeigen).
In den folgenden Bildern liegt die Ebene unserer Milchstraße im Äquator,
und das galaktische Zentrum befindet sich jeweils im Zentrum der Abbildung.
* "Galaktische Koordinaten:
Ein Koordinaten-System von galaktischen Längen- und Breitengrad,
um scheinbare Positionen von Sternen und Nebeln in unserer Galaxis zu messen.
Der Breitengrad b = 0 läuft genau entlang des Zentrums der Milchstrasse
und der Längengrad l = 0 zeigt bei b=0 das kinematische Zentrum unserer Galaxis."
Quelle: Wörterbuch der Astrophysik (Frederic Hessman, Göttingen)
Anblick des gesamten Himmels im sichtbaren Licht

Quelle: A. Mellinger, Potsdam
(All-Sky
Milky Way Panorama)
Um sich eine Vorstellung von unserer Heimatgalaxie machen zu können, muss man wissen, dass es sich bei der Milchstraße um eine Spiralgalaxie handelt. Die Milchstraße komplett von außen zu betrachten ist uns nicht möglich, da wir selbst ein Teil von ihr sind. Auch keine Raumsonde wäre in der Lage, solche Aufnahmen zu gewinnen, denn ihre Reise würde sehr lange dauern und die Aufrechterhaltung des Funkkontakts über solch riesige Distanzen wäre technisch unmöglich.
Als Beispiel: Die zu Anfang der 70er Jahre gestarteten Voyager-Sonden haben gerade mal die Grenzen den Sonnensystems erreicht und befinden sich irgendwo im Kuiper-Ring hinter Pluto.
Durch globale Beobachtung des Nachthimmels sind die Astronomen allerdings in der Lage, sich ein Bild von der Außenansicht der Milchstraße zu machen.
Schon in der Antike war das Band der Milchstraße bekannt und gab letztendlich allen Sternensystemen ihren Namen:
der Begriff Galaxie oder Galaxis stammt von dem griechischen Wort galaktos, was übersetzt Milch bedeutet.
Dieses Band, das die gesamte Himmelssphäre umspannt, ist eine besonders dichte Ansammlung vieler Sterne und bildet die galaktische Scheibe oder auch die Hauptebene unserer Spiralgalaxie. Es gibt aber auch Sterne ober- und unterhalb dieser Ebene und insgesamt umspannt ein riesiges, kugeliges Gebilde, die galaktische Scheibe, mit einem Durchmesser von 160000 Lichtjahren (50 kpc), das als galaktische Halo bezeichnet wird. Dort befinden sich die ältesten Objekte der Milchstraße: alte Sterne und Ansammlungen von etwa 100000 Sternen, die man Kugelsternhaufen (engl. globular cluster) nennt, und die der so genannten Halopopulation (auch Population II genannt) angehören. Die jüngeren Sterne der galaktischen Scheibe gehören Population* I an.
Der Durchmesser unserer Milchstraße liegt bei etwa 100000 Lichtjahren. Die Dicke der galaktischen Scheibe beträgt nur ungefähr 3000 (1kpc) Lichtjahre; sie nimmt allerdings in der Kernregion auf ca. 15000 Lichtjahre (5kpc) zu. Dies ist der galaktische Bulge (engl. bulge: "Wulst, Verdickung").
Hier sieht man nun ein optisches Bild der Milchstraße, wie man es auch mit dem bloßen Auge sehen kann. Der zentrale Bereich unserer Galaxie ist allerdings durch interstellaren Staub verdeckt, sodass uns der direkte Blick ins Zentrum verwehrt bleibt. Sichtbares Licht wird auf dem Weg vom galaktischen Zentrum zur Erde um etwa 30 Magnituden (Faktor 1012) abgeschwächt. Das Licht stammt hauptsächlich von uns nahegelegenen Sternen, da zwischen diesen und uns geringere Staubmengen vorhanden sind.
*Die Astronomen klassifizieren die Population anhand des Metallgehalts der Sterne, d.h. an dem Anteil schwerer Elemente. Je mehr schwere Elemente ein Stern enthält, umso älter ist er.
