R. Beck, E.M. Berkhuijsen, Chr. Nieten, R.
Wielebinski
mit
N. Neininger, Radioastronomisches Institut der
Universität
Bonn
M. Guélin, H. Ungerechts, R. Lucas, IRAM
M. Ehle, MPE, Garching
V. Shoutenkov, Pushchino Radio Astronomy Station/Rußland
A. Shukurov, University of Newcastle/Großbritannien
D. Sokoloff, Moscow State University/Rußland
Die Untersuchung von Galaxien ist in ein neues
Stadium
eingetreten.
Waren in früherer Zeit Informationen über Galaxien mit sehr
unterschiedlicher
räumlicher Auflösung in den verschiedenen Spektralbereichen
den
Astronomen zugänglich, so sind jetzt durch die konsequente
Entwicklung
neuer Teleskope (insbesondere neuer Radioteleskope) Daten von
vergleichbarer
Güte verfügbar. Mit diesen Daten können die
physikalischen
Vorgänge in Galaxien besser interpretiert werden.
Im Radiokontinuum entstanden durch die
Verknüpfung
von Beobachtungen
mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg und dem Very Large Array in den
USA ausgezeichnete Radiokarten von nahen Galaxien. Diese Karten
verfügen
über die gute räumliche Auflösung des
Interferometer-Arrays
sowie über die hohe Empfindlichkeit des Einzelteleskops, das
große
Strukturen besser erfassen kann. Insbesondere wurden erfolgreiche
Untersuchungen
in den nahen Galaxien M51 (Abb. 1), M31 (Abb. 4, oben),
M83
und NGC 6946 durchgeführt.
 |
Abbildung 1: Gesamte
Radiostrahlung der Galaxie
M51 bei 6-cm-Wellenlänge, kombiniert aus Beobachtungen mit dem
100-m
Teleskop Effelsberg und mit dem VLA (USA). Die Striche geben die
Richtung
der Magnetfeldlinien wieder. |
Eine neue Arbeitsrichtung dieses
Forschungsgebietes
ist
die Untersuchung
von Magnetfeldern in Balkengalaxien. Eine große Zahl von Galaxien
besitzt eine balkenförmige Anordnung der Sterne. Das
unsymmetrische
Schwerkraftfeld einer solchen Balkengalaxie führt zu stark
elliptischen
Umlaufbahnen für die Sterne und das Gas um das Zentrum der
Galaxie.
Im Balken kommt es dadurch zu Stauungen des Gases, sogenannten
Stoßwellen.
Das in den Balken einstürzende Gas setzt seine Bahn nicht
abgebremst
in gleicher Richtung fort (wie in einem Verkehrsstau), sondern wird
stark
abgelenkt und strömt am Rand des Balkens nach innen.
Das Gas im Balken ist kalt (unter 40 K) und tritt
daher
fast nur in
molekularer Form auf. Seine Bewegung entlang des Balkens mit etwa 100
km/sec
läßt sich im Prinzip mit Hilfe des Doppler-Effektes von
Moleküllinien
im hochfrequenten Radiobereich messen, allerdings nur die Komponente
der
Geschwindigkeit entlang der Sichtlinie. Jetzt gibt es eine neue
Methode,
die Gasströmung in einem Balken zu untersuchen: Polarisierte
Radiostrahlung,
ausgesandt von Elektronen der kosmischen Strahlung, die mit nahezu
Lichtgeschwindigkeit
um galaktische Magnetfelder spiralieren, zeigt die Stärke und
Richtung
der Magnetfelder. Da die Magnetfelder in der Gasströmung
eingefroren
sind, ist eine Karte der Polarisationsrichtungen gleichzeitig eine
Momentaufnahme
des Strömungsfeldes in der Himmelsebene (senkrecht zur
Sichtlinie).
Es
lassen sich also gerade die Komponenten der Geschwindigkeit
untersuchen,
die spektroskopisch unbeobachtbar sind.
