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von Sagittarius B2 im Submillimeterbereich (ATLASGAL).
Sagittarius B2 ist die
größte Molekülwolke
in der
Nähe des galaktischen Zentrums. Ihre Entfernung zur Erde
beträgt ca. 27.000 Lichtjahre. Mit einer Dichte von 3000
Atomen¹ pro
cm³ ist Sagittarius B2 20-40 mal so dicht wie eine typische
Molekülwolke. Die Temperaturen in Sagittarius B2 schwanken sehr
stark. In den Gebieten aktiver Sternenentstehung liegt die Temperatur
bei etwa 30 Grad Celsius¹, in den umgebenden Gebieten liegt sie
nur noch
bei etwa -230 Grad Celsius¹. Außerdem findet man in
Sagittarius B2
eine Vielzahl von HII-Gebieten,
die sehr dicht beieinander liegen.
Zusammen mit der großen Entfernung führt dies dazu, dass
Sagittarius B2 als kompakte Quelle erscheint. Die Molekülwolke ist
dreigeteilt, und zwar in einen Süd- (S), Nord- (N), und Hauptteil
(M). Im
Zentrum von Sagittarius B2 findet man ein Sternenentstehungsgebiet, das
die 10 millionenfache Leuchtkraft der Sonne hat.
Forscher des Max-Planck-Instituts
für Radioastronomie (MPIfR)
haben, zusammen mit anderen Forschern, zwei
neue hochkomplexe
Moleküle in Sagittarius B2 entdeckt. Bei den Molekülen
handelt es sich um Äthylformiat (C2H5OCHO) und um n-Propylzyanid
(C3H7CN), die beide unterschiedlichen Klassen von Molekülen
angehören (Ester und Alkylzyanide). Das war aber nicht die einzige
Entdeckung von Forschern des MPIfR in Sagittarius B2. Sie haben
außerdem noch eine Vielzahl organischer Moleküle dort
entdeckt. Darunter auch ein Verwandter der einfachsten Aminosäuren
(Glycin), das Aminoacetonitril.