Röntgenhimmel

Quelle: MPE Garching
(ROSAT
Himmelsdurchmusterung)
Diese vom Röntgensatelliten ROSAT aufgenommene Komplettkarte des Himmels setzt sich aus 3 verschiedenen Röntgenkarten, die jeweils eine andere Wellenlänge zeigen, zusammen.
Die rote Farbe zeigt die energieärmste bzw. weicheste Röntgenstrahlung an. Der grüne Farbanteil symbolisiert schon etwas härtere bzw. energiereichere Röntgenstrahlung und das blaue Band durch die Mitte entspricht der von diesen 3 am härtesten bzw. energiereichsten Strahlung.
Im Zuge seiner Himmelsdurchmusterung fand ROSAT 120000 Röntgenquellen.
Das obige Bild kann man ebenfalls in die "Ur-Bilder" mit
den einzelnen Energiebereichen ("Rot": 0,25 keV; "Grün": 0,75 keV;
"Blau": 1,5 keV) getrennt darstellen. In den drei
folgenden Abbildungen stehen die Farben dann für die unterschiedliche
Intensität der Röntgenstrahlung (jeweils von Blau über Grün und
Rot bis Weiss):

Quelle: S. Snowden et al. 1995, ApJ 454, 643
(Fachartikel in
"The Astrophysical Journal").
Quelle: MPE Garching (ROSAT 1,5 keV).
Bei einem Frequenzbereich von 1,5 keV ist im galaktischen Zentrum sowie bei noch höherer galaktischer Breite deutlich eine Häufung von Objekten, die im bei diesen Bildern härtesten bzw. energiereichsten Röntgenbereich strahlen, zu erkennen.
Die "Cygnus Superbubble" (l ≈ 90°, b ≈ 0°) formt eine Art Hufeisen, das in Richtung galaktisches Zentrum geöffnet ist. Ein Teil der "Cygnus-Superbubble" ist der Cygnus Loop, auch genannt Veil nebula, zu deutsch Cirrusnebel. Es handelt sich hier um den in einer Entfernung von ungefähr 1300 - 2600 Lichtjahren im Sternbild Schwan (Cygnus) gelegenen Überrest einer gewaltigen Supernovaexplosion, die sich vor ca. 30000 bis 40000 Jahren ereignete.
Ebenfalls klar zu identifizieren ist der
Virgo-Galaxienhaufen
(Virgo-Cluster), der sich als langes breites Band, etwas links angefangen, nach oben hin über das gesamte galaktische Zentrum erstreckt. Er ist der uns nächstgelegene Galaxienhaufen jenseits unserer eigenen lokalen Gruppe. Er umfasst ungefähr 2500 Galaxien und ist etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt.
Der Raum zwischen den Galaxien ist mit "heißem" Gas ausgefüllt, was bedeutet, dass dieses Gas hier im Röntgenbereich sichtbar ist.
Zusatzinfo: Wie der Name schon verrät befindet sich der Virgo-Haufen im Sternbild Jungfrau.


Quelle:
MPE Garching (ROSAT 0,75 keV).
Der 0,75 keV Frequenzbereich ähnelt generell dem bei 1,5 keV, allerdings sind die "galaktischen Kennzeichen" bzw. bestimmte Regionen heller oder anders ausgedrückt: die Strahlung von weniger energiereichen Objekten wird durch Gas- und Staubmassen deutlich stärker absorbiert.
Die Absorption über den ganzen Äquator hinweg, die sich im 1,5 keV-Band nur ganz links leicht abzeichnete, kann nun hier gut erkennbar über den gesamten galaktischen Äquator verfolgt werden.
Hier sticht eine weitere besonders helle Quelle ins Auge: die Überreste zwei besonders starker Supernovae im Sternbild Vela. Der seit langem bekannte Vela SNR (SNR steht für: SuperNova Remnant) ist mit einer Entfernung von 1500 Lichtjahren einer der nächsten Supernovaüberreste
(Vela SNR) in unserer Umgebung. Sein geschätztes Alter beträgt 20000 Lichtjahre und sein Durchmesser 200 Lichtjahre. Im Zentrum rotiert ein Neutronenstern, der leuchtfeuerartig im Radio-, optischen, Röntgen- und Gammabereich strahlt.