Über die Magnetfelder von Balkengalaxien war
bisher
fast nichts
bekannt. Daher begann im Jahr 1996 unser Team aus Deutschland, Russland
und Australien mit der Beobachtung der Radiostrahlung der 20
radio-hellsten
Balkengalaxien am Himmel. Sie benutzten dabei (je nach Winkelausdehnung
und Lage eines Objektes am Himmel) neben dem Effelsberger
100-m-Radioteleskop
das "Very Large Array" (New Mexiko, USA) und das "Australia Telescope
Compact Array" (Narrabri, Australien). Die höchste Polarisation
wurde
in der südlichen Balkengalaxie NGC 1097 gefunden (Abb. 2),
die rund 50 Millionen Lichtjahren entfernt ist und sich gerade noch mit
dem VLA beobachten läßt. Der Balken liegt fast genau in der
Himmelsebene, so daß eine Strömung entlang des Balkens
spektroskopisch
nicht nachweisbar ist.
 |
Abbildung 2: Gesamte
Radiostrahlung aus der Südhälfte
der Balkengalaxie NGC 1097 bei 3,5-cm-Wellenlänge, beobachtet mit
dem VLA. Die Striche geben die Richtung der Magnetfeldlinien wieder.
Der
zentrale Ring ist ebenfalls eingezeichnet. |
Die Magnetfelder in NGC 1097 werden von der
schnellen
Gasströmung
mitgerissen und machen erstmals die Stoßfront im Balken von
einigen
zehntausend Lichtjahren Länge unmittelbar sichtbar (Abb. 2).
Dort ändert sich die Richtung der Magnetfelder abrupt um etwa 70
Grad.
Die Stoßfront befindet sich am rechten Rand des Radio-Balkens. Im
Gegensatz dazu ergaben Computersimulationen solcher Strömungen,
daß
sich die Stoßfront am linken Balkenrand befinden sollte. Leider
gibt
es bisher keine Simulationen zur Gasströmung in Balkengalaxien,
die
auch Magnetfelder mitberücksichtigen, deren Einfluß eine
Erklärung
für die beobachtete Abweichung liefern könnte.
Gas und Magnetfelder in NGC 1097 strömen
entlang
des Balkens nach
innen und sammeln sich in einem Ring von rund 5000 Lichtjahren
Durchmesser
um das Zentrum. Ein Teil des Gases bildet dort neue Sterne (Abb. 3).
Im Zentrum selbst wird ein Schwarzes Loch vermutet, dessen Umgebung
sich
durch starke Radio- und Röntgenstrahlung bemerkbar macht. Daher
wurde
NGC 1097 auch mit dem Röntgensatelliten ROSAT beobachtet. Die
stärkste
Röntgenstrahlung kommt wie erwartet aus dem Zentrum, aber es gibt
auch eine dünne Gashülle um die gesamte Galaxie. Dies ist ein
Hinweis auf einen heißen Wind, der vom Zentrum nach außen
weht,
umgekehrt zum Strom des kalten Gases.
Jedes Schwarze Loch muß
regelmäßig
mit
frischer Masse
gefüttert werden, sonst kommt die Strahlung aus seiner Umgebung
rasch
zum Erliegen. Oft werden Schwarze Löcher als überdimensionale
"Kosmische Staubsauger" angesehen, die alle Materie aus ihrer Umgebung
verschlucken. Das stimmt aber nicht. Auch wenn wir anstelle der Sonne
ein
Schwarzes Loch gleicher Masse (aber nur noch weniger als 3 km
groß)
ins Zentrum des Planetensystems setzen würden, bliebe alles beim
alten:
Alle Planeten würden sich wie vorher auf stabilen Bahnen um den
Zentralkörper
bewegen. Es ist gar nicht einfach, kreisende Materie so abzubremsen,
daß
sie in ein Schwarzes Loch hineinstürzen kann.
 |
Abbildung 3: Der zentrale
Gasring in NGC 1097:
Gesamte Radiostrahlung bei 3,5-cm-Wellenlänge (Konturlinien) und
Magnetfeldlinien
(Striche), überlagert einem optischen Bild, aufgenommen mit dem
Hubble
Space Telescope (HST) von A. Barth (Cambridge/USA). |
Auch der zentrale Ring in der Galaxie NGC 1097 ist
eine
schlechte "Futterquelle"
für ihr zentrales Schwarzes Loch, denn Gas und Sterne im Ring
rotieren
auf stabilen Kreisbahnen. Ein Bremsmechanismus zum Abtransport des
Drehimpulses
ist nötig. Reibungskräfte allein reichen nicht aus. Die neuen
Radiobeobachtungen (Abb. 3) zeigen eine mögliche
Lösung
dieses Problems: Das Magnetfeld im zentralen Ring hat die Form einer
Spirale.
