Die Rotverschiebung
Die Rotverschiebung ist
ein spezieller Fall des Doppler-Effekts.
Der
Doppler-Effekt besagt, dass eine sich auf den Hörer zu bewegende Quelle an
Frequenz zunimmt (siehe Abbildung); der Ton erklingt somit höher.
Entfernt
sich die Quelle vom Hörer, werden wiederum die Schallwellen gestreckt und
der Ton wird tiefer.

Abbildung 1: Rechts Dopplereffekt
an Fahrzeugen, links die Übertragung auf Lichtwellen.
Überträgt
man nun diesen Effekt von Schall- auf Lichtwellen, stellt man fest, dass sich
eine von uns entfernende Lichtquelle in den roten Spektralbereich verschiebt
(Rotverschiebung), eine sich nähernde in den blauen (Blauverschiebung). Da
eine derartige Verschiebung anders als bei Schallwellen erst bei sehr hohen
Geschwindigkeiten erfolgt, ist uns der Dopplereffekt in Lichtwellen im Alltag
nicht vertraut.
Durch die
Expansion des Universums wird die Strahlung aufgrund des doppler-Effekts in den
längerwelligen Bereich des Spektrums (also zum „Roten“ hin)
verschoben.
Entdeckt wurde
die Rotverschiebung an Galaxien zuerst von Edwin Hubble 1929, als er mit
neuartigen optischen Teleskopen unsere Nachbargalaxien erforschte. Heute wird
der Wert der Rotverschiebung
Z auch zur Altersangabe
des Universums verwendet (siehe Abbildung in Epoche
der Reionisation).
Historisch trug die
Entdeckung der Rotverschiebung maßgeblich zum Beweis für das
Urknallmodell bei, im Widerspruch zur „Steady-state“-Theorie eines
stillstehenden, unendlichen Weltalls.