Räumlich gesehen befindet sich hinter der Vela SNR Puppis A, der deutlich jünger ist und auch noch wesentlich höhere Temperaturen aufweist, im Inneren aber auch einen Neutronenstern enthält.
In dieser Aufnahme erkennt man außerdem weit besser als im 1,5 keV-Band: Eridanus. In diesem Sternbild kann man viele interessante Galaxien finden, wie z.B. die Galaxie NGC 1232 vom Typ Sc, die den doppelten Durchmesser (200000 Lichtjahre) unserer Milchstraße besitzt und rund 70 Millionen Lichtjahre entfernt ist.


Quelle: MPE
Garching (ROSAT 0,25 keV).
Im Vergleich zu den vorausgegangenen Bändern weist das 0,25 keV-Band eine vollkommen andere Struktur auf. Wo die zwei höherenergetischen Frequenzbereiche hauptsächlich isotropisch in der Überlagerung von besonderen galaktischen Kennzeichen waren, zeigt der 0,25 keV Frequenzbereich einen ganz anderen Himmel. Im Bereich des galaktischen Äquators wird die energieärmere Röntgenstrahlung großflächig von Gas- und Staubwolken absorbiert.
Dafür treten in diesem Energiebereich verstärkt in hohen galaktischen Breiten helle Strahlungsquellen auf. Diese Strahlung stammt von der galaktischen Halo, die unsere Galaxie kugelförmig mit einem Durchmesser von ca. 165000 Lichtjahren umgibt. Es handelt sich hierbei um eine Art galaktischer "Atmosphäre". Hier befinden sich neben etwa 150 Kugelsternhaufen viele alte Sterne, sowie Gas sehr geringer Dichte und alte Supernovaüberreste.

Quelle: MPE
Garching
(Ausschnitt: Puppis A / Vela)
Radiohimmel bei 73 cm Wellenlänge

Quelle: MPI für Radioastronomie
(G. Haslam et al. 1982)
Aufgenommen bei einer Wellenlänge von 73 cm (Frequenz: 408 MHz) zeigt dieses Falschfarbenbild die Radioemission des gesamten Himmels.
Die Farben zeigen jeweils die Intensität der Radiostrahlung (sie läuft von blau (niedrig) über grün, gelb bis rot (hoch)) an.
Wir beobachten bei 408 MHz vornehmlich diffuse Radioemissionen, die über den Synchrotonprozess, also nichtthermisch, erzeugt werden.
Bei dieser hier benutzten Frequenz von 408 MHz (=73 cm Wellenlänge) sieht man im wesentlichen die abgegebene Radiostrahlung von fast lichtschnellen Elektronen, die sich durch das Magnetfeld unserer Galaxie bewegen.
Die Intensität der Synchrotonstrahlung ist dem Produkt aus Elektronendichte und Magnetfeldstärke (letztere wird mit einem Faktor potenziert, der von der Energieverteilung der Elektronen abhängt) proportional, d.h. die Messung der 408 MHz gibt Aufschluss über die Dichte der Elektronen in unserer Milchstraße.
Quelle: SuW 11/1990
Eine der in dieser Karte auffälligsten Strukturen ist der Nordpolare Sporn (North Polar Spur), der als Bogen scheinbar das galaktische Zentrum umspannt. Jedoch handelt es sich hierbei um ein sehr nahes Gebilde (Entfernung einige 100 pc). Vermutlich ist der Nordpolare Sporn (NPS) der Überrest einer nur wenige Hunderttausend Jahre zurückliegenden Supernovaexplosion.
Je weiter solche Supernovaüberreste von uns entfernt sind, umso geringer ist ihre projizierte Ausdehnung senkrecht zur galaktischen Ebene, sodass weitere Sporn- bzw. Bogenstrukturen mit steigendem Abstand zur Sonne in der starken Intensität der 408 MHz-Strahlung der galaktischen Scheibe untergehen.