Wir vermuten, daß dort ein Dynamo arbeiten kann und ein
Spiralfeld
erzeugt, ähnlich wie es auf größeren Skalen in
Spiralgalaxien
stattfindet (Abb. 1).
Anders als im Balken steht das Magnetfeld im
zentralen
Ring also in
einem Winkel zur Bewegung des Gases. Dadurch treten magnetische
Kräfte
auf, die ausreichen, um etwa eine Sonnenmasse an Gas pro Jahr in
Richtung
zum Zentrum abzulenken - genug, um das Schwarze Loch mit Nachschub zu
versorgen.
Das Foto des Hubble-Teleskops zeigt dünne, spiralförmige
Staub-Filamente
innerhalb des Ringes, die diese Idee unterstützen. Bisher wurde
vermutet,
daß die Fütterung des zentralen Schwarzen Loches vor allem
durch
Gas und Sterne erfolgt, die von außen in die Galaxie einfallen,
z.B.
durch die Anziehung einer kleinen Nachbargalaxie ("Kosmischer
Kannibalismus").
Zumindestens die Balkengalaxien sind nicht auf solche seltenen
Ereignisse
angewiesen, sondern können ihr Schwarzes Loch selbst füttern.
Der Andromeda-"Nebel", eine Spiralgalaxie, auch
bekannt
unter ihrer
Katalognummer M31, ist mit einer Entfernung von etwa 2 Millionen
Lichtjahren
der nächste große Nachbar der Milchstraße. Mit den
Teleskopen
Effelsberg und VLA haben wir eine neue Radiokarte erstellt (Abb. 4,
oben). Die dort gezeigte kontinuierliche Radiostrahlung stammt vor
allem aus einem Ring in rund 30 000 Lichtjahren Abstand vom Zentrum.
Dort
sitzen die Überreste von Supernova-Explosionen, die Quellen der
"Kosmischen
Strahlung", das sind fast lichtschnelle, geladene Teilchen. Die
Elektronen
der Kosmischen Strahlung laufen auf Spiralbahnen um Magnetfeldlinien
und
senden dabei die Radiostrahlung aus. Die Radiokarte zeigt also die
ringförmige
Verteilung des Magnetfeldes in M31, das durch einen gigantischen Dynamo
aufrechterhalten wird.
In Galaxien finden wir eine beträchtliche
Masse
molekularen Gases.
Eine neuartige Untersuchung des molekularen Gases in der
Andromeda-Galaxie
M31 (Abb. 4) liefert mit einer bisher nicht erreichten Menge an
Detailinformationen einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der
Sternentstehung
in Galaxien. Ein deutsch-französisches Forscherteam hat im Rahmen
der Zusammenarbeit zwischen der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und dem
Centre
National de la Recherche (CNRS) zum ersten Mal eine lückenlose
Karte
großer Teile dieser Galaxie mit hoher Genauigkeit erstellt. Mit
diesem
Blick auf den Andromeda-Nebel können jetzt Zusammenhänge der
Sternentstehung in einer Art studiert werden, die bei der Beobachtung
unserer
Milchstraße nicht möglich ist. Mit der Kartierung des von
M31
wurde eine Galaxie in ihrer Gesamtheit bis hinunter zu einzelnen
Sternentstehungsgebieten
für weitere Untersuchungen zugänglich. Unsicherheiten, die
die
Analysen in unserer eigenen Milchstraße erschweren, wie z.B. bei
der Entfernungsbestimmung, entfallen.
