Das Galaktische Zentrum ist der
Zentralbereich unserer
Heimatgalaxie, der Milchstraße. Es ist ca. 27.000 Lichtjahre
von uns entfernt und liegt im Sternbild Schütze. Im Zentrum der
Milchstraße findet man das massereiche Schwarze Loch
Sagittarius A*. Da das Galaktische Zentrum hinter dicken Wolken
interstellarer Materie verborgen liegt, kann man es nicht im
sichtbaren Licht beobachten. Doch in anderen Bereichen des
elektromagnetischen Spektrums kann man es mit den geeigneten
Instrumenten beobachten.
Die erste Beobachtung des Galaktischen
Zentrums in Radiowellen im Jahre 1931 war
eher zufällig.
Karl Jansky suchte nach Störungen im
interkontinentalen Funkverkehr und fand dabei Störungen, die
nicht irdischen Ursprungs waren. Diese Störungen kamen aus
Richtung des Sternbilds Sagittarius. Heute weiß man, dass es
sich dabei um Radiostrahlung aus Richtung des Galaktischen Zentrums
handelt.
Seit der Fortentwicklung der
Infrarotastronomie in den 1960er Jahren,
wurde das Galaktische Zentrum auch immer mehr im Infrarotbereich
beobachtet. Dort konnte man einen zum galaktischen Zentrum hin
zunehmend dichter werdenden Sternhaufen beobachten. Das Zentrum des
Sternhaufens liegt bei Sagittarius A*.
Schon zur Anfangszeit der
Röntgenastronomie konnte man
feststellen, dass das Galaktische Zentrum auch reich an
Röntgenquellen ist. Doch aufgrund der schlechten
Abbildungsqualität der Instrumente war es nicht möglich,
Größe, Gestalt oder eine genaue Position der
Strahlungsquellen zu bestimmen. Mit den Röntgensatellit Chandra
gelang erst gegen Ende der 1990 Jahre der Nachweis von
Röntgenstrahlung von Sagittarius A*.
Einen völlig neuen Blick auf das
Galaktische Zentrum bietet ATLASGAL-Kartierung. Die
interstellare Materie, die uns den Blick auf das Galaktische Zentrum
im sichtbaren Licht verwehrt, ist im Submillimeterbereich das Ziel
der Beobachtungen. Durchgeführt wurden diese Beobachtungen mit
den APEX Teleskop in Chile.