Trotzdem ist man in der Lage auf dieser Karte eine große Anzahl weiterer galaktischer und extragalaktischer 408 MHz-Quellen zu identifizieren:
So z.B. der Crab Nebula bzw. Krabbennebel ganz am rechten Bildrand knapp unter der galaktischen Ebene. Der Krabbennebel ist ein Supernovaüberrest im Sternbild Stier und wird im Messier-Katalog als M1 sowie im New General Catalogue als NGC 1952 geführt. Die Supernova des Sterns mit 8 bis 12facher Sonnenmasse geschah im Jahre 1054 (auch durch historische Quellen belegt) und war für rund 23 Tage am Tageshimmel sichtbar. Im Krabbennebel wurde auch der erste Pulsar entdeckt, der vermutlich einen Durchmesser von 28-30 km hat. Alle 33 Millisekunden sendet er Strahlungsimpulse über das gesamte elektromagnetische Spektrum aus.
Wie auch schon in den Röntgenbildern sind gut die Puppis-Vela-Region in der Mitte der rechten Bildhälfte, der galaktische Bulge sowie links der Cygnus Superbubble als starke Radioquellen zu erkennen.
(Info: 10 Jahre lang wurden die Daten mit den jeweils größten Einzelteleskopen in der nördlichen und südlichen Hemisphäre gesammelt (100-m-Radioteleskop in Effelsberg bei Bonn, 76-m-Radioteleskop bei Jodrell Bank/England, bzw. 64-m-Radioteleskop bei Parkes/Australien)
Gammastrahlung-Himmel

Quelle: NASA (NSSDC)
Diese Himmelskarte aufgenommen vom Energetic Gamma-Ray Experiment Telescope (EGRET) des Compton Gamma-Ray Observatory (CGRO) zeigt besonders harte bzw. hochenergetische Gammastrahlung.
Die Karte enthält alle Photonen mit Energien größer als 100 MeV. Bei diesen extrem hohen Energien entspringt die meiste Gammastrahlung bei Kollisionen kosmischer Strahlung mit interstellaren Wolken. Somit ist die Milchstraße eine diffuse Quelle von Gammastrahlung.
Insgesamt ist es noch schwer festzustellen, was für ein astronomisches Objekt sich hinter einer einzelnen Gammastrahlungsquelle versteckt.
Jedoch kann man in dieser Karte mehrere Pulsare klar identifizieren, die im Bereich harter Gammastrahlung emittieren. Dazu zählen der schon oben erwähnte Pulsar im Krebsnebel, Geminga* sowie die Vela-Pulsare entlang der galaktischen Ebene auf der rechten Seite des Bildes.
Weg von der galaktsichen Ebene sind viele weitere Quellen, aber auch speziell aktive galaktische Kerne (engl. Active Galactic Nuclei = AGN) erkennbar.
*Geminga stellt eine Besonderheit dar: In nur rund 500 Lichtjahren Entfernung befindet sich dieser 350000 Jahre alter Neutronenstern, der mit 120 km/s durchs All rast. Normalerweise verraten sich Neutronensterne als pulsierende Quellen im Radiobereich, aber Geminga tut das nicht. Er sendet periodisch starke Gammastrahlen in einem Bereich über 100 MeV aus, was ihn zu einer der stärksten Gammastrahlenquellen am Himmel macht.
Sein Name leitet sich übrigens von GEMINi GAmmaray source (dt. Gemini-Gammstrahlungsquelle) ab.
Infrarot-Himmel

Quelle: NASA (NSSDC)
Diese Karte stellt eine Mischung aus MID und FIR dar, aufgenommen vom Infrared Astronomical Satellite (IRAS) bei Wellenlngen von 12, 60 und 100 µm.
Bei den meisten Emissionen handelt es sich um von absorbiertem Sternenlicht erwärmten Staub sowie um die Strahlung von Sternentstehungsgebieten.
Besonders auffällig sind die schwarzen Striche rechts oben und links unten im Bild. Hierbei handelt es sich schlicht und einfach um fehlende Daten, da IRAS zu schnell das flüssige Helium, das als Kühlmittel für den Satelliten diente, ausging.
