Speckle Interferometrie

Die Speckle-Interferometrie erlaubt es, hochaufgelöste, beugungsbegrenzte Bilder zu rekonstruieren. Aufgrund von Turbulenzzellen in der Atmosphäre vermindert sich die Bildauflösung (seeing) selbst für größere Teleskope auf 1 arcsec. Allerdings ist die theoretische beugungsbegrenzte Auflösung bestimmt durch λ/D. Zum Beispiel ist die Beugungsgrenze für Beobachtungen bei einer Wellenlänge von 600 nm und einem Teleskop mit 6 m Spiegeldurchmesser 0,02 arcsec. Dieses ist um den Faktor 50 besser als die Auflösungsgrenze.

Eine von einem Objekt ausgehende ebene Welle wird durch die Atmosphäre verformt, was zu Interferenzmustern auf dem Bildsensor führt, den so genannten Speckles. Bei Kurzzeitaufnahmen sind die Turbulenzzellen "eingefroren" und die Information kann ohne atmosphärische Effekte aus den aufgenommenen Speckles rekonstruiert werden. Allerdings benötigt man hierfür eine große Anzahl an Kurzzeitbildern, um aus ihnen ein hoch auflösendes beugungsbegrenztes zwei-dimensionales Bild zu rekonstruieren.

Die Speckle-Interferometrie stellt besondere Ansprüche an die eingesetzte Ausrüstung, wie geringes Rauschen und schnelles Auslesen. Um diese Ansprüche zu erfüllen entwickelt unsere Abteilung die Optiken, Elektroniken und die Software für Speckle-Interferometrie-Beobachtungen.



Übersicht

Test Objektklassen:
extragalaktische Objekte,
junge Sterne,
sich entwickelnde Sterne

Atmosphere Atmosphäre

Telescope Teleskope:
2.2m, 3.6m, SAO, NTT, MMT

Optic Optiken:
Abbildungsoptiken entwickelt von unserer Gruppe
arrow
Image sensors Bildsensoren:
HAWAII-1,
PICNIC, CCD, EMCCD
arrow
Electronic Elektroniken:
Ausleselektronik entwickelt von unserer Gruppe
arrow
Online Software Onlineverarbeitung:
MODAS entwickelt von unserer Gruppe
arrow
Reduktion Software Datenreduktionssoftware:
Bildrekonstruktionssoftware entwickelt von unserer wissenschaftlichen Gruppe
 
loading content