M31 zeigt ein beeindruckendes spiralförmiges
Muster
von jungen
Sternen und Staubstreifen. Die Geburt dieser Sterne zu verstehen, ist
ein
wichtiges Forschungsgebiet der modernen Astronomie. In allen gasreichen
Galaxien bilden sich immer wieder neue Sterne. Heute weiß man,
daß
die Sterne im Inneren von relativ dichten Wolken aus
Wasserstoff-Molekülen
entstehen, aber man weiß nur wenige Einzelheiten. Deshalb
untersucht
man vorzugsweise solche Wolken, die sich auf Fotoplatten als dunkle
Stellen
vor dem hellen Hintergrund der Sterne abzeichnen. Diese Absorption des
Lichts ist eigentlich ein Nebeneffekt, der dort entsteht, wo sich Gas
und
Staub gemischt haben.
Ein Teil des Gases, der atomare Wasserstoff,
läßt sich mit
Hilfe der 21-cm-Radiolinie messen (Abb. 4, Mitte). Leider ist
aber
der größte Anteil dieser Wolken, der molekulare Wasserstoff,
so gut wie unsichtbar, und auch der enthaltene Staub ist schwer zu
messen.
Insbesondere ist nicht klar, in welchem Verhältnis Staub und Gas
in
den Wolken enthalten sind. Deshalb wird als Indikator für den
Wasserstoff
eine Emissionslinie des viel selteneren Kohlenmonoxid-Moleküls
(CO)
beobachtet. Diese Linie wird von den CO-Molekülen bei einer
Frequenz
von 115 GHz abgestrahlt (das entspricht einer Wellenlänge von 2,6
mm). Die Häufigkeit des CO beträgt zwar nur etwa ein
Zehntausendstel
der des Wasserstoffs, aber dennoch ist diese Strahlung relativ stark
und
daher gut zu beobachten. Darüber hinaus sind beide
Molekülanteile
sehr gut gemischt. Daher kann man von den gemessenen Eigenschaften des
Kohlenmonoxids auf die des optisch nicht sichtbaren Wasserstoffs
schließen.
Wirklich gesichert ist dieser Zusammenhang bisher allerdings nur
für
einige wenige Gebiete in unserer Milchstraße, die vielleicht sehr
untypische Eigenschaften haben könnten.
Um diesen Kenntnisstand zu verbessern, mußte
man
möglichst
viele kosmische Molekülwolken und ihre Umgebung erfassen. In
unserer
Milchstraße sind im Prinzip viele Gebiete bekannt und oft auch im
Detail kartiert worden. Doch erschwert unsere konkrete Position
innerhalb
der Milchstraße, ihre Strukturen in ihrer Gesamtheit zu
identifizieren
und Zusammenhänge zwischen verschiedenen Gebieten herauszufinden.
Hingegen ist der Andromeda-Nebel für eine solche Studie ideal
geeignet:
Er ist relativ nah und zeigt - von der Erde aus gesehen - eine
deutliche
Spiralstruktur aus jungen Sternen und Staubgebieten. Der Blick von
außen
ermöglicht es, zusammengehörige Teile der Galaxie miteinander
zu vergleichen, und das sowohl in der Größenordnung
einzelner
Regionen (30 Lichtjahre) als auch in der Dimension der gesamten Galaxie
von etwa 100.000 Lichtjahren.
Ein internationales Team von Wissenschaftlern des
Max-Planck-Instituts
für Radioastronomie in Bonn (MPIfR), der Universität Bonn
(RAIUB)
und des Instituts für Millimeter-Radioastronomie (IRAM) in
Grenoble
und Granada benutzte für die umfangreiche Kartierung des
Andromedanebels
(Abb. 4, unten) das IRAM 30-m Radioteleskop auf dem Pico Veleta
in Südspanien und das IRAM Radiointerferometer auf dem Plateau de
Bure. Die Beobachtungen wurden dadurch erschwert, daß der
Andromeda-Nebel
wegen seiner geringen Entfernung zur Erde sehr ausgedehnt am Himmel
erscheint.
Deshalb mußte eine neue Beobachtungsmethode angewandt werden, bei
der die Schnelligkeit der Messungen erhöht wird, ohne die bisher
erreichte
hohe Empfindlichkeit der Radiomessungen zu vermindern. Statt die
Galaxie
Punkt für Punkt zu vermessen, wie das bei solchen
Wellenlängen
im Millimeterbereich bislang üblich war, wurden deshalb
große
Gebiete kontinuierlich abgetastet, ähnlich wie der
Elektronenstrahl
in einem Fernsehgerät das Bild erzeugt. Voraussetzung für den
Erfolg dieser Methode war, daß die Empfänger extrem stabil
sind
und daß der Durchfluß und die Speicherung der Daten
möglichst
schnell erfolgen kann.
Diese Probleme konnten bei IRAM gelöst
werden.
Nunmehr profitieren
die Radioastronomen von einer Methode, die etwa zehnmal so schnell ist
wie das bisherige Verfahren. Damit wurde mittlerweile schon mehr als
die
Hälfte des Andromeda-Nebels kartiert (50.000 Meßpunkte) -
und
das in einer Beobachtungszeit von weniger als 300 Stunden. Die neue
Radiokarte
(Abb. 4, unten) verbindet in bislang nicht gekannter Weise eine
hohe räumliche Auflösung mit einer hohen Empfindlichkeit. Sie
zeigt daher Einzelheiten der Spiralarmstruktur sowohl für die
ganze
Galaxie als auch in einzelnen Sternentstehungsgebieten.
|
|
|
| Abbildung 4: Die Radiostrahlung des
Andromeda-Nebels. Oben:
Radiokontinuum bei 20-cm-Wellenlänge (Effelsberg und VLA), Mitte:
neutraler Wasserstoff HI (Westerbork), unten: CO-Molekül (IRAM).
Die
CO-Karte soll demnächst komplettiert werden; sie stellt einen
Meilenstein
in der Untersuchung von Molekülwolken in nahen Galaxien dar. |
In einigen der beobachteten Regionen gab es
allerdings
Hinweise auf
ungewöhnlich turbulente Bewegungen der Molekülwolken. Diese
Gebiete
wurden deshalb zusätzlich mit dem IRAM Interferometer auf dem
Plateau
de Bure untersucht. Bei diesem Gerät ist zwar das Gesichtsfeld
relativ
klein (nur etwa doppelt so groß wie der Durchmesser eines
einzelnen
Meßpunktes des 30-m-Teleskops). Dafür ist die räumliche
Auflösung zehn- bis zwanzig Mal besser, was durch das
Zusammenschalten
von insgesamt fünf 15-m-Antennen erreicht wird. Diese
verfügen
zusammen über das Auflösungsvermögen eines
Radioteleskops
von über 400 Metern Durchmesser. Mit diesen Messungen konnte
erstmals
klar gezeigt werden, daß es verschiedene Strukturen von
Molekülwolken
gibt und daß ihre Eigenschaften wesentlich von jungen Sternen in
ihrer Nähe beeinflußt werden.
Zwischen der Absorption von Licht durch den
kosmischen
Staub in diesen
Wolken und der Emission des Kohlenmonoxids bei Radiowellenlängen
besteht
ein sehr enger Zusammenhang. Damit ist es jetzt möglich, die
Verteilung
des praktisch unsichtbaren molekularen Wasserstoffs, aus dem sich
solche
Molekülwolken hauptsächlich zusammensetzen, mit zwei
voneinander
unabhängigen Methoden zu bestimmen und ihre Ergebnisse miteinander
zu vergleichen. Die neue, detaillierte CO-Karte des Andromeda-Nebels
erlaubt
es nun zum ersten Mal, solche Verfahren zu prüfen und letztlich
einen
zuverlässigen Wert für die Gesamtmasse dieser Galaxie zu
erhalten.
Durch die gleichzeitige Beobachtung einzelner Details und großer
Strukturen der Galaxie können wesentliche Voraussetzungen für
die Entstehung von Sternen aufgeklärt und untersucht werden.
Max-Planck-Gesellschaft Jahrbuch 1999.
Copyright
© 1999 Max-Planck-Institut
f. Radioastronomie.
MPIfR-Home
ute_at_mpifr-bonn.mpg.de