Eine andere Feinheit, die bei genauem Betrachten auffällt, ist eine schräge rote s-förmige Krümmung bzw. Biegung, die sich über das gesamte Bild erstreckt. Denkt man an die ekliptischen Koordinaten, so wird man bemerken, dass dieses rote Band genau durch die Ekliptik verläuft.
Das s-Band ergibt sich aus der Subtraktion des Zodiakallichts. Die Ebene des Sonnensystems ist mit Staub gefüllt, der das Sonnenlicht absorbiert und im Infrarotbereich wieder abstrahlt. Um nun die infrarote Strahlung von der Galaxie sehen zu können, haben die Astronomen das Licht aus unserem Sonnensystem abgezogen.
In Richtung des galaktischen Zentrums konzentriert sich die energiereichere Infrarotstrahlung fast ganz auf die galaktische Ebene.
Einige Objekte "leuchten" dennoch am Infrarothimmel:
So z.B. der Orionnebel und der Rosettennebel. Bei beiden handelt es sich 2 benachbarte stellare Kinderstuben und H-II-Gebiete.
(H-II-Bereiche sind Bereiche interstellaren Gases, bestehend aus ionisiertem Wasserstoff. Der neutrale atomare Wasserstoff wird durch die intensive ultraviolette Strahlung naher heißer (mindestens circa 10.000K) Sterne ionisiert. Bei der ständig erfolgenden Rekombination zu neutralem Wasserstoff (und erneuten Ionisation) wird charakteristische Linienemission erzeugt. Solche Bereiche zählen aus diesem Grund zu den Emissionsnebeln. ||Quelle: Wikipedia)
Der Rosettennebel (engl. Rosette Nebula) ist ein diffuser Emissionsnebel mit einem offenen Sternhaufen im Sternbild Einhorn.
Auch beim
Orionnebel
im Sternbild Orion handelt es sich um einen Emissionsnebel, der von Messier in die Einzelobjekte M42 (im Süden; engl. Great Orion Nebula) und M43 (im Norden) gesplittet wurde. Die Region M43 ist auch als De Mairans Nebel (engl. De Mairan's Nebula) bekannt und wird von dem veränderlichen Stern NU Orionis (HD 37061), der sich in ihrem Inneren befindet, zum Leuchten angeregt.
Hl-Himmel
Quelle: P. Kalberla et al.
(Leiden/Argentine/Bonn (LAB) HI Survey)
Diese Komplettkarte des Himmels zeigt die Verteilung des Wasserstoffgases in unserer Milchstraße. Hohe Intensitäten in der galaktischen Ebene sind rot und Richtung der Pole nimmt der Wasserstoffgehalt immer mehr ab (blau abgebildet).
Wasserstoff war mit Helium zusammen das erste chemische Element, das nach dem Urknall entstand und strahlt Radiowellen mit einer Wellenlänge von 21 cm (bei einer Frequenz von 1420MHz) aus. Wasserstoff ist zwar das chemische Element mit der größten Verbreitung im Universum, und das Gas zwischen den Sternen besteht nahezu vollständig aus Wasserstoff, aber das interstellare Gas ist dabei so stark verdünnt, dass man es unter Laboratoriumsbedingungen als nahezu vollkommenes Vakuum bezeichnen würde.
Die Entstehung von dieser 21 cm-Strahlung lässt sich auf folgenden Vorgang zurückführen:
Ein Wasserstoffatom besteht aus einem Proton als Kern und einem um dieses kreisenden Elektron. Das Elektron rotiert aber auch um seine eigene Achse (es hat einen Drehimpuls (Spin)). Aber im Unterschied zu Planetensystemen kann dieser Spin 2 Einstellung aufweisen, zwischen denen das Elektron manchmal hin und her springt und dabei das Energieniveau ändert. Kurz gesagt bedeutet das, dass der Drehimpuls des Elektrons sich plötzlich umkehren kann. Bei diesem Übergang wird dann ein kleiner Energiebetrag frei, der mit einer Strahlung von 21 cm Wellenlänge identisch ist. [4]
Quelle: J. Schombert, Univ. Oregon
(Vorlesungsscript)
Die Wahrscheinlichkeit für einen Übergang zwischen den beiden Energieniveaus ist allerdings extrem gering. Im Mittel erfolgt ein solcher Übergang nur alle 11 Millionen Jahre (!). Aufgrund der Vielzahl von Wasserstoffatomen in der enormen Ausdehnung des interstellaren Raums erfolgen aber zu jeder Zeit so viele Übergänge, dass der Gesamtbetrag der Strahlung genügend groß ist, um von der Erde aus beobachtet werden zu können.
Wasserstoff ist der vorherrschende Bestandteil des interstellaren Mediums in unserer Galaxie. Durch Untersuchungen der Emission von Wasserstoff in seinem neutralen Zustand sind die Wissenschaftler in der Lage, einen Einblick in das unterschiedliche Temperatur- und Dichtesystem und in die kinematische und morphologische Beschaffenheit der Milchstraße zu gewinnen.
Wegen der "Allgegenwärtigkeit" des neutralen Wasserstoffs sowie dem Umstand, dass das interstellare Medium bei 21 cm Wellenlänge "transparent" ist, also nicht oder nur ganz wenig absorbiert wird, kann man die ganze Galaxie hinter ihrem optischen Horizont enthüllen.
Durch die neu gewonnenen Daten konnten Astronomen der
Universität Bonn bereits zeigen, dass die Milchstraße in ein ausgedehntes 1,4 Millionen Grad heißes Plasma eingebettet ist. [5]
Radiohimmel bei 21 cm Wellenlänge
Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie
P. Reich et al. 2001, A&A 376, 861 (Fachartikel in
"Astronomy & Astrophysics")
Während der "HI-Himmel" (s.o.) nur konkret das Linienspektrum des Wasserstoffs bei 21 cm Wellenlänge darstellt, sieht man hier das absolut kalibrierte Radiokontinuum des gesamten Himmels. D.h., dass der Wellenlängenbereich der HI-Linie des Wasserstoffs aus den Daten herausgefiltert wurde.
Im Vergleich zum Radiohimmel bei 408 MHz ist diese Karte deutlich schärfer. Quellen wie Puppis A / Vela SNR oder aber auch Cygnus Loop treten noch deutlicher hervor. In diesem Zusammenhang ist noch eine andere Quelle erwähnenswert: die große Magellansche Wolke (engl. Large Magellanic Cloud, kurz LMC), die sich in der rechten Bildhälfte etwas unterhalb der galaktischen Ebene befindet (grüner Punkt).
Die Große Magellansche Wolke ist zusammen mit der kleinen Magellanschen Wolke unser nächster Nachbar im All. Sie besitzt ein Viertel der Leuchtkraft unserer Milchstraße und ist uns mit einem Abstand von nur 185000 Lichtjahren sehr nahe. Diese Zwerggalaxie bietet einige interessante Beobachtungsobjekte, z.B. den Tarantelnebel (auch 30 Doradus genannt). Besonders interessant: 1987 leuchtete in der LMC eine Supernova auf, die den Astronomen die Gelegenheit bot, eine solche Explosion aus "nächster" Nähe zu sehen. Leider sind beide Zwerggalaxien nur am südlichen Nachthimmel zu sehen.
Fazit: Wie das Projekt zeigt, ist man heute in der Astronomie in der Lage, viel mehr zu erfassen, als man im sichtbaren Licht erfassen kann.
[1] Uni Kiel || Astronomische Basics
[2] dtv-Atlas || Astronomie S. 144 f.
[3] Wikipedia || Artikel
Licht
[4] dtv-Atlas || Astronomie S.169 ff.
[5] Universität Bonn | Presseinformationen | "Wasserstoff-Wolken in der Milchstraße" | 2005
+ zu M82: Die explodierte Zigarre || von Nicolaus Steenken und Jan-Uwe Ness
(Sterne & Weltraum, Dezember 2005)
+ zu allen All-Sky Bildern: || Galaktische Physik | Die Milchstraße in verschiedenen Spektralbereichen
+ zum elektromagnetischen Spektrum: Institut für Medizinische Physik und Biostatistik, Vet. Univ. Wien
+ zur Beziehung E= h*ν : Luminosity by Jasem Mutlaq
+ Röntgenastronomie am MPE Garching:
X-Ray Astronomy
+ zu den Röntgen-Himmelskarten: S. Snowden et al. 1995, ApJ 454, 643
(Fachartikel in
"The Astrophysical
Journal").
Die neueren Röntgenkarten in Abschnitt 4 stammen aus:
"M.J.Freyberg, R.Egger (1999), "ROSAT PSPC All-Sky Survey maps completed",
Artikel im Tagungsband
"Highlights in X-ray Astronomy",
herausgegeben von B.Aschenbach & M.J.Freyberg, MPE Report 272, p.278-281)
+ zu Allgemeinem über die Milchstraße: Astrophysik || Andreas Müller || Das größte Schwarze Loch der Milchstraße
+ Unsere Milchstraße Ein Porträt in allen Wellenlängen von Manfred Gottwald || SuW 11 | 1990
+ Multiwavelength All-Sky Images
+ zu IRAS All-Sky: IRAS Composite All-Sky Survey
+ zur "The Leiden/Argentine/Bonn (LAB) Survey of Galactic HI"-Karte:
Final data release of the combined LDS and IAR surveys with improved stray-radiation corrections
Authors: P.M.W. Kalberla (1), W.B. Burton (2 and 3), Dap Hartmann (2 and 4), E.M. Arnal (5 and 6), E. Bajaja (5), R. Morras (5 and 6), W.G.L. Poppel (5) ((1)
Radioastronomisches Institut, University of Bonn, (2) Sterrewacht Leiden, (3) NRAO, (4) Delft University of Technology, (5) Instituto Argentino de Radioastronomia,
(6) Facultad de Ciencias Astronomicas y Geofisicas, UNLP)
Öfter besuchte Seiten:
www.astronomie.de
Wikipedia
Astronews
Astronomy Picture of the Day (APOD)
Buch: Astronomie aus der Reihe WISSENSWERTES | Sport und Technik
Buch: Astronomie erschienen bei Volk und Wissen
Buch: Schülerduden der Physik || Bibliographisches Institut, Mannheim
Buch: The New Astronomy von Nigel Henbest
& Michael Marten || S.182 ff
Sterne und Weltraum | Ausgabe 2|2007 | SuW-Online
Interessante Links
Visitor Center des
Istituto di Radioastronomia in Medicina.
Hier befindet sich eine sehr interessante "Maschine",
die "Macchina dei colori", mit der man sich den gesamten Himmel
in allen Wellenlängen ähnlich wie beim
Sendersuchen im Radio "durchtunen" kann.
Ein entsprechendes Exponat befindet sich im Weltraummuseum
Cite Espace in Toulouse.
Bild: S. Varano, Istituto di Radioastronomia (Visitor Center).
Auf folgenden zwei Web-Seiten kann man sich Karten einzelner Bereiche des Himmels
(Einzelquellen oder größere Felder) in unterschiedlichen
Wellenlängen selbst erstellen :
Skyview der NASA.
Mit dem Link "Basic Interface" kann man unter Angabe von Himmelskoordinaten
oder Objektnamen, Koordinatensystem und Bildgröße unter
verschiedenen Datensätzen von Gamma- bis Radiostrahlung auswählen.
Survey Sampler
des MPI für Radioastronomie.
Hier sind Bildausschnitte aus einer Reihe von Radiodaten unterschiedlicher
Wellenlänge (z.B. 21 oder 73 cm, siehe oben) auswählbar, die dann
im GIF- oder FITS-Datenformat ausgegeben werden.
Version 1.0Sissy Mayerhöfer
Städtisches Gymnasium Rheinbach
http://www.mpifr-bonn.mpg.de/public/Dir_Sissy/index.html
Last modified by njn, February 7th, 2007.
public@mpifr-bonn.